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Im Sommer

Warum man verwelkte Blüten unbedingt entfernen sollte 

Mit einer Gartenschere werden verwelkte Geranienblüten abgeschnitten.
Sollte man verwelkte Blüten herausziehen, abbrechen, abdrehen oder lieber abschneiden? Foto: Getty Images

Im Sommer blühen Geranien, Petunien und Lavendel um die Wette. Jede Blüte ist schöner als die andere. Doch es kommt die Zeit, in der sie alle ihre Köpfe hängen lassen und verwelken. Verblühte Pflanzenteile sollte man unbedingt entfernen.

Im Sommer gibt es für Hobbygärtner viel zu tun. Rasen mähen sowie das Gießen der Pflanzen stehen ganz oben auf der Liste. Doch es gibt noch eine weitere Pflegemaßnahme, die nicht vergessen werden sollte: das Entfernen von verwelkten Blüten. Sandra von Rekowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde e. V., erklärt auf Anfrage von myHOMEBOOK, warum das Abzupfen oder Abschneiden der verblühten Pflanzenteile so wichtig ist.

Warum sollte man verwelkte Blüten entfernen?

„Nach der Blütezeit bilden sich die Samen aus. Diese sollen der Pflanze zur Produktion von Nachkommen dienen. Die Samenbildung kostet der Pflanze jedoch viel Kraft. Diese kann dann allerdings nicht mehr in die Ausbildung neuer Blüten gesteckt werden“, so die Expertin. Mitunter könnten die Pflanzen auch erkranken, wenn verwelkte Blüten zu lange an der Pflanze bleiben. „Durch einen Regenguss matschig gewordene Blüten bilden beispielsweise einen wunderbaren Nährboden für Krankheiten oder Schimmel- und Pilzbefall und sollten daher zügig entfernt werden.“ Bei einigen Pflanzen soll das frühzeitige Entfernen von Verblühtem auch ganz bewusst eine unkontrollierte Ausbreitung verhindern.

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Wie lässt sich der erneute Blütentrieb wieder anregen?

Nach der Blüte ist vor der Blüte: Bei den meisten Zierpflanzen sollten Hobbygärtner Verblühtes regelmäßig entfernen. Es gibt allerdings auch Pflanzen, die selbstreinigend sind und nicht ausgeputzt werden müssen und dennoch zahlreiche neue Blüten bilden. Bei einjährigen Dauerblühern für den Balkon- oder Topfgarten regen kontinuierliche Düngergaben in Kombination mit optimalem Standort, Substrat und Bewässerung die Blütenbildung an. Grundsätzlich kann regelmäßiges Ausputzen zudem die Verzweigung fördern, wodurch eine Pflanze kompakter wächst.

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Gibt es eine Faustregel, wie man verwelkte Blüten richtig entfernt?

Ob herausziehen, abbrechen, abdrehen oder abschneiden: Es kommt ganz auf die Pflanzenart an. „Wichtig ist jedoch bei allen Pflanzen beim Entfernen von verwelkten Blüten keine großen Wunden zu hinterlassen. Manche Pflanzen geben übrigens die Sollbruchstelle schon vor. Da ist das Entfernen einfach. Bei Pflanzen mit relativ weichen Blättern und Stängeln, lässt sich Verblühtes leicht mit den Fingern herausknipsen. Ansonsten empfiehlt sich ein Schnitt mit einem sauberen, scharfen Messer oder einer Gartenschere oberhalb eines gut entwickelten Blattpaares“, erklärt Sandra von Rekowski. Jedoch gibt es von Pflanze zu Pflanze große Unterschiede, wie man verwelkte Blüten richtig entfernt.

Gibt es typische Fehler, die man beim Beseitigen der verwelkten Blüten auf keinen Fall machen sollte?

„Einige Pflanzen legen gleich mit erfolgter Blüte die Blütenknospen für das kommende Jahr an – beispielsweise Hortensien, Rhododendren. Wer hier unbedacht drauflos schneidet, muss unter Umständen auf eine Blüte im Folgejahr verzichten. Also am besten kundig machen, zu welchem Zeitpunkt und vor allem an welcher Stelle man schneiden kann“, so Sandra von Rekowski.

Übrigens: Einige Pflanzen sind nicht nur während der Blütezeit attraktiv, sondern vor allem auch danach, wenn sie mit ihren Samenständen im Herbst und Winter Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Sonnenblumen liefern beispielsweise wertvolle Nahrung und sehen auch mit Raureif überzogen noch sehr attraktiv aus.

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