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Wie die Zehn-Minuten-Methode beim Putzen der Wohnung hilft

Eine Regelmäßigkeit beim Reinigen der Wohnung kann die Putzroutine erleichtern
Eine Regelmäßigkeit beim Reinigen der Wohnung kann die Putzroutine erleichtern Foto: Getty Images
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Lena Hackauf
myHOMEBOOK-Redaktion

27. Januar 2026, 17:15 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Mit dem Putzen und Aufräumen der eigenen Wohnung kann man viel Zeit verbringen. Etwas gibt es immer zu tun, sodass es manchmal überfordernd sein kann, neben dem alltäglichen Trubel mit dem Haushalt hinterherzukommen. Die Zehn-Minuten-Methode soll in diesem Fall helfen.

Ein Putzplan ist ideal, um alle Aufgaben strukturiert abzuarbeiten, ohne etwas zu vergessen. Neben einer sinnvollen Aufteilung sind auch die Zeitfenster entscheidend, in denen man besagte Bereiche reinigt. Viele nehmen sich einen wöchentlichen Großputz der gesamten Wohnung vor: Küche, Badezimmer sowie Wohn- und Schlafbereich werden gewissermaßen in einem Wisch erledigt. Der Vorteil hierbei: Die restliche Woche kann man die Füße hochlegen, ohne ans Putzen zu denken. Ein Nachteil: Steht ein großer Aufgabenberg zuvor, kann das die Motivation einbüßen. Um ohne Überforderung zu putzen, hat die US-amerikanische Haushaltsexpertin und Autorin Becky Rapinchuk, im Internet auch als „Clean Mama“ bekannt, die Simply-Clean-Methode entwickelt.

Das besagt die Simply-Clean-Methode

Bei der Simply-Clean-Methode handelt es sich um eine Aufräum- und Putzstrategie, bei der man sich täglich Zeit nimmt, um eine Aufgabe zu erledigen. Sie wird von Rapinchuk auch Zehn-Minuten-Methode genannt. Die Devise lautet nämlich, sich täglich nur zehn Minuten einzuräumen, um eine kurze Putzeinheit einzulegen. Als berufstätige Mutter hat Rapinchuk die Vorgehensweise entwickelt, um große, stressige Putzaktionen zu ersetzen, aber dennoch den Haushalt konstant sauber zu halten.

Nur eine Aufgabe oder einen Bereich putzen

Um die Simply-Clean-Methode erfolgreich umzusetzen, kann man sich an den folgenden Schritten orientieren:

  1. Zunächst einen Timer auf zehn Minuten stellen.
  2. Anschließend wählt man eine Aufgabe oder einen Bereich, um den man sich kümmern möchte. Je klarer die Aufgabe abgegrenzt ist, desto besser. Wichtig ist auch, dass man sich etwas aussucht, das auch wirklich in der Zeit zu schaffen ist. Halb erledigte Aufgaben können innere Unruhe und Stress, der durch die Hausarbeit entstehen kann, vergrößern. Zudem sollte man die Finger von Multitasking und Raumwechseln lassen. Besser sind To-dos wie Papierkram sammeln, Badoberflächen putzen oder Küche aufräumen.
  3. Beim Putzen selbst ist eine sichtbare Verbesserung das Ziel. Perfektion oder eine Grundreinigung sind hingegen nicht erstrebenswert, da sie in der Zeit nicht zu schaffen wären und daher nur neuen Stress produzieren. Statt also das ganze Bad zu putzen, sich nur auf das Waschbecken und den Spiegel konzentrieren.
  4. Sind die zehn Minuten um und der Timer klingelt, hört man auf. Das ist das Kernprinzip der Methode. Dadurch bleibt das Putzen emotional leicht und es entsteht kein Frust, sodass es am nächsten Tag leichter fällt, eine neue Aufgabe anzuhaken.
  5. Optional: Wurde die Motivation zum Putzen erst einmal geweckt, dann kann man natürlich auch bei dieser Methode fortfahren. Hat man die Zeit und die Energie, kann man mehrere Zehnminutenrunden einlegen – mit Pausen dazwischen.

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Warum die Methode funktioniert

Die Technik bietet einen klaren und kleinen Zeitrahmen zum Putzen und Aufräumen der Wohnung. Dadurch sinkt die mentale Hürde, denn zehn Minuten kann man gut einbauen. Gleichzeitig erledigt man dennoch etwas von der nicht enden wollenden Aufgabenliste des Wohnungsputzes. Man merkt schnell: Obwohl es nur zehn Minuten waren, hat man dennoch etwas geschafft. Ein schnelles Erfolgserlebnis fühlt sich gut an.

Zudem fördert die Methodik eine Routine beim Putzen, wodurch man das Aufschieben des Putzens umgeht. Immerhin sind es stets überschaubare Aufgaben, die man sich vornimmt.

Ähnliche Methoden gab es auch schon vor der Simply-Clean-Methode

Alltagstaugliche Putzmethoden, die darauf setzen, täglich kleine Aufgaben im Haushalt zu erledigen, sind keine neue Erfindung. Ähnlich vor der Simply-Clean-Methode gab es vergleichbare Ansätze: So arbeiten etwa die FlyLady-Methode von Marla Cilley, die Pomodoro-Technik von Francesco Cirillo oder der minimalistische „One-Thing-at-a-Time“-Ansatz mit kurzen, pragmatischen Routinen. Allen gemeinsam ist das Grundprinzip, große Aufgaben bewusst in kleine, überschaubare Schritte zu zerlegen, um mentale Überforderung zu vermeiden.

Am Ende geht es weniger um neue Methoden als um alte Einsichten: Ordnung entsteht durch kleine, machbare Etappen. Die Simply-Clean-Methode reiht sich damit in eine lange Tradition pragmatischer Haushaltskonzepte ein.

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