28. Dezember 2025, 4:23 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel soll man keine Wäsche waschen oder aufhängen – so will es ein alter Brauch. Der Grund dahinter hat allerdings wenig damit zu tun, dass man die Festtage genießen soll. Laut einem alten Aberglauben würde Schlimmes drohen, wenn man in dieser Zeit seine Wäsche wäscht. myHOMEBOOK erklärt, was hinter diesem Brauch steckt.
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Die Rauhnächte zur Wintersonnenwende
Die Nächte rund um den Jahreswechsel zählen zu den längsten des Jahres. Sie werden als Rauhnächte oder Rauchnächte bezeichnet. Traditionell wurden in der Zeit Häuser und Ställe mit Weihrauch ausgeräuchert, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Häufig sind mit Rauhnächten zwölf Tage gemeint – sechs vor der Wintersonnenwende am 21. Dezember und sechs danach.
Der Mythos um die Wilde Jagd
Am Himmel findet laut der Legende eine sogenannte „Wilde Jagd“ statt – die Seelen der Toten sollen dabei gemeinsam mit Geistern und Dämonen über den Himmel hetzen. Der Mythos besagt, dass sogenannte wilde Reiter durch die Nacht galoppieren. Der Legende nach ist nicht das Wäschewaschen zwischen Weihnachten und Neujahr das Problem, sondern das Aufhängen. Denn die wilden Reiter könnte etwa die Bettlaken und Wäsche stehlen. Im Folgejahr würden sie diese dann als Leichentuch für ein Mitglied des Hauses verwenden.
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Außerdem könnten sich die wilden Reiter in der aufgespannten Wäscheleine verfangen – das würde sie wiederum wütend machen. Und ihr Zorn könnte sich dann gegen die ganze Familie richten. Besonders junge Frauen sollen dem Aberglauben nach auf keinen Fall zwischen Weihnachten und Neujahr weiße Wäsche aufhängen. Denn davon könnten die wilden Reiter angelockt werden. Verführt von den weißen Laken, würden sie dann über die jungen Frauen herfallen – so der Mythos. Wer also an alte Legenden glaubt, sollte das Wäschewaschen zwischen Weihnachten und Neujahr besser sein lassen.