18. März 2026, 17:05 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn der März sich von seiner nassen Seite zeigt, kommt eine Bauernregel ins Spiel: „Wenn der März viel Regen bringt, der Sommer selten trocken winkt.“ Solche Sprichwörter wurden früher genutzt, um das Wetter über längere Zeiträume einzuschätzen und sich etwa in der Landwirtschaft daran zu orientieren. Heute haben viele davon jedoch an Verlässlichkeit verloren.
Bauernregeln halten sich bis heute in den Köpfen und tauchen gerade bei auffälligem Wetter immer wieder auf. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich dahinter? Müssen wir uns auf einen verregneten Sommer einstellen? Ein Experte ordnet die Regel ein.
Das steckt hinter der Bauernregel
„Wenn der März viel Regen bringt, der Sommer selten trocken winkt.“ Diese Bauernregel besagt, dass ein besonders regnerischer März ein Hinweis darauf sei, dass auch die folgenden Sommermonate nicht von Trockenheit geprägt sein werden, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur.
Wenn es also bereits im frühen Frühjahr viel Niederschlag gibt, deutet das nach dieser Vorstellung auf insgesamt feuchtere Wetterverhältnisse hin, die sich bis in den Sommer fortsetzen. Ein solcher Sommer wäre dann eher wechselhaft oder regenreich statt heiß und trocken, sodass längere Dürreperioden unwahrscheinlich erscheinen.
Dazu passend: Einem freundlichen März folgt ein …
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Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt …
Stimmt diese Bauernregel über Regen im März und den Sommer?
Der Experte stellt klar: „Diese Bauernregel stimmt so nicht.“ Regen im März bedeutet also nicht automatisch, dass es auch im Sommer verregnet ist. „Da gibt es keinen Zusammenhang“, ergänzt Riemann. Er erklärt aber, dass es einen anderen Zusammenhang gibt. „Wenn der März schlecht ist, also sonnenscheinarm und mit viel Regen, dann ist in vielen Fällen auch der April so.“
Das bedeutet aber erst einmal nichts Schlechtes, denn der Experte erläutert einen weiteren Zusammenhang: „Dann wird es im Mai einen Wetterumschwung geben und das schöne Wetter bleibt uns dann über den Sommer erhalten.“ Wir dürfen uns demnach also auf einen schönen Sommer freuen. Nicht zu trocken, aber auch nicht zu nass, schiebt der Experte hinterher: „Es ist nicht so, dass es jetzt von Mai bis August gar nicht regnet. Wir sind ja nicht am Mittelmeer.“
Das sind die weiteren Wetteraussichten
„Bis Anfang April bleibt es überwiegend mild“, prognostiziert der Experte in einem vorherigen Interview. Laut seiner Einschätzung folgen auf freundliche und trockene Abschnitte immer wieder Phasen mit Regen. Dieser tritt überwiegend in Form von Regen auf, dürfte das Niederschlagsdefizit vom trockenen Monatsanfang aber voraussichtlich nicht wettmachen. Hinweise auf einen erneuten Wintereinbruch gibt es derzeit nicht.