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Fiese Lästlinge

Kellerasseln effektiv aus Haus und Keller vertreiben

Kellerasseln Haus: Kellerasseln auf einer Holzterrasse
Für Kellerasseln ein Leckerbissen: Morsches Holz, wie das einer alten HolzterrasseFoto: dpa picture alliance

Im Garten sind sie die großen Aufräumer. Im Haus mag man Kellerasseln jedoch eher nicht sehen. Wie wird man die ungebetenen Mitbewohner los?

Zugegeben: Mit dem gräulichen, chitinösen Panzer, den Fühlern und den 14 Beinchen sind Kellerasseln eher bizarre Schönheiten. Viele Menschen ekeln sich denn auch vor den Tierchen. Panik braucht man dennoch nicht haben. Für Menschen geht von den Krabblern in der Regel keine Gesundheitsgefahr aus. Während die Tiere Gartenabfälle in wertvollen Humus verwandeln, nerven Kellerasseln im Haus hingegen. Spätestens, wenn sie sich in großer Zahl über falsch gelagertes Obst und Gemüse hermachen, sollte man über die geeignete Abwehr nachdenken.

Was hilft gegen Kellerasseln im Haus?

Erst einmal ruhig Blut bewahren. Bei ein, zwei Asseln im Keller lohnt sich die Mühe kaum, die Tiere zu vertreiben. Bei einem größeren Befall hingegen helfen folgende Hausmittel:

Handtuchtrick

Mit dem Handtuchtrick werden Kellerasseln schnell und effektiv eingefangen. Dazu legt man ein feuchtes Handtuch, einen feuchten Putzlappen oder Leinensack auf dem Boden aus. Das Tuch sprüht man über mehrere Tage mit Wasser aus der Sprühflasche ein. Die Feuchtigkeit zieht die Krebstiere magisch an. Nach kurzer Zeit sammelt man das Tuch mitsamt der Asseln auf und schüttelt diese im Garten oder auf dem Kompost aus. Der Trick funktioniert übrigens auch mit einem alten, schon etwas morschen Holzbrett.

Kartoffelfalle

Asseln mögen altes Gemüse oder Obst. Vor allem Kartoffeln stehen auf ihrem Speiseplan ganz oben. Eine größere, alte Knolle höhlt man aus und legt diese anschließend aus. Kellerasseln werden sich nicht zweimal zu Tisch bitten lassen. Es dauert nicht lange, dann kann die mit den Tieren gefüllte Köder in der Bio-Tonne oder auf dem Kompost entsorgt werden Wer keine Kartoffeln zur Hand hat, nimmt eine flache Schüssel mit überreifem Obst oder feuchtem Laub.

Salbei und Schnaps

Vor dem Geruch von Salbei nehmen die Tierchen reißaus. Dazu legt man einige Salbei-Blätter an den betroffenen Stellen aus. Der strenge Geruch von Weingeist und anderem Hochprozentigen lockt Kellerasse hingegen seltsamerweise an. Eine offene, ausgelegte Weinflasche mit etwas von dem Geist wird für die Tiere schnell zur Falle.

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Mit der harten Chemiekeule gegen Kellerasseln im Haus vorgehen?

Kann man machen. Allerdings macht das nur Sinn bei einem sehr starken Befall durch die Tiere und wenn Hausmittel nicht helfen. Bei einer Plage sollte ein Fachmann gerufen werden. Ein Schädlingsbekämpfer spürt die Verstecke der Asseln auf und verteilt darin ein Insektizid. Geraten die Tiere damit in Kontakt, entfaltet das Mittel seine giftige Wirkung. Allerdings leiden unter solchen Kontaktgiften auch andere Insekten. Ein weiteres Mittel sind ausgelegte Fraßköder, die ein Insektizid enthalten. Kinder und Haustiere müssen von den Ködern ferngehalten werden.

Einem Befall durch Kellerasseln einfach vorbeugen

Die Krebstiere lieben ein feuchtes Milieu. Aus diesem Grund findet man sie oftmals in sehr feuchten Kellerräumen vor. Regelmäßiges Lüften hält Problem-Räume in der Regel trocken. Bei Kellerräumen ohne Fenster kann ein Luftentfeuchter helfen. Achtung: Läuft das Gerät über längere Zeit, wird aus der Assel-Falle schnell eine Kosten-Falle! Zudem sollte man mögliche Verstecke beseitigen. Fugen, Ritzen, Spalten und Löcher werden mit Silikon verschlossen. Und auch die hinterletzte Ecke im Keller sollte stets trocken und sauber gehalten werden. Dazu muss man auch ab und zu hinter einem Regal, Schrank oder einer Truhe ausfegen und Wischen.

Was man generell vermeiden sollte: Obst und Gemüse offen in feuchten Räumen lagern. Auch feuchter Bio-Abfall und organisches Material zieht Kellerasseln magisch an.

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Mit Pflanzen gegen Feuchtigkeit vorgehen

Feuchtigkeit ist im Bad oftmals ein Problem. Auch hier heißt die erste Maßnahme: regelmäßig Stoßlüften! Kalte Luft ist meist trockener als warme Luft. Bedeutet: Wer im Winter regelmäßig lüftet, hält den Raum zusätzlich trocken. Bringt das nichts, sollten die Haushaltsgeräte gecheckt werden. Ein falsch eingestellter Wäschetrockner könnte der Grund sein, warum die Luft weiterhin zu feucht ist. Übrigens gibt es viele Pflanzen, die die Luftfeuchtigkeit effektiv senken.

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