8. Oktober 2025, 10:58 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Das Reinigen von Badewanne und Dusche ist ein gängiger Schritt, der in der Putzroutine des Badezimmers nicht hinterfragt wird. Die Vorgehensweise hat jedoch optische und hygienische Auswirkungen. Fehler bleiben mit der Zeit also nicht unbemerkt. Worauf es beim Reinigen der Dusche und Badewanne zu achten gilt.
Feuchtigkeit, Seife und Kalk treffen in der Dusche und Badewanne nahezu täglich aufeinander. Um Ablagerungen zu entfernen, ist regelmäßiges Putzen wichtig. Unbewusst können sich dabei Fehler einschleichen, die langfristig mehr schaden als nützen. Matte Oberflächen, beschädigte Dichtungen und Schimmel können Folgen sein. myHOMEBOOK erklärt, welche Fehler man beim Reinigen der Dusche und Badewanne vermeiden sollte.
1. Falsche Reinigungsmittel
Hartnäckige Verschmutzungen und der Gedanke von vielen Bakterien und Keimen können schnell dazu verleiten, im Badezimmer besonders starke Mittel zu verwenden. Essigessenz, Chlorreiniger oder Scheuermilch können zwar – richtig eingesetzt – so manche Verschmutzung beseitigen, können aber auch Schaden anrichten. Insbesondere bei empfindlichen Oberflächen wie Acryl, Emaille oder Chrom gilt Obacht.
- Essig oder Zitronensäure nicht auf Silikon und Marmor verwenden. Die Hausmittel greifen das Material an.
- Scheuermilch sollte man nicht auf Acryl oder Glas anwenden, denn die feinen Schleifpartikel hinterlassen Kratzer. Die Oberfläche wird mit der Zeit stumpf und anfälliger für Kalkablagerungen.
- Chlorreiniger ist für extreme Verschmutzungen gedacht und sollte nicht in der normalen Putzroutine verwendet werden.
- Obacht gilt auch beim Mischen verschiedener Reinigungsmittel. Das kann zu chemischen Reaktionen führen, bei denen reizende oder giftige Dämpfe entstehen.
Die Materialhinweise der Hersteller geben Hinweise darüber, für welche Materialien die Reinigungsmittel geeignet sind. Im Zweifel sollte man milde Putzmittel für die regelmäßige Reinigung nutzen.
2. Silikonfugen nicht trocknen lassen
Rund um die Dusche und Badewanne findet man Silikonfugen. Sie dichten die Übergänge zwischen Fliesen, Glas und Wannenrändern ab und verhindern gleichzeitig, dass Wasser in die Zwischenräume eindringt. Um die Fugen langfristig intakt zu halten, ist es ratsam, sie nach dem Putzen, etwa mit einem Handtuch, richtig zu trocknen. Andauernde Feuchtigkeit führt zu Schimmel. Insbesondere warme und schlecht belüftete Badezimmer bieten die idealen Bedingungen für Bakterien und Keime, um sich zu vermehren. Daher gilt hier: Lüften nicht vergessen! Die Türen der Dusche sollten hierbei offen sein.
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3. Chemische Reinigungsmittel mit heißem Wasser mischen
Bei verschiedenen Putzaufgaben ist heißes Wasser nicht nur hilfreich, sondern auch notwendig. Etwa, um beim Wäschewaschen Keime und Bakterien abzutöten. Beim Putzen der Dusche kann es jedoch zu einem Fehler werden. Nutzt man zum Reinigen von Duschwanne, Armatur und Duschkabine chemische Reinigungsmittel wie Chlorreiniger, kann heißes Wasser Dämpfe erzeugen.
Treten die starken Wirkstoffe der Reiniger auf, zu denen neben Chlor auch Ammoniak und Säuren zählen können, verändern sich ihre chemischen Eigenschaften. Durch die Hitze finden die chemischen Reaktionen, durch die sich die Form von Flüssig in Gasförmig wandelt, besonders schnell und stärker statt. Solche reizenden oder giftigen Dämpfe können Augen, Haut und Atemwege reizen. Teilweise verlieren die Reinigungsmittel so auch ihre reinigende Wirkung. Zudem können die zu reinigenden Materialien beschädigt werden.
Eine sichere Alternative ist es, kaltes oder lauwarmes Wasser und mildere Reiniger zu verwenden. Außerdem sollte man immer die Herstellerhinweise auf dem Etikett durchlesen. Hier wird meist ausdrücklich darauf hingewiesen, ob man das Reinigungsmittel mit heißem Wasser verwenden darf.
4. Keine regelmäßige Pflege
Die Dusche und die Badewanne zählen zu den am stärksten beanspruchten Bereichen im Haushalt. Wasser, Seife, Kalk, abgewaschener Schmutz und Haare sammeln sich hier. Ohne eine regelmäßige Pflege bilden sich Rückstände, die schwieriger zu entfernen sind.
Wasserreste an der Glaswand einer Dusche sollte man nach jeder Nutzung mit einem Abzieher entfernen. Mindestens einmal in der Woche sollte die Dusche oder Badewanne dann komplett gereinigt werden. Den Abfluss nicht vergessen: Hier sammeln sich Haare, die mit der Zeit zu Verstopfungen führen können – wenn man sie nicht regelmäßig entfernt.

