Beim Wäschewaschen gibt es ganz klare Regeln. Farben trennt man, feine Stoffe werden schonend gewaschen und das Waschmittel wird passend dosiert. Bei einer Frage scheiden sich allerdings die Geister: Sollte man Wäsche vor dem Aufhängen ausschütteln?
Die einen schütteln frische Wäsche ganz selbstverständlich kräftig aus, andere hängen Hemden, Shirts und Hosen lieber direkt auf. Dabei kann der zusätzliche Handgriff durchaus beeinflussen, wie glatt die Kleidung später von der Leine kommt. myHOMEBOOK sprach dafür mit dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) und hakte nach, welche Rolle das Ausschütteln für knitterfreie Wäsche spielt.
Das Ausschütteln von frisch gewaschener Wäsche ist grundsätzlich empfehlenswert. Dr. Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) erklärt dazu, dass das Ausschütteln dabei helfe, einige Falten zu glätten. Textilien aus Baumwolle oder Leinen könne man zusätzlich leicht glatt ziehen. Die Ärmel von Hemden und Blusen ließen sich auf diese Weise in Form bringen, so Glassl. Bei Kleidungsstücken aus Wolle ist dagegen Vorsicht gefragt. Wolltextilien sollte man nicht ausschütteln, sondern lediglich etwas zurechtziehen, empfiehlt der Experte.
Was man für knitterfreie Wäsche noch beachten sollte
Wer Knitterfalten vermeiden möchte, kann bereits beim Waschen einiges beachten. Die richtigen Einstellungen beim Waschen sind entscheidend. „Je höher die Schleuderdrehzahl und je voller beladen die Waschmaschine ist, desto stärker verknittert werden die Textilien, aber desto geringer ist der Restwassergehalt“, erklärt Dr. Bernd Glassl. Da einige Textilien jedoch bei hoher Drehzahl gewaschen werden, sollte man zumindest darauf achten, die Waschmaschine nach dem Waschgang zügig zu leeren. „Je länger die Textilien verknüllt in der Maschine liegen, vielleicht sogar antrocknen, desto hartnäckiger werden die Knitterfalten“, so der Experte.
Auch beim Trocknen der Wäsche sollte man einige Punkte beachten, um Knitterfalten zu vermeiden. Nach dem Ausschütteln und Glattziehen hängt man Oberteile wie Hemden, Blusen oder T-Shirts am besten auf einen Kleiderbügel. Auch ein wenig Abstand zwischen den einzelnen Textilien erleichtert das Trocknen. Wer die Möglichkeit hat, seine Kleidung im Freien zu trocknen, sollte sie nutzen. Besonders wenn es draußen etwas windig ist, kann sich das positiv auf mögliche Knitterfalten auswirken. Ein weiterer Vorteil: Das Trocknen im Freien schont zusätzlich die Fasern und spart Energiekosten.
„Wer häufig reist, kennt das Problem womöglich: Besonders knitteranfälligen Kleidungsstücken wie Blusen bekommt der Transport im Koffer meistens nicht gut. Es gibt aber einen guten Hack, um sie wieder glatter zu bekommen: Wer in einem Hotel übernachtet, das über eine größere Dusche verfügt, kann das Kleidungsstück auf einem Bügel in die Dusche hängen. Wenn man duschen geht, kann der aufsteigende Wasserdampf kleinere Fältchen glätten.“
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