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Keine Lust auf den Glücksbringer?

Die besten Tipps gegen Klee im Rasen

Mann mit vierblättrigem Klee
Oft bleibt es nicht bei einem Exemplar: Wuchernden Klee im Rasen wieder loszuwerden, ist meist mit Arbeit verbunden.Foto: Getty Images

Für manche mögen sie als Glückspflanzen gelten, passionierte Hobbygärtner empfinden in der Grasnarbe wuchernde Kleeblätter in der Regel eher als lästiges Unkraut. myHOMEBOOK erklärt, wie Sie Klee im Rasen loswerden.

Er sieht schön aus und soll Glück bringen. Doch auf dem heimischen Rasen wollen viele lieber auf Klee verzichten. Doch wie kommt es dazu, dass sich das Trifolium, so der wissenschaftliche Name, im Rasen überhaupt ausbreitet?

Wenn sich Klee durch die Rasenfläche zieht, ist das immer ein Anzeichen dafür, dass dem Gras etwas fehlt. Vor dem Kampf gegen das Unkraut steht also die Ursachenforschung. Die häufigsten Gründe für Klee im Rasen sind: Trockenheit oder eine mangelhafte Nährstoffversorgung der Graswurzeln. Meist steht dem Boden nicht genügend Stickstoff zur Verfügung. Je nach Kleeart gibt es unterschiedliche Beseitigungsmethoden. Gegen Weißklee können Sie sich beispielsweise mit einer Vertikutier-Kur, regelmäßigem Mähen (zirka zweimal pro Woche auf 4 Zentimeter) und Bewässern zur Wehr setzen. So schwächen Sie das Wildkraut und der Rasen gewinnt wieder die Oberhand. Um hartnäckigere Kleearten wie Sauer- oder Hornklee zu entfernen, müssen Sie zu anderen Methoden greifen.

Klee im Rasen einfach wegdüngen

Um unerwünschtem Kleewuchs vorzubeugen, sollten Sie Ihre Grünfläche regelmäßig düngen – idealerweise im April, im Juni und im Oktober. Vorher müssen Sie das Gras mähen. Wichtig: Vier Zentimeter nicht unterschreiten! So hindern Sie das Unkraut am Keimen, bevor es in voller Blüte steht. Hat sich der Wildwuchs bereits im Rasen ausgebreitet, müssen Sie vor dem Düngen zum Vertikutierer oder Rechen greifen und die Kleenester samt Wurzel aus dem Boden stechen. Das kann je nach Härtegrad des Befalls unter Umständen sehr mühselig sein und auch wenn die Rasenfläche hinterher zunächst aussehen mag wie ein Schlachtfeld, lohnt sich die kleinteilige Arbeit. Damit später alles wieder gleichmäßig zusammenwächst, sollten Sie entstandene Rasenlöcher unverzüglich nachsäen und natürlich düngen. Gartenexperten empfehlen hierfür sogenanntes Hornmehl (2,5 Kilogramm ab 7,99 Euro bei Amazon). Das organische Düngemittel ist ein Naturprodukt und versorgt die Graswurzeln mit wichtigem Stickstoff. Pro Quadratmeter benötigen Sie etwa 60 bis 80 Gramm.

Den Klee hinters Licht führen

Eine weitere Möglichkeit zur Kleebekämpfung ist das Abdecken der Grünfläche durch eine undurchsichtige Plastikplane. Die Abdeckfolie entzieht dem Klee das Licht, das er zum Wachsen benötigt, und sorgt nach einigen Wochen schließlich dafür, dass er eingeht. Übrigens: Auch andere Unkräuter verschwinden, wenn man ihnen auf diese Weise das Sonnenlicht nimmt. Wie lange Sie die Plane über den Rasen spannen müssen, hängt unter anderem von den Bodenverhältnissen und der Schwere des Kleebefalls ab. In der Regel reichen maximal vier Wochen aus, um den Wildwuchs in die Schranken zu weisen. Zwar zieht der mehrwöchige Lichtentzug auch den Rasen in Mitleidenschaft, allerdings kann dieser sich anschließend schneller wieder davon erholen. Streuen Sie am besten zusätzlich neues Saatgut aus. Diese Methode der Kleebekämpfung eignet sich insbesondere für kleine Flächen – wer möchte schon seinen ganzen Rasen mit einer Plane bedecken – und speziell zur Entfernung von hartnäckigem Weißklee.

Eine schlechte Nachricht zum Schluss. Sollte Ihr Rasen nicht von Weißklee, sondern von Horn- oder Sauerklee befallen sein, hilft meist nur noch der komplette Austausch der betroffenen Stellen. Beide Kleesorten verbreiten sich unglaublich schnell. Bei kleineren Flächen lohnt es sich, die Stellen zu separieren und die befallenen Bereiche herauszutrennen. Hat sich der Klee schon über die gesamte Rasenfläche ausgebreitet, hilft meist nur noch das Abtragen des gesamten Rasens und der ersten Bodenschicht. Oder aber man freundet sich mit dem Klee an.

Chemische Unkrautvernichter? Lieber nicht!

Wer den Klee im Rasen schneller beseitigen will, kann sich natürlich auch im Fachhandel spezielle Pflanzenschutzmittel gegen Unkrautbefall holen – doch das sollten Sie besser sein lassen! Die darin enthaltenen Herbizide vernichten zwar den Klee sehr effektiv, doch die Mittel sind zum Teil auch schädlich für Tiere und andere Pflanzen.

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