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Trick aus dem Internet

Das passiert, wenn man Alufolie um Teelichter wickelt

Das Teelicht mit der rundum gleich hohen Alufolie wirkte zwar auf den ersten Blick heller, die Variante mit der nur einseitig erhöhten Folie lenkte das Licht jedoch gezielter nach außen
Das Teelicht mit der rundum gleich hohen Alufolie wirkte zwar auf den ersten Blick heller, die Variante mit der nur einseitig erhöhten Folie lenkte das Licht jedoch gezielter nach außen Foto: Franka Kruse-Gering / myHOMEBOOK
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

20. Oktober 2026, 6:14 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Teelichter gehören in vielen Haushalten zur Standardausstattung. Doch rund um die kleinen Kerzen kursieren zahlreiche Tricks und Kniffe. Einer davon: Manche wickeln Alufolie um ein Teelicht. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, hat einen ganz bestimmten Hintergrund. myHOMEBOOK hat es ausprobiert und beim Deutschen Feuerwehrverband nachgefragt, ob dieser Trick auch Sicherheitsrisiken birgt.

Warum wickeln manche Menschen Alufolie um ein Teelicht?

Im Internet stößt man immer wieder auf einen Trick, bei dem Alufolie um ein Teelicht gewickelt wird. Die Idee dahinter: Die von der Kerze abgegebene Wärme soll stärker gebündelt oder in den Raum zurückgestrahlt werden. Ob dadurch tatsächlich ein spürbarer Effekt entsteht, ist allerdings umstritten, bestätigt auf myHOMEBOOK-Nachfrage auch Frieder Kircher, Leiter des Ausschusses Brandschutzerziehung, Brandschutzaufklärung und Selbsthilfe vom Deutschen Feuerwehrverband. Neben einer möglichen Wärmereflexion versprechen sich Nutzer auch eine bessere Lichtausbeute, da die Alufolie einen Teil des Kerzenlichts reflektieren soll.

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myHOMEBOOK-Redakteurin hat es ausprobiert

Um den Effekt zu überprüfen, kamen im Selbsttest zwei unterschiedliche Aufbauten zum Einsatz. Zum einen wurde die Alufolie rund um das Teelicht auf allen Seiten gleich hoch angebracht. Zum anderen wurde die Folie nur hinter dem Teelicht erhöht, um das Licht gezielt nach vorne zu reflektieren und einen möglichen Einfluss auf die Wärmeabgabe zu beobachten.

Das haben wir festgestellt

Hinsichtlich der Wärmeentwicklung zeigte sich nach etwa 30 Minuten ein leichter Unterschied. Im direkten Vergleich war es bei den mit Alufolie umwickelten Teelichtern etwas wärmer als am identischen Teelicht ohne Folie. Der Effekt fiel jedoch vergleichsweise gering aus und dürfte im Alltag kaum deutlich wahrnehmbar sein.

Deutlicher fiel der Effekt beim Licht aus. Durch die reflektierende Oberfläche der Alufolie wurde ein Teil des Kerzenlichts zurückgeworfen, wodurch die unmittelbare Umgebung etwas heller wirkte. Besonders wirksam erwies sich dabei die Variante, bei der die Alufolie lediglich hinter dem Teelicht erhöht war. Sie reflektierte das Licht gezielter nach vorne und sorgte im Vergleich zur rundum gleich hohen Folie für die bessere Ausleuchtung. Zwar verwandelte sich das Teelicht dadurch nicht in eine starke Lichtquelle, im direkten Vergleich zum unbehandelten Teelicht war jedoch eine sichtbar bessere Ausleuchtung zu erkennen.

Besteht ein Sicherheitsrisiko?

Ein erhöhtes Brand- oder Sicherheitsrisiko erwartet Frieder Kircher bei dieser Anwendung nicht. Voraussetzung sei allerdings, dass die Konstruktion nach oben offen bleibt. „Die Wärme kann so nach oben weg, aber auch die durch die Reflexionen erwärmte Luft steigt nach oben weg, wenn oben offen ist“, erklärt der Brandschutzexperte. Ein gefährlicher Hitzestau sei dadurch nicht zu erwarten. Hinzu kommt, dass Alufolie selbst nicht brennbar ist. Ganz auf Vorsichtsmaßnahmen verzichten sollte man dennoch nicht: Kircher empfiehlt, Teelichter grundsätzlich auf einer nicht brennbaren Unterlage aufzustellen und niemals unbeaufsichtigt brennen zu lassen.

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