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Immer öfter gesichtet

Gottesanbeterin im Garten gesichtet? Das können Sie tun

Gottesanbeterin
Die Europäische Gottesanbeterin ist die einzige heimische Fangschreckenart Europas Foto: Getty Images
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Im Foto Mareike Schmidt

© Wolf Lux
@wolf_lux_photography
Redakteurin

21. August 2025, 7:43 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Einst ein exotisches Insekt, doch längst auch in Deutschland heimisch geworden: die europäische Gottesanbeterin. Mit etwas Glück kann man sie auch im eigenen Garten beobachten. Wie oft sie hierzulande vorkommt, worauf bei einer Begegnung zu achten ist und ob sie Schaden im eigenen Garten anrichten kann, erklärt myHOMEBOOK.

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Verbreitung in Deutschland

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) war ursprünglich vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. In den vergangenen Jahrzehnten hat sie sich jedoch immer weiter nach Norden ausgebreitet. Grund dafür sind sowohl der Klimawandel mit steigenden Temperaturen als auch die Anpassungsfähigkeit der Tiere. Heute findet man sie nicht mehr nur in Bayern oder Rheinland-Pfalz, sondern zunehmend auch in weiteren Bundesländern. Besonders warme, trockene und offene Lebensräume wie Weinberge, Wiesen, Böschungen oder naturnahe Gärten bieten ihr ideale Bedingungen.

Zuletzt kam es zu Sichtungen im Rhein-Erft-Kreis. Um Meldungen bei Sichtung wird gebeten, um die Verbreitung der Tiere dokumentieren zu können. Dafür bieten sich verschiedene Plattformen an, unter anderem der NABU.

Begegnung mit der Gottesanbeterin

Wer eine Gottesanbeterin entdeckt, sollte sich über den seltenen Anblick freuen, denn die Tiere sind harmlos für den Menschen. Sie können zwar blitzschnell zuschnappen, das tut aber nicht weh. Außerdem besitzen sie keinen Giftstachel, weshalb keine Gefahr von ihnen ausgeht. Ein vorsichtiger Umgang ist dennoch ratsam, denn die Tiere sind auf der Roten Liste der Geradflügler in der Kategorie 3 („gefährdet“) gelistet und nach den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) zu schützen. Das bedeutet: Sie dürfen weder gefangen, verletzt noch getötet werden.

Entdeckt man eine Gottesanbeterin, sollte man sie keinesfalls bedrängen oder anfassen, da sie empfindlich reagieren. Fotos oder Beobachtungen aus einiger Entfernung sind daher die beste Möglichkeit, um die besonderen Tiere zu bewundern.

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Bedeutung für den eigenen Garten

Gartenbesitzer können sich fragen, ob die Gottesanbeterin Schaden anrichten könnte. Die Antwort ist klar: nein. Im Gegenteil – sie ist ein natürlicher Schädlingsbekämpfer. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Insekten wie Fliegen, Heuschrecken, Wespen. Auch vor Blattläusen macht sie keinen Halt und sorgt damit dafür, dass Pflanzen gesund und kräftig bleiben.

Gärtner können getrost aufatmen, denn sie stellt für Pflanzen keinerlei Gefahr dar, da sie sich ausschließlich von tierischer Beute ernährt. Ihre Anwesenheit im Garten ist somit ein Zeichen für ein gesundes, ökologisch vielfältiges Umfeld und bietet keinen Anlass zur Sorge. Besonders gern hält sich die Gottesanbeterin in sonnigen Bereichen auf, in denen Sträucher, Büsche und blühende Pflanzen stehen.

Fakten zur Europäischen Gottesanbeterin

  • Weibchen können bis zu 80 mm lang werden, Männchen sind mit bis zu 60 mm deutlich kleiner.
  • Ihre Grundfärbung reicht von Grün bis Braun.
  • Kräftige Vorderbeine, die zu Fangarmen umgebildet sind
  • eine geschützte, in Deutschland gefährdete Art

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