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Die Bezeichnungen bei Saatgut erklärt

Samenfest, F1, ...

Die Bezeichnungen bei Saatgut erklärt

Saatgut: Eine Hand hält einen Haufen Saatgut
Eine Hand voller Samen von Tomaten-PflanzenFoto: Getty Images

Gesundes Saatgut verspricht kräftige Pflanzen. Aber wie erkennt man eine gute Qualität der im Handel angebotenen Samen? Denn die Bezeichnungen auf den Verpackungen ist für viele einfach kryptisch.

Klar: Standort und Pflege sind für Pflanzen essenziell. Doch auch das Saatgut muss beste Qualität haben, damit Pflanzen im Garten oder Kübel kräftig und gut gedeihen. Aber was heißt „samenfest“ und „F1“ auf der Saatgutverpackung? myHOMEBOOK erklärt das Fachchinesisch.

Was bedeutet „samenfest“?

Mit „samenfest“ werden Sorten bezeichnet, die auch nach Vermehrung in weiteren Generationen die gleichen Eigenschaften aufweisen. Das können zum Beispiel Farbe, Form, Widerstandsfähigkeit oder Geschmack sein. Mithilfe von Kreuzung und Selektion werden samenfeste Pflanzensorten über Jahre gezüchtet. Bevor die moderne Pflanzenzucht neue Möglichkeiten mit Hybriden entwickelte, war die samenfeste Züchtungsmethode Standard.

Was heißt F1 auf der Verpackung von Saatgut?

Die eine Tomatensorte ist besonders rot, eine andere besonders saftig. Miteinander gekreuzt kommt eine rote und saftige Tomate hervor. Diese erste Generation von zwei Elternpflanzen wird als F1-Hybrid bezeichnet. Meist sind das Pflanzen mit den besten Eigenschaften der Eltern. F1-Pflanzen sind oftmals widerstandsfähig gegenüber Schädlingen oder Pflanzenkrankheiten wie Mehltau.

Saatgut mit F1-Kennzeichnung ist gentechnisch nicht verändert, sondern gezüchtet. Auch Bio-Saatgut wird als F1-Hybrid angeboten. Der Haken: Wer das Saatgut von F1-Pflanzen sät, erhält erst mal schöne Pflanzen. In der zweiten Generation (F2) spalten sich die Eigenschaften jedoch wieder auf. Dann schmeckt die Zucchini sauer, der Apfel ist verschrumpelt, der Salat welk. Wer F1-Pflanzen längerfristig im Gartenbeet kultivieren will, muss diese daher jedes Jahr aufs Neue aussäen.

Die Kriterien für gutes Saatgut

Es gibt zusätzlich zu den genannten Bezeichnungen aber noch weitere Kriterien, an denen man die Qualität des Saatguts ausmachen kann.

Die Haltbarkeit

Wichtig ist die Haltbarkeit des Saatgutes. Beim Kauf findet man das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung. Vor Keimen geschützt, kann Saatgut generell bis zu mehreren Jahren halten. Die Verpackung muss jedoch ungeöffnet sein, kühl und trocken gelagert werden.

Die Keimfähigkeit

Blumensamen sind meist zwei bis drei Jahre keimfähig. Die Keimfähigkeit vieler Gemüse beträgt sogar drei bis fünf Jahre. Eine Ausnahme bilden Zwiebeln, Karotten oder Lauch. Diese Gemüse sind nur ein Jahr keimfähig. Die Samen von Gurken halten hingegen länger durch: bis zu sechs Jahre.

Auch interessant: Ein Fehler, den bei Keimlingen fast jeder macht

Altes Saatgut testen

Die Natur birgt viele Wunder. Auch aus Saatgut über dem „Verfallsdatum“ können noch gesunde Pflanzen hervorgehen. Bevor man aber eine Enttäuschung erlebt und umsonst ausgesät hat, sollte man die Körnchen testen. Die Keimfähigkeit älterer Samen überprüft man leicht mit einer Keimprobe. Auf einen Teller legt man feuchtes Küchenpapier und streut ein paar Samen darauf. Anschließend spannt man darüber Klarsichtfolie oder legt einen Teller auf. Nach einigen Tagen sollten die Samen keimen. Dann ist das Saatgut in Ordnung und kann verwendet werden. Passiert hingegen auch bei ausreichender Feuchtigkeit nicht viel, besorgt man sich lieber neue Samen.

Samen für verschiedene Jahreszeiten und Lagen

Obst, Gemüse und Blumen gedeihen nicht überall gleich gut im Garten. Hobbygärtner wählen am besten Saatgut aus, das zum Klima des Wohnortes passt. Pflanzen aus höheren Lagen kommen im Tiefland mit eher milden Temperaturen oftmals schlecht zurecht. Ihnen können auch nährstoffreiche Böden zu schaffen machen. Raues Klima ist hingegen für wärmeliebende Pflanzen problematisch. Bei der Auswahl des Saatgutes achtet man zudem auf die Jahreszeit, in der die Samen aufgehen.

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