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Keimende Zwiebeln nicht gleich entsorgen

keimende Zwiebel
Ehe man sich versieht, keimen die Zwiebeln Foto: Getty Images / iStock / Getty Images Plus
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

5. März 2026, 13:41 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer kennt es nicht: Die Zwiebel liegt schon länger herum und fängt an zu keimen. Die meisten entsorgen sie dann einfach. Doch keimende Zwiebeln sind anders als keimende Kartoffeln nicht giftig und müssen daher nicht direkt in der Biotonne landen. myHOMEBOOK erklärt, wofür man sie noch verwenden kann.  

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Keimende Zwiebeln sind kein Grund zur Sorge

Im Gegensatz zu Kartoffeln, die beim Keimen das giftige Solanin bilden, stellen austreibende Zwiebeln kein Gesundheitsrisiko dar. Darauf weist die Initiative „Zu gut für die Tonne“ hin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Zwiebeln noch fest und trocken sind. Werden Zwiebeln hingegen weich, riechen faulig oder zeigen dunkle Stellen – typische Anzeichen für Schimmelbefall –, ist Vorsicht geboten. In solchen Fällen sollte man sie entsorgen.

Den austreibenden Keim der Zwiebel kann man ebenso verwenden. Frisch und knackig kann er Salate oder Butterstullen aufpeppen.

Zwiebeln nicht neben Kartoffeln lagern

Ein häufiger Fehler bei der Lagerung: Zwiebeln und Kartoffeln teilen sich denselben Aufbewahrungsort. Davon raten Experten ab. Zwiebeln nehmen Feuchtigkeit von den Kartoffeln auf und beginnen dadurch schneller zu faulen. Umgekehrt keimen Kartoffeln rascher, wenn sie in direkter Nähe zu Zwiebeln gelagert werden.

Optimal ist es, beide getrennt in einem kühlen, dunklen und gut belüfteten Raum – etwa einem Keller – aufzubewahren. Falls kein Keller vorhanden ist, empfiehlt sich ein lichtgeschützter Behälter mit Luftlöchern an einem möglichst kühlen Ort.

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Reste von Zwiebeln für den Pflanzenschutz verwenden

Zwiebelsud ist ein altbewährtes Hausmittel im Garten, das ganz ohne Chemie hilft, Blattläuse, Pilze und andere Pflanzenschädlinge zu vertreiben. Dafür lassen sich auch ältere Zwiebeln verwenden. Die enthaltenen Schwefelverbindungen wirken leicht desinfizierend und abschreckend – und das völlig umweltfreundlich.

Das benötigt man:

  • 2–3 große Zwiebeln (oder eine gute Handvoll Zwiebelschalen)
  • 1 Liter Wasser
  • Einen Topf, ein Sieb und eine Sprühflasche

So geht’s:

  • Die Zwiebeln grob hacken oder nur die Schalen verwenden.
  • Alles in 1 Liter Wasser geben und etwa 30 Minuten köcheln lassen.
  • Den Sud abkühlen lassen und durch ein feines Sieb oder Tuch filtern.
  • In eine Sprühflasche füllen und auf die betroffenen Pflanzen sprühen – vorzugsweise morgens oder abends.

Auch interessant: Mit diesem Trick lassen sich Zwiebeln leichter schälen

Tipp: Karamellisierte Zwiebelringe aus Resten

Auch bereits angeschnittene oder halbierte Zwiebeln müssen nicht in den Müll. Aus ihnen lassen sich zum Beispiel aromatische, karamellisierte Zwiebelringe zubereiten.

Dazu werden die übrig gebliebenen Zwiebeln zunächst geschält und in dünne Ringe geschnitten. In einer Pfanne wird Öl erhitzt, die Zwiebelringe werden separat hineingegeben. Nach dem Dünsten etwas Zucker über die Zwiebeln streuen und unter Rühren karamellisieren lassen. Abschließend mit etwas Wein oder Gemüsebrühe ablöschen, bis die Flüssigkeit vollständig verdampft ist.

Mit Material der dpa

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