2. März 2026, 17:31 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der schönste Garten wurde gewählt und liegt 2026 in der Schweiz – und zwar in Weggis im Schweizer Kanton Luzern. Was ihn so besonders macht, verrät myHOMEBOOK.
Der schönste Garten 2026 liegt in 800 m Höhe über N.N. am Fuß der Rigi – einem eindrucksvollen Bergmassiv – und erstreckt sich über 400 Quadratmeter. Gekürt wurde vom Münchner Architekturverlag Callwey. Der Garten verfügt über einen weiten Blick über den Vierwaldstättersee, die Alpen und das Schweizer Mittelland. Geplant wurde er von Daniel Berg, der im vergangenen Jahr als Newcomer gewählt wurde, und seinem Team unter dem Motto „Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft“.
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So sieht der schönste Garten 2026 aus
Das Gartenprojekt beeindruckt durch seine sensible Einbettung in die umgebende Landschaft. Hier wird der Garten nicht isoliert betrachtet, sondern als organische Erweiterung des natürlichen Umfelds inszeniert – ein Prinzip, das in der modernen Gartenkunst immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Schon beim ersten Besuch sah Daniel Berg es als Ziel der Gestaltung an, einen Garten zu schaffen, der so eng mit dem Ort verwoben ist, dass die Grenze zwischen Natur und Gestaltung kaum noch erkennbar wird. Der Garten soll mit der Topografie verschmelzen und das Panorama nicht überfordern, sondern einrahmen. Die Anlage integriert sich daher vollständig in die alpine Umgebung und unterstreicht deren Schönheit.
Der schönste Garten 2024 ist gewählt
Das ist der schönste Garten 2025
Zwischen Architektur und Natur
Charakteristisch für den Garten ist die Reduktion auf das Wesentliche: klare Formen, zurückhaltende Materialien und eine präzise Setzung von Pflanzen. Regionale Natursteine strukturieren den Raum und dienen als Stützmauer, Terrasse oder Sitzsteine und formen einen Bachlauf mit Wasserfall. Besonders eindrucksvoll ist die massive, fugenlos an den Nagelfluh angeschlossene Stützmauer aus Bollinger Sandstein Brand, die wirkt, als wachse sie direkt aus dem Gestein.
Die Pflanzung unterstützt die Einbettung in die Landschaft: So erweckt eine Flaumeiche den Eindruck, als hätte sie schon immer dort im Garten gestanden, und Pflanzen wie Sedum und Mauernfarne, zwischen den Steinritzen und in den Fugen platziert, schaffen fließende Übergänge. Highlight des Gartens ist aber der etwa 50 Jahre alte Fächer-Ahorn, der am Bachlauf steht und von jeder Ecke des Gartens zu sehen ist.
Der Garten erzählt eine Geschichte von Kraft und Geduld
Die Jury lobt den jungen Gartengestalter für seine Verbindung von Landschaft, Garten, Handwerk und Poesie. Sie betont, dass es Daniel Berg gelungen ist, Gartenräume nicht nur zu gestalten, sondern mit ihrer Umgebung verschmelzen zu lassen. Dennoch funktioniere der Garten auch ohne seine Umgebung. Positiv hervorgehoben werden außerdem die konsequente Verwendung von Material und Pflanzen und die Herausarbeitung der Potenziale des Ortes. Der schönste Garten 2026 sei „ein Meisterwerk der Gelassenheit, in dem Landschaft und Mensch in Harmonie atmen.“