24. Februar 2026, 10:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Riecht es aus dem Abfluss der Küchenspüle unangenehm, kann das an Ablagerungen von Lebensmitteln, Fett und Seifenresten liegen. Um den Geruch zu entfernen und eine Verstopfung zu lösen, kann man zu einem Hausmittel greifen, das fast jeder zu Hause hat: Salz.
Mit Salz einen verstopften Abfluss reinigen
Das Reinigen des Abflusses mit Salz ist besonders einfach und in wenigen Schritten erledigt:
- Zunächst füllt man etwa eine halbe Tasse grobes Salz direkt in den Abfluss.
- Danach gießt man heißes, aber nicht kochendes Wasser langsam hinzu. Das löst eine chemische Reaktion aus, die die Ablagerungen beseitigt.
- Nun heißt es warten – mindestens eine halbe Stunde oder besser noch über Nacht. Man sollte dem Salz ausreichend Zeit zum Einwirken geben.
- Zum Schluss spült man mit heißem Wasser nach, sodass alle gelösten Ablagerungen entfernt werden.
Übrigens: Bei besonders hartnäckigen Ablagerungen kann man Salz mit einem weiteren effektiven Hausmittel kombinieren. Neben dem Salz einfach etwas Essig in den Abfluss gießen und die Spüle anschließend sofort mit dem Stopfen verschließen. Alternativ kann man Salz auch mit drei Esslöffeln Backpulver oder Natron mischen.
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Warum ist Salz effektiv gegen Verstopfungen im Abfluss?
Nicht nur beim Kochen ist Salz nützlich, sondern auch beim Reinigen im Haushalt. Salz ist dafür bekannt, Gerüche effektiv zu binden, sei es im Kühlschrank, im Schuhschrank oder im Abfluss. Die Struktur der Salzkristalle ermöglicht es, besonders gut Wasser aufzunehmen und zu binden. Das nennt man Hygroskopie. Feuchtigkeit trägt in der Regel Geruchsmoleküle. Nimmt das Salz die Feuchtigkeit auf, werden auch die Geruchsmoleküle aufgenommen und gebunden. Dadurch wird der Geruch neutralisiert oder zumindest deutlich reduziert.
Bei einem stinkenden, verstopften Abfluss reicht es jedoch nicht aus, nur den Geruch zu beseitigen. Auch beim Lösen der Ablagerungen kann Salz helfen – auf zweierlei Weise. Zum einen entsteht eine chemische Reaktion, die durch heißes Wasser verstärkt wird. Dadurch können die Ablagerungen aufgeweicht und gelöst werden.
Zum anderen besteht die Kristallstruktur des Salzes aus kleinen, festen und kantigen Körnern. Diese wirken abrasiv, also wie ein leichtes Scheuermittel, wenn sie mit Oberflächen oder Ablagerungen in Kontakt kommen. Wenn man Salz in den Abfluss gibt, können die groben Körner beim Nachspülen mechanisch dabei helfen, Schmutz oder Ablagerungen abzureiben und zu lösen, ähnlich wie ein Scheuerschwamm, nur auf viel kleinerer Ebene.

