7. Dezember 2025, 6:52 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer regelmäßig Yoga praktiziert, stellt schnell fest: Die Matte ist ein stiller Begleiter durch viele intensive Übungen und wird dabei nicht selten ordentlich beansprucht. Schweiß, Hautkontakt und gelegentlich sogar Dreck im Freien setzen dem Material zu. Doch nicht jede Yogamatte verträgt dieselbe Pflege. Welche Reinigung tatsächlich sinnvoll – und welche sogar schädlich ist – hängt entscheidend vom Material ab.
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Grundreinigung nach jeder Yogaeinheit
Ob drinnen oder draußen verwendet: Die Yogamatte sollte man regelmäßig reinigen. Die DIY-Academy in Köln empfiehlt, die Matte nach jeder Nutzung „mit einem milden Reiniger oder einem feuchten Tuch“ abzuwischen. Danach sollte sie vollständig getrocknet werden, und zwar liegend und in einem gut belüfteten Raum. Erst dann sollte man sie locker zusammengerollt und horizontal an einem trockenen Ort lagern. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da sie das Material ausbleichen oder verformen kann.
Warum das Material die Reinigung bestimmt
Wird eine Yogamatte falsch gepflegt, kann das ihre Oberfläche schädigen, bis hin zur völligen Unbrauchbarkeit. Welche Reinigungsmittel geeignet sind, ist daher immer vom jeweiligen Material abhängig.
In vielen Fällen geben die Hersteller Hinweise zur optimalen Pflege. Werden diese ignoriert, geschieht das auf eigenes Risiko. Wer Reinigungs- oder Pflegeverfahren entgegen der Hinweise verwendet, handele auf eigene Verantwortung, warnt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Deshalb ist es ratsam, die Pflegeanleitung aufzubewahren. Falls diese nicht mehr auffindbar ist, hilft ein Überblick über die wichtigsten Materialien und ihre Anforderungen weiter.
Polyethylen, TPE und PVC: Kunststoffmatten richtig pflegen
Yogamatten aus Polyethylen lassen sich mit Allzweckreiniger oder Handgeschirrspülmittel säubern, idealerweise verdünnt mit Wasser. Bei hartnäckigem Schmutz könne man die Mittel auch unverdünnt anwenden, so Glassl.
TPE, also thermoplastische Elastomere, verleihen der Matte Elastizität und eine gewisse Gummianmutung. Laut DIY-Academy bleibt das Material lange intakt, wenn es mit warmem Seifenwasser und einer weichen Bürste gereinigt wird. Da TPE empfindlich auf Abrieb reagiert, sollten scheuernde Schwämme vermieden werden.
Bei Yogamatten aus PVC handelt es sich häufig um preisgünstige und robuste Modelle. Auch sie lassen sich laut DIY-Academy mit warmem Seifenwasser und einem Mikrofasertuch reinigen. Dank ihrer geschlossenen Zellstruktur sind sie wasserabweisend und somit besonders geeignet für das Üben im Freien. Mit der Zeit kann jedoch die leicht ölige Haptik durch wiederholte Reinigung verloren gehen.
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Naturmaterialien: Besondere Sorgfalt bei Schurwolle, Baumwolle und Kork
Empfindlicher zeigen sich Yogamatten aus natürlichen Materialien. Für Modelle aus Schurwolle rät Glassl zum Einsatz von Wollwaschmittel. Außerdem solle man stets das Textilpflegesymbol, den Waschbottich, beachten. Es liefert Informationen zur geeigneten Waschmethode und -temperatur.
Auch bei Baumwollmatten sei das Symbol entscheidend. Ein leeres Dreieck bedeutet, dass sowohl Chlor- als auch Sauerstoffbleiche erlaubt sind. Zwei Striche im Dreieck hingegen stehen nur für Sauerstoffbleiche, etwa in Form von Vollwaschmitteln als Pulver, Granulat oder Tablette, chlorfrei.
Laut DIY-Academy sind Baumwollmatten meist bei 30 Grad Celsius in der Waschmaschine waschbar. Dabei sollte man ein natürliches Waschmittel ohne Weichspüler verwenden. Wichtig: Die Matten dürfen nicht in den Trockner. Stattdessen lässt man sie an der Luft trocknen, jedoch ebenfalls ohne direkte Sonneneinstrahlung, um die Kautschukbeschichtung nicht zu beschädigen.
Korkmatten benötigen ebenfalls eine schonende Reinigung. Matten aus Kork solle man nebelfeucht abwischen, empfiehlt Glassl. Es eignen sich etwa verdünnter Allzweckreiniger oder Korkbodenreiniger.
Praktischer Reinigungstipp: So gelingt nebelfeuchtes Wischen
Für die ideale Reinigung von Korkmatten bietet Glassl einen praktischen Hinweis: Zwei nebelfeuchte Lappen erhält man, indem man einen Lappen nass macht und so gut wie möglich auswringt. Anschließend legt man diesen auf einen gleich großen, trockenen Lappen. Beide Tücher formt man zu einer Rolle und verknetet sie fest. So entsteht ein ideales Reinigungstuch mit der passenden Feuchtigkeit.
Mit Material der dpa