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Das richtige Material für das Waschbecken

VOR- und NACHTEILE

Das richtige Material für das Waschbecken

Material für ein Waschbecken
Heutzutage gibt es beim Kauf eines Waschbeckens nicht nur mehr Designs, sondern auch mehr Materialien zur VerfügungFoto: iStock/Suleyman Ozkan

Weil man ein Bad nicht mal eben so alle paar Jahre komplett erneuert, müssen Kaufentscheidungen im Sanitärbereich wohlüberlegt sein. Gerade der Waschtisch ist in tagtäglicher Benutzung, wo gelegentlich auch mal etwas daneben geht. Welches Material für ein Waschbecken hält hier also am besten Stand?

Gängig für das Badezimmer ist ein Waschbecken aus Keramik. Aus gutem Grund – jede Menge Vorteile sprechen dafür. Doch auch andere Materialien haben ihren Weg auf den Markt gefunden und können ebenso als Teil einer geschmackvollen Badeinrichtung punkten. Um die Entscheidung beim Kauf einfacher zu gestalten, stellt myHOMEBOOK vier typische Materialien für ein Waschbecken sowie ihre Vor- und Nachteile genauer vor.

Keramik

Vorteile

Zweifelsfrei ist Keramik das Material schlechthin, wenn es um die Zusammensetzung von Waschbecken geht. Nicht ohne Grund, denn diese Qualität bringt jede Menge gute Eigenschaften mit. Sie gilt als pflegeleicht, robust und langlebig. Aufgrund einer schadstofffreien, rein natürlichen Zusammensetzung aus Porzellanerde (Kaolin), Ton, Feldspat und Quarz sowie einem glasierten Überzug als Schutzschild, ist das Keramikwaschbecken weitestgehend unempfindlich gegenüber starker Hitze, Kratzern, Haushaltsreinigern mit Säure oder auch chemischen Haarfärbemitteln.

Waschbecken aus Keramik
Ein Waschbecken aus Keramik ist ein echter Klassiker im Badezimmer. Nicht ohne Grund, das Material bringt jede Menge gute Eigenschaften mit.

Auch Bakterien, Viren und Keime können sich bei dieser Art von Material nicht ablagern, was einmal mehr zu einem hohen Hygienekomfort im Badezimmer führt. Ohnehin lässt sich die glatte Oberfläche des Materials ausgesprochen leicht reinigen. Alle diese Vorteile sprechen dafür, warum es Waschbecken aus dem Material Keramik in mannigfaltiger Ausfertigung auf dem Markt gibt.

Nachteile

Auch ein Klassiker kommt nicht ohne Nachteile daher. So hat Keramik als Material ein vergleichsweise hohes Eigengewicht, was bei der Montage eines Waschbeckens oftmals zur Herausforderung werden kann. Mit der Zeit hat dieser Umstand dazu geführt, dass sämtliche Modelle mittlerweile im Inneren hohl sind. So werden also Material, Gewicht und natürlich auch Kosten gespart.

Allerdings bringt diese Modifizierung auch den Nachteil mit, dass Keramikwaschbecken nun auch empfindlicher sind. Fällt ein Zahnputzglas oder eine Seifenschale aus Steingut aus Versehen ins Waschbecken, bleibt dieses mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unversehrt. Kratzer und Risse lassen sich in einem Waschbecken aus Keramik allerdings nur schwer wieder beheben.

Dazu passend: 6 Tipps, um ein Badezimmer modern einzurichten

Mineralguss

Vorteile

Auch Mineralguss ist ein gängiges Material für das Waschbecken im Badezimmer. Seinen Namen hat diese Qualität nicht ohne Grund, denn tatsächlich werden für ein solches Waschbecken verschiedene Mineralien in feinster Pulverform mit synthetischen Harzen vermischt und anschließend in die entsprechende Form gegossen. Demnach ist ein solches Waschbecken in jeder beliebigen Form realisierbar.

Waschbecken aus Mineralguss
Auch Mineralguss ist eine beliebte Materialwahl bei Waschbecken. Viele verschiedene Designs sind bei diesem Modell möglich. Foto: iStock/t sableaux

Bindemittel wie Epoxidharz härten das Material enorm aus und machen es so ausgesprochen bruchsicher. Insgesamt ist ein Waschbecken aus Mineralguss wesentlich leichter und auch preiswerter als ein Modell aus Keramik. Die fugenlose, fast schon seidenartige Oberfläche gibt Bakterien und Keimen keinerlei Chance. Außerdem speichert Mineralguss Wärme ausgesprochen gut und langanhaltend. Und geht bei diesem Waschbecken mal etwas daneben, lassen sich Kratzer und Brüche oftmals wieder beheben.

Nachteile

Warum also nicht statt Keramik zu einem Waschbecken aus Mineralguss greifen? Die Antwort: Weil auch dieses Material nicht frei von Nachteilen ist. So ist Mineralguss lange nicht so kratzfest und hitzebeständig wie etwa Keramik. Das etwas weichere Material ist sehr viel empfindlicher, allerdings lassen sich Makel innerhalb der Oberfläche hier einfacher wieder ausbessern. Kochendes Wasser sollte auf keinen Fall ins Mineralguss-Waschbecken geschüttet werden, andernfalls könnte das Material zerspringen.

Allen Nachhaltigkeits-Fans dürfte ebenfalls missfallen, dass es sich bei diesem Waschbecken, das unter anderem aus Kunstharzen besteht, um kein rein natürliches Produkt handelt. Mineralguss reagiert außerdem auf einige Chemikalien wie etwa Haarfärbemittel äußerst empfindlich und kann sich verfärben. Zum Putzen bedarf es eines speziellen Reinigungsmittels.

Glas

Vorteile

Allein durch seine Optik weiß Glas als Material für das Waschbecken zu begeistern. Der transparente Look wirkt ausgefallen und edel gleichermaßen. Auch wenn Glas normalerweise im Haushalt eher als empfindlich und fragil gilt, so hat diese Sorge bei der Wahl des richtigen Waschbeckens keinerlei Berechtigung.

Denn hier kommt stabiles Sicherheitsglas zum Einsatz, was entsprechend sämtlichen Gefahren nahezu spielerisch trotzt: Eine herunterfallende Seifenschale aus Keramik? Kein Problem, aus den miteinander verklebten Glasschichten wird sich kein Splitter lösen. Ablagerung von Bakterien und Keimen? Die dichte und glatte Oberfläche bietet hierfür keinerlei Chance. Aggressive Haushaltsreiniger, Haarfärbemittel und Nagellackentferner? Auch diese können sich nirgendwo im Material wirklich festsetzen. Und so gilt Glas als Material für das Waschbecken als eine äußerst robuste und langlebige Variante.

Nachteile

Grundsätzlich bringt Glas nur sehr wenige Nachteile mit sich. Eine Entscheidung gegen dieses Material für das Waschbecken ist entsprechend wohl eher eine aus geschmacklichen Gründen. Oder aber aus praktischen, denn bei Glas handelt es sich um ein Material, das ausgesprochen anfällig für Wasserflecken ist.

Insbesondere, wenn aus dem Hahn sehr kalkhaltiges Wasser kommt, wird sich dies schnell und deutlich in der gläsernen Waschschale abzeichnen. Dann heißt es putzen, und zwar am besten mit einem weichen Tuch und einem Glasreiniger. Zusätzlich kann auch noch ein Fensterleder zum Einsatz kommen, dann gewinnt das Material schnell wieder seinen Glanz zurück. Eine Motivation also, die sich vor allem durch den vergleichsweise etwas höheren Preis erklärt.

Stahlemaille

Vorteile

Nicht ganz so häufig sieht man Waschbecken aus Stahlemaille in Bädern. Dabei war das Material einst vor allem bei Dusch- und Badewannen sehr beliebt. Mittlerweile liegt der Fokus mehr bei Waschschüsseln und -tischen. Als Basis dieses Modells dient ein Stahlwaschbecken, das im Anschluss mit einem Glasschmelzüberzug versehen und bei etwa 800 bis 900 Grad gebrannt wird. Durch diese Art der Veredelung des Materials wird die Oberfläche ausgesprochen hart und unempfindlich gegenüber Kratzern und herunterfallenden Gegenständen.

Die besondere Qualität des Materials verleiht dem Waschbecken eine enorme Langlebigkeit. Noch dazu ist die Oberfläche von Stahlemaille sehr glatt, weshalb sich auch in diesem Fall Keime und Bakterien nur schlecht ansiedeln können. Auch Schmutz und Kalk perlen hier gewissermaßen ab, was dieses Waschbecken sehr pflegeleicht und hygienisch macht.

Nachteile

Ist die Entscheidung einmal für ein Waschbecken aus Stahlemaille gefallen, ist es gar nicht mal so einfach, das richtige Modell für sich zu finden. Nur wenige Hersteller haben sich diesem Material angenommen, denn die Herstellung, genauer gesagt das in Form bringen von Stahlemaille gilt als eher schwierig. Entsprechend liegt die Zahl der Hersteller und entsprechend die Menge an Designs im überschaubaren Rahmen.

So besonders das Material also ist, so schlicht ist in der Regel das Design eines Stahlemaille-Waschbeckens. Außergewöhnliche Wunschformen sind in diesem Fall nicht möglich. Auch speichert der Werkstoff dieses Modell im Vergleich zu Keramik und Mineralguss weniger gut Wärme, was sich bei häufiger Handwäsche möglicherweise als Nachteil erweist.

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