Im Wohnzimmer steht der Komfort an erster Stelle. Es ist ein Ort, an dem man zusammenkommt, lacht, spielt oder einfach Zeit miteinander verbringt. Obwohl man das Zimmer fertig eingerichtet hat, kann es sich dennoch ungemütlich anfühlen. Interior-Designerin und myHOMEBOOK-Autorin Odett Schumann erklärt, welche typischen Fehler beim Einrichten des Wohnzimmers dazu führen, dass man sich unwohl fühlt.
Fehlt ein Gefühl von Gemütlichkeit, wenn man sich im eigenen Wohnzimmer aufhält, kann das mitunter durch typische Fehler beim Einrichten entstehen. Worauf es zu achten gilt und wie man die eigene Wohnung gekonnt gestaltet, um sich wohlzufühlen.
1. Es kommt auf die richtigen Proportionen an
Die viel zu kleine Couch wirkt in diesem Wohnzimmer wie verloren Foto: Getty Images
Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden impliziert zunächst einmal genügend Platz zum Leben. Dabei ist ein Fehler beim Einrichten eines Wohnzimmers oftmals der, dass viel zu große Möbelstücke in einen viel zu kleinen Raum gestellt werden. Denn es kommt auf die Proportionen der Möbel im Verhältnis zum Raum an.
Der Tipp: In kleinen Räumen ist es hilfreich, auch auf kleinere Möbelstücke zu setzen. Umgekehrt machen sich natürlich größere Möbel wie eine Sofalandschaft auch in einem größeren Raum besser.
Das Wohnzimmer mittels Raumtrennern zonal einzuteilen, vertreibt ein Gefühl der Leere Foto: Getty Images
Immer schön an der Wand entlang ist eine beliebte Form der Einrichtung. Und ja, so bleibt natürlich viel Freifläche im Raum. Aber wofür genau braucht es diese? Hier zeigt sich ein weiterer Fehler beim Einrichten eines Wohnzimmers: Der Raum wirkt so äußerst verloren, fast schon leer. Das Auge braucht aber eine Art Orientierungshilfe im Raum, nur dann stellt sich ein Wohlgefühl ein.
Der Tipp: Raumtrenner nutzen! Paravents, Regale sowie Sideboards können bewusst im 90-Grad-Winkel zur Wand platziert und der Raum so in einzelne Zonen eingeteilt werden. Oder: Einfach mal das Sofa frei im Raum platzieren. Alternativ – als abgeschwächte Variante – den Fernseher losgelöst von der Wand positionieren. Und gehört kein TV mehr zum Hausstand, eröffnet dies ganz neue Möglichkeiten der Gestaltung. Kein Sofa oder Fernseher, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Im Gegenteil – jetzt kann eine in sich geschlossene, gemütliche Sitzoase entstehen, die vielleicht sogar in einer Art Kreis verläuft.
3. Es braucht Gefühl und Funktionalität
Ein wenig Pragmatismus ist angebracht. Um Fehler beim Einrichten des Wohnzimmers zu umgehen, sollte man sich vorher fragen: Was braucht man wirklich? Welche Einrichtung ist sinnvoll für die jeweilige Art zu wohnen? Wichtig ist, dass man es sich selbst schön macht. Deshalb sollte man beim Einrichten des Wohnzimmers auf das eigene Gefühl hören und dabei auch ein wenig funktional denken.
„Was natürlich immer zu reichlich Ungemütlichkeit in den eigenen vier Wänden führt, ist das – für manch einen – leidige Thema Ordnung. Doch mit wenigen Kniffen kann man Unordentlichkeit bändigen. So kann man Kissen beispielsweise in einem Extra-Korb neben dem Sofa aufbewahren, die Decke am Abend einfach wieder zusammenfalten und Magazine regelmäßig vom Couchtisch entsorgen. Ist das Bücherregal voll bis auf das letzte Fach? Dann empfiehlt es sich, auch hier ein wenig Ordnung hereinzubringen. Und keinesfalls sollte man sich in zu viel Dekoration verlieren, denn zu viele Accessoires wirken ebenfalls schnell chaotisch.“
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