9. September 2025, 16:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Müffelnde, harte oder dünne Handtücher können die Folge von typischen Fehlern beim Reinigen sein. Doch wie geht man richtig vor und wie oft sollte man Handtücher aus dem Badezimmer und der Küche wirklich waschen?
Warme und feuchte Umgebungen bieten ideale Bedingungen für Bakterien – und genau diese finden sie in Handtüchern, ob im Badezimmer oder in der Küche. Durch Lebensmittelreste, Hautschuppen und Haare werden Handtücher zudem schnell zu einem echten Paradies für Keime. Umso wichtiger ist es daher, sie regelmäßig und richtig zu waschen. Reinigungsexpertin Julia Horti vom Reinigungsportal Helpling hat die wichtigsten Dos und Don’ts für die Handtuchpflege zusammengestellt.
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6 Fehler beim Reinigen von Handtüchern
1. Fehler: Handtücher zu selten austauschen
Nach dem Händewaschen kommt das Handtuch zum Einsatz. Das Problem dabei ist, dass man nicht immer alle Bakterien gründlich von den Händen abgewaschen hat und sie beim Abtrocknen dann im Handtuch verteilt. In den feuchten Baumwollfasern fühlen sich die Mikroorganismen besonders wohl, daher empfiehlt die Reinigungsexpertin: „Tauschen Sie alle Handtücher, egal ob im Bad oder in der Küche, mindestens einmal in der Woche aus.“
2. Fehler: Handtücher falsch trocknen
Ausgebreitete Handtücher nehmen Platz weg, den viele im Bad nicht haben. Einige legen ihre feuchten Handtücher daher lieber zusammen und stapeln sie übereinander – das spart Platz, bietet aber aufgrund der gestauten Feuchtigkeit die perfekten Bedingungen für Bakterien und Keime. Daher sollte man die Handtücher immer ausgebreitet zum Trocknen aufhängen.
3. Fehler: Handtücher falsch reinigen
Der 40-Grad-Waschgang reicht nicht aus, um Bakterien in Handtüchern zu vernichten. Nur wer seine Handtücher bei 60 Grad reinigt, tötet die Keime wirklich ab.
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4. Fehler: Zu wenig Handtücher in der Küche
In vielen Haushalten hängt ein Handtuch zum Abtrocknen von Geschirr und Händen in der Küche. Ein Fehler laut Horti, denn man sollte für beides unbedingt unterschiedliche Handtücher verwenden. In einer Studie wurden Geschirrtücher auf Bakterien untersucht – dabei wurden auf 89 Prozent der Tücher krankheitserregende Darm-Bakterien festgestellt. Nutzt man ebendieses Handtuch sowohl für Hände als auch für Geschirr, verteilt man die Keime auf dem frischen Geschirr und geht das Risiko ein, krank zu werden.
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5. Fehler: Ein Handtuch für alle Körperregionen
Ein Handtuch reicht nicht aus, um sich nach dem Duschen Kopf, Körper sowie Gesicht abzutrocknen. Für jede Körperregion sollte man ein eigenes Handtuch verwenden, denn nur so reibt man sich nicht unwissentlich Bakterien wie Darmkeime ins Gesicht.
6. Fehler: Handtücher mit anderen teilen
Leben mehrere Personen in einem Haushalt, sollte jede von ihnen ein eigenes Handtuch für Körper, Kopf und Gesicht haben. Die Erklärung: Jeder Mensch hat eine eigene sogenannte Hautflora, und die kann durch Bakterien von anderen Körpern gestört werden. Wenn man die Handtücher nach Gebrauch außerdem nicht richtig reinigt, verteilt man die Bakterien untereinander und erhöht damit das Risiko einer Erkrankung.
Wann sollte man Handtücher entsorgen?
Solange Handtücher noch Feuchtigkeit aufnehmen, kann man sie bedenkenlos verwenden. „Sollte das Handtuch dünner werden und die Fasern an Struktur verlieren, ist es erst Zeit, es wegzuwerfen“, erklärt die Expertin.