8. September 2025, 17:40 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn Hunde über den nassen Boden tapsen oder Katzen neugierig an Putzmitteln schnüffeln, kann das schnell gefährlich werden. Denn was für Menschen harmlos erscheint, kann für Tiere giftig sein. Wie Haustierbesitzer ihre vier Wände hygienisch sauber halten und tierfreundlich putzen, erfahren Sie hier.
Gefährliche Inhaltsstoffe in Reinigern vermeiden
Ob Futterreste auf dem Boden oder lose Fellbüschel auf dem Sofa: Im Haushalt mit Tieren wird häufiger geputzt. Um tierfreundlich zu putzen, sollte man allerdings auf die richtige Auswahl der Reinigungsmittel achten. Denn viele gängige Putzmittel enthalten Substanzen, die für Tiere problematisch sein können. Vor allem Mittel mit Bleichzusätzen oder intensiven Duftstoffen sind kritisch. Schnüffeln oder lecken Hund, Katze oder Kleintier daran, kann es zu Vergiftungen kommen.
Auch spezielle Inhaltsstoffe bergen Risiken: In Reinigern mit Salmiaklösung kann Ammoniak freigesetzt werden – das ist insbesondere für Amphibien und Fische potenziell gefährlich. Zudem reizen Duftöle oder Raumsprays die empfindlichen Atemwege vieler Haustiere, vor allem bei Ziervögeln.
Sichere Aufbewahrung und natürliche Alternativen
„Reinigungsmittel sollten immer außerhalb der Reichweite von Heimtieren aufbewahrt werden“, mahnt Selina Schlierenkamp vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF). Sie empfiehlt stattdessen natürliche Hausmittel wie Essig, Natron oder Zitronensaft sowie spezielle, haustierfreundliche Produkte aus dem Zoofachhandel.
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Muss dennoch ein chemischer Reiniger zum Einsatz kommen, sollte das Tier währenddessen nicht im Raum bleiben. Nach dem Putzen ist es zudem wichtig, alle Flächen gründlich mit Wasser abzuwischen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Tiere chemische Rückstände mit den Pfoten aufnehmen und später ablecken.
Zwei Methoden, um Tierhaare in der Wohnung zu entfernen
Das braucht eine Wohnung, um tierfreundlich zu sein
Zubehör gründlich und schonend reinigen
Tierhaare lassen sich effektiv mit einer Fusselbürste oder dem Staubsauger entfernen. Bei hartnäckigeren Verunreinigungen, wie Flecken von Urin, Kot oder Erbrochenem, empfiehlt sich der Griff zu speziellen Reinigern aus dem Zoofachhandel – sie beseitigen nicht nur Schmutz, sondern neutralisieren auch unangenehme Gerüche zuverlässig.
Auch bei der Pflege des Tierzubehörs ist Hygiene wichtig: Fressnäpfe sollten täglich mit heißem Wasser gespült werden. Spielzeug oder Näpfe können mit milder Seifenlösung gereinigt und anschließend gründlich abgespült werden. Schlafplätze wie Körbchen oder Decken gehören regelmäßig in die Waschmaschine – idealerweise mit einem parfümfreien Waschmittel, denn „weil viele Heimtiere einen ausgeprägten Geruchssinn haben“, so Schlierenkamp.
Stressfreies Putzen für Hund und Katze
Was für Menschen nach Ordnung klingt, bedeutet für viele Tiere Stress: Staubsaugerlärm, das Rütteln an Möbeln oder das Ausschütteln von Kissen empfinden besonders sensible Tiere als belastend. Daher sollten Halter ihren Vierbeinern während des Putzens einen ruhigen Rückzugsort in einem anderen Zimmer anbieten – so bleiben die Nerven geschont und der Haushalt sauber.
Mit Material der dpa

