17. November 2025, 14:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
In den kalten Herbst- und Wintermonaten schätzen sich Kamin- und Ofenbesitzer glücklich. An einem flackernden Feuer können sie ihre Füße wärmen und dem Knistern lauschen. Doch auch ein Kamin oder Ofen muss gepflegt werden. Neben dem Brennraum selbst sammelt sich mit der Zeit Ruß an der Glasscheibe der Brennraumtür. Hier fällt der Schmutz besonders schnell auf. Um die Glasscheibe am Kamin zu reinigen, kann man ein Produkt nutzen, das in der Regel schnell weggeschmissen wird.
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Glasscheibe am Kamin reinigen – so geht’s!
Um Ruß und andere Ablagerungen an der Kaminscheibe zu entfernen, kann man ein Wegwerfprodukt nutzen, das viele bereits im Haus haben. Die Rede ist von altem Zeitungspapier. Bevor es also im Müll landet, kann man mit ihm alten Ruß von der Kaminscheibe entfernen. Hierfür einfach das Papier leicht anfeuchten und in die abgekühlte, weiße Holzasche im Kamin tauchen. Anschließend wirkt es wie ein Schleifmittel auf der Glasscheibe und entfernt Ruß effektiv.
Sicherheitshinweis: Den Kamin oder Ofen sollte man erst reinigen, wenn dieser vollständig abgekühlt ist. Auf diese Weise schont man das Glas und die eigene Haut.
Als Alternative kann man auch eine Reinigungspaste aus Essig und Backpulver erstellen. Die zähflüssige Paste kann man direkt auf die verrußten Stellen der Kaminscheibe auftragen. Kurz einwirken lassen und anschließend mit einem feuchten Schwamm abwischen. Durch die chemische Reaktion sowie die fettlösenden und leicht schmirgelnden Eigenschaften von Essig und Backpulver sind die Hausmittel ein besonders effektives Reinigungsmittel – auch im Kamin.
Wieso wird die Kaminscheibe schwarz?
Mit der Zeit kann es sein, dass sich Ruß, Asche und unverbrannte Rückstände auf der Glasscheibe absetzen. Das passiert recht häufig und kann verschiedene Ursachen haben. In den seltensten Fällen ist ein wirklicher Defekt verantwortlich. Am besten überprüft man folgendes:
- Luftzufuhr: Erhält der Kamin zu wenig Verbrennungsluft, etwa durch eine falsche Einstellung der Luftklappen, kann das Holz nicht vollständig verbrennen. Es entsteht dunkler Rauch, der sich an der Scheibe absetzt. Es kann bereits helfen, die Luftzufuhr während der Anheizphase weit zu öffnen. Erst wenn das Feuer kräftig brennt, kann man die Zufuhr drosseln.
- Brennholz: Nicht jedes Holz eignet sich, um im Kamin verbrannt zu werden. Insbesondere feuchtes Holz führt zu einer unvollständigen Verbrennung. Durch die Hitze verdampft Wasser, wodurch die Brenntemperatur gesenkt wird. Der dabei entstehende Ruß und Teer setzen sich auch an der Scheibe ab. Es ist also wichtig, darauf zu achten, trockenes und naturbelassenes Holz zu verwenden.
- Anzündeverhalten: Zündet man das Feuer von unten an, entstehen viele unverbrannte Gase, die an der kalten Scheibe kondensieren. Besser ist es, das Feuer von oben anzuzünden. Dabei das Holz so stapeln, dass unten große Holzscheite liegen und oben kleinere mit der Anzündewolle oder -würfeln.
- Schornstein: Ist der Schornstein verschmutzt, können die Rauchgase nicht richtig abziehen. Der Schornsteinfeger kann in diesem Fall weiterhelfen, um ihn zu reinigen und überprüfen zu lassen.