5. September 2025, 16:47 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Kochen per Induktion spart Energie und Induktionsherde bieten teilweise auch eine Reihe von Komfortfunktionen. Aber ist der Wechsel vom klassischen Ceranfeld zum Induktionsfeld so einfach möglich? Was ist dabei zu beachten? Dieser Beitrag erklärt den Umbau.
Ob der Austausch von Ceran in Richtung Induktion problemlos möglich ist, hängt von ein paar Faktoren ab. Generell ist es zu empfehlen, nur vorbereitende Arbeiten selbst auszuführen. Der Anschluss an das Stromnetz ist für fortgeschrittene Heimwerker zwar möglich, aber schon aus Versicherungsgründen ist es mehr als empfehlenswert, einen Fachbetrieb des Elektrohandwerks damit zu beauftragen.
Wann klappt der Austausch problemlos?
Ein Austausch vom Ceranfeld gegen ein Induktionsfeld ist bei autarken Kochfeldern kein großes Problem. Die Gerätetypen verwenden die gleichen Anschlüsse. Autark meint in diesem Zusammenhang, dass Kochfeld und Backofen nicht direkt miteinander verbunden sind und jeweils einen eigenen Stromanschluss besitzen.
Kritisch kann der Ausschnitt auf der Arbeitsplatte sein. Ist das Induktionsfeld größer, ist das kein Problem. Dann wird mit der Stichsäge der Ausschnitt angepasst. Komplizierter wird es, wenn das neue Feld kleiner sein sollte. Denn dann muss der Ausschnitt reduziert werden. Dazu gibt es im Baumarkt entsprechende Winkel und Rahmen. Dazu gleich noch mehr.
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Wann funktioniert der Austausch schlecht?
Problematisch wird es bei nichtautarken Kochfeldern. Ein herdgebundenes Kochfeld wird über die Bedienknöpfe am Backofen gesteuert. Bei kombinierten Herd-Ofen-Einheiten muss daher eine andere Lösung gefunden werden.
Entweder beide Geräte neu kaufen oder ein autarkes Feld installieren und den Ofen behalten. Dann sind lediglich die Bedienknöpfe für das Kochfeld am alten Gerät funktionslos. Läuft zwar, ist aber ein Provisorium.
Wie steht es um den Stromanschluss?
Bei autarken Kochfeldern erfolgt der Anschluss direkt an der Herdanschlussdose. Sowohl Ceranfelder als auch Induktionskochfelder verwenden in Deutschland den gleichen Starkstromanschluss.
Die elektrischen Anschlüsse sind standardisiert, sodass hier keine Unterschiede zwischen Ceran und Induktion bestehen.
Je nach Einbausituation kann es bei Kombinationen nötig sein, eine Powersplitterbox zu verwenden. Sie stellt dann die Schuko-Dose für den Backofen zur Verfügung, damit Kochfeld und Ofen an der gleichen Herdanschlussdose betrieben werden können.
Was vor der Anschaffung zu beachten ist
Damit der Umbau möglichst reibungslos klappt, sollten ein paar Dinge vor der Anschaffung des Induktionsfelds geprüft werden.
Maße und Einbautiefe
Ein kritischer Punkt kann die Einbautiefe sein. Die Tiefe eines Induktionsfelds im Ausschnitt ist oft größer als die eines Ceranfeldes. Teilweise sind bis zu fünf Zentimeter notwendig. Das kann bei Standardarbeitsplatten dazu führen, dass der untere Schutz anders zu montieren ist.
Belüftung beachten
Induktionskochfelder benötigen eine effektive Belüftung der Elektronik. Damit die Elektronik nicht überhitzt, braucht es einen entsprechenden Ausschnitt in der Rückwand des Unterschranks.
Stromanschluss kontrollieren
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob ein dreiphasiger Anschluss vorhanden ist. Im Sicherungskasten weisen drei separate Schalter für den Elektroherd darauf hin. Das sollte aber in der Regel der Fall sein, da ja das Ceranfeld einen solchen Anschluss benötigt.
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Nicht vergessen: Spezielles Kochgeschirr ist erforderlich
Induktionskochfelder arbeiten nur mit ferromagnetischem Kochgeschirr. Das bedeutet: Die meisten Töpfe funktionieren auf einem Induktionskochfeld nicht, wenn sie nicht über einen magnetischen Boden verfügen. Töpfe und Pfannen aus Kupfer, Edelstahl ohne Magnetboden und Aluminium sind nicht geeignet.
Von Ceranfeld zu Induktionsfeld – was kostet der Wechsel?
Die Kosten für einen einfachen Einbau eines exakt gleich großen Kochfelds liegen mehrheitlich unter 150 Euro. Teurer wird es, wenn die Umbauten aufwendiger werden, also etwa Ausschnitte zu verändern sind oder erst eine Belüftung geschaffen werden muss.

