27. Oktober 2025, 5:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Das Saugen und Wischen der Böden zählen zu den regelmäßig anfallenden Tätigkeiten im Rahmen der wöchentlichen Reinigung. Wer hierbei nicht richtig vorgeht, kann jedoch letztlich mehr Arbeit erzeugen. Welche Fehler man beim Reinigen des Bodens vermeiden sollte, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel.
Oft sind es die scheinbar einfachsten Aufgaben, bei denen sich schwerwiegende Fehler einschleichen. Das liegt vielleicht daran, dass man so überzeugt von der eigenen Routine ist, dass man sie nicht hinterfragt. Obwohl es sich manchmal nur um Kleinigkeiten handelt, die im ersten Moment keine Tragkraft haben, können sie summiert mit der Zeit dennoch große Schäden anrichten. Eine von diesen Aufgaben ist das Reinigen des Bodens, auch hier können Fehler passieren.
1. Aggressive Reinigungsmittel
Ein starkes Reinigungsmittel bedeutet nicht, dass der Fußboden automatisch sauberer wird. Insbesondere bei empfindlichen Böden wie geölten Massivholzparkettböden sind aggressive Reinigungsmittel nicht zu empfehlen. Sie entfernen nämlich nicht nur den Schmutz, sondern greifen zusätzlich die Oberfläche an. Das kann zu Schäden führen, die teilweise irreparabel sind. Säurehaltige Mittel, wie Essigessenz oder Zitronensäure greifen Naturstein wie Kalkstein und Marmor an. Alkoholhaltige Mittel sollten nicht auf Kunststoffböden verwendet werden.
Um den Boden zu reinigen, ohne ihn zu beschädigen, genügen oft milde Reiniger. Jedes Material hat seine eigenen Anforderungen. Entsprechend gilt es, das Reinigungsmittel anzupassen.
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2. Zu nass wischen
Zum Wischen des Bodens benötigt man neben Mopp und Putzmittel auch Wasser. Dadurch kann man effektiv den Schmutz lösen und entfernen. Doch Obacht: Insbesondere bei Holzböden sollte man den Wischmopp gut auswringen. Zu viel Feuchtigkeit schadet dem Holz. Das Material nimmt die Flüssigkeit auf und kann mit der Zeit quellen. Das kann man auch sehen. Die Holzdielen verbiegen sich, da sie durch das Aufquellen mehr Platz benötigen.
Die Reparatur von aufgequollenem Holzboden ist aufwendig und oft kostspielig, wenn es ein Profi übernimmt. Dennoch muss es sein, denn der Boden kann im schlimmsten Fall sogar beginnen zu schimmeln.
3. Auf die Technik kommt es an
Stärker, härter, weiter – bitte nicht! Beim Bodenwischen ist hartes Schrubben nicht angebracht. Eine falsche Wischtechnik kann dazu führen, dass der Schmutz in den Boden eingearbeitet wird. Insbesondere bei Fußböden mit Struktur reibt man den Dreck ein, anstatt ihn zu entfernen. Besser ist ein leichter Druck in Richtung der Holzmaserung.
Es kommt eben ganz auf die Technik an. Ein weiterer Fehler ist es, den Boden in Kreisen zu wischen. Auf diese Weise verteilt man den Schmutz auf dem Boden und hinterlässt unter Umständen unansehnliche Schlieren. Besser ist: in Bahnen wischen. Dabei fängt man in der hintersten Ecke des Raums an und arbeitet sich bis zur Tür vor. Zwischendurch den Mopp regelmäßig ausspülen und gegebenenfalls auch das Wischwasser wechseln.
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4. Heißes Wasser
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen großen Effekt haben. Das ist zum Beispiel der Fall bei der Temperatur des Wischwassers. Man könnte meinen, dass warmes oder heißes Wasser beim Bodenwischen besonders effektiv ist, um Schmutz und Dreck zu lösen. Tatsächlich ist das aber ein Fehler und man sollte den Boden anders reinigen. Besser ist kaltes Wasser. Es verdunstet nicht so schnell wie warmes Wasser. Dadurch kann man unansehnliche Streifen beim Wischen vermeiden.
Bonus: Mit Schuhen in die Wohnung
Hierzulande ziehen sich die meisten Menschen beim Betreten einer Wohnung die Schuhe aus. Dennoch kann es vorkommen, mit den Straßenschuhen schnell durchzuhuschen, etwa weil man etwas vergessen hat. Das Problem hierbei ist, dass man Schmutz und Steine im Haus verteilt. Wird der Dreck nicht gründlich beseitigt, wirkt er auf dem Boden wie Schmirgelpapier. Jeder Schritt und jede Moppbewegung hinterlassen dadurch Kratzer, die mit der Zeit einen stumpfen oder mattierten Boden hinterlassen.
Um den Boden in der Wohnung davor zu schützen, sollte man Fußmatten am Eingang platzieren. Zudem lohnt es sich, regelmäßig und gründlich staubzusaugen – insbesondere vor dem Bodenwischen.

