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Melonenbirne

Pflanz- und Pflegetipps für die exotische Pepino-Frucht in Garten oder Balkon

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Melonenbirnen sehen auf den ersten Blick aus wie gestreifte, unreife und längliche Tomaten. Sie sind aber deutlich süßer und erinnern geschmacklich an eine Mischung aus Melone und Birne. Foto: Copyright: Roborock
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Marike Stucke
Autorin

23. August 2025, 6:18 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Die Melonenbirne, auch Pepino oder Birnenmelone genannt, ist ein echter Geheimtipp für alle, die gerne außergewöhnliche Früchte im eigenen Garten anbauen möchten. Die pflegeleichte Pflanze punktet mit ihren dekorativen, gestreiften Früchten und einem süßen Geschmack, der – passend zum Namen – an Melone und Birne erinnert. myHOMEBOOK stellt die Pepino näher vor.

Die Melonenbirne stammt ursprünglich aus Südamerika, wird dort seit Jahrhunderten kultiviert und gehört botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse – wie Tomaten oder Auberginen. Die krautige Pflanze wächst kompakt bis buschig und eignet sich ideal für sonnige Standorte im Garten oder im Kübel auf Balkon und Terrasse. In milden Regionen kann sie sogar mehrjährig kultiviert werden. In kühleren Lagen ist sie dagegen einjährig oder muss frostfrei überwintert werden.

Melonenbirne pflanzen

Pepino-Pflanzen sind im Frühjahr in gut sortierten Gärtnereien erhältlich oder können ab Februar aus Samen vorgezogen werden. Sie benötigen einen sonnigen, windgeschützten Standort und wachsen besonders gut in großen Töpfen oder Hochbeeten. Ideal sind auch die Bedingungen im Gewächshaus, da die Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit den Heimatbedingungen der Pepino entspricht. Bei der Pflanzung sollte auf ein nährstoffreiches, gut durchlässiges Substrat geachtet werden.

Aussehen/Wuchs

Die Melonenbirne wächst als buschige, krautige Pflanze mit weichen, leicht behaarten Blättern. Sie kann bis zu 1,5 Meter hoch werden. Besonders auffällig sind die gelblich-cremefarbenen Früchte mit violetten Streifen, die etwa faustgroß werden. Das Fruchtfleisch ist saftig, hellgelb bis cremefarben und schmeckt angenehm süß. Die Blüten erscheinen meist ab Juni und erinnern in Farbe und Form an Kartoffelblüten.

Standort / Boden

Die Pepino bevorzugt warme, sonnige und windgeschützte Plätze. Ideal ist ein Standort mit mindestens sechs Stunden Sonne täglich. Der Boden sollte locker, nährstoffreich und gut durchlässig sein – ein Mix aus Gartenerde, Kompost und etwas Sand ist optimal. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.

Sorten

Auf dem Markt sind nur wenige Pepino-Sorten erhältlich, die sich nur geringfügig in Fruchtgröße, Geschmack und Färbung unterscheiden. Besonders beliebt ist die Sorte „Sugar Gold“ mit sehr aromatischen, süßen und gestreiften Früchten.

Melonenbirne pflegen

Bewässerung

Die Melonenbirne benötigt eine regelmäßige, gleichmäßige Wasserversorgung. Der Boden sollte stets leicht feucht, aber nicht nass sein. Besonders während der Fruchtbildung ist auf eine gute Wasserversorgung zu achten.

Düngung

Gedüngt wird alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger für Fruchtgemüse oder mit organischem Dünger. Alternativ kann auch Kompost oder abgelagerter Mist eingearbeitet werden.

Schnitt

Ein Rückschnitt ist bei der Pepino nur dann notwendig, wenn sie sehr ausladend wächst oder zur Überwinterung ins Haus geholt wird. Verwelkte oder kranke Triebe sollten regelmäßig entfernt werden. Dies beugt auch Krankheiten vor und macht die Pflanze insgesamt robuster.

Winterhärte

Die Melonenbirne ist nicht winterhart. Wer sie über mehrere Jahre kultivieren möchte, sollte sie im Herbst in einen hellen, frostfreien Raum holen. Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad sind ideal. Während der Winterruhe sollte man sie weniger gießen, aber nicht austrocknen lassen. Im Frühjahr ist dann Umtopfen angesagt.

Giftig

Die Melonenbirne gilt als ungiftig und ist auch für Kinder und Haustiere unbedenklich. Dennoch, wie bei allen Nachtschattengewächsen, darauf achten, nur reife Früchte zu verzehren. Die Schale der Melonenbirne wird meist als zu zäh empfunden und deshalb in der Regel weggeschnitten. Die Samen wiederum schmecken leicht bitter, sind aber ebenfalls essbar und ungiftig.

Vermehrung

Die Vermehrung gelingt über Samen oder Stecklinge. Letztere im Spätsommer schneiden und in Wasser oder feuchtem Substrat wurzeln lassen. Die Samen aus vollreifen Früchten entnehmen und trocknen. Bei der Aussaat ist Geduld gefragt, da die Keimung mehrere Wochen dauern kann.

Alternativen

Wer auf der Suche nach anderen exotischen, wärmeliebenden Fruchtpflanzen ist, kann auf Ananaskirsche (Physalis), Tomatillo oder Auberginen zurückgreifen. Diese gehören ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen, sind unkompliziert im Anbau und bringen Abwechslung in den Garten.

Bienenfreundlichkeit

Die Blüten der Melonenbirne sind zwar hübsch, werden in unseren Breiten aber nur gelegentlich von Insekten besucht. Als gezielte Bienenweide eignet sich die Pepino daher nur bedingt.

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Verwendung

Die Früchte der Melonenbirne schmecken pur, in Obstsalaten, Smoothies oder als fruchtige Beilage zu Desserts und Käseplatten. Ihr mildes, süßliches Aroma macht sie vielseitig verwendbar – auch in herzhaften Gerichten. Im Kühlschrank halten sich reife Früchte einige Tage. Die Pflanze an sich kann auch auf dem Terrassentisch als dekoratives Element herhalten.

Krankheiten und Schädlinge

Die Pepino ist robust, kann aber – besonders bei zu feuchter Witterung – von Grauschimmel oder Blattläusen befallen werden. Daher helfen häufiges Lüften, ein trockener Standort und das Entfernen kranker Pflanzenteile, Krankheiten vorzubeugen. Dies gilt besonders auch während der Überwinterung. Bei Topfkultur ist auf gute Drainage zu achten, um Wurzelfäule zu vermeiden.

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