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Solaranlage beim Discounter: lohnt es sich?

Strom erzeugen

Discounter bietet Balkonkraftwerk an – aber es gibt einen Haken

Beim Discounter Netto gibt es eine Solaranlage für den Balkon
Beim Discounter Netto gibt es eine Solaranlage für den Balkon (Symbolfoto)Foto: picture alliance/dpa | Stefan Sauer

Strom wird immer teurer und ein Ende ist in naher Zukunft nicht absehbar. Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb dazu, Photovoltaikanlagen zu installieren und ihren eigenen Strom zu erzeugen. Auch der Lebensmitteldiscounter Netto hat derzeit eine Solaranlage für den Balkon im Onlineshop im Angebot. Doch taugt sie was?

Strom ist in den vergangenen Monaten ein leidiges und vor allem teures Thema geworden. Da scheint es zum Beginn des neuen Jahres passend, dass Netto eine Solaranlage für den Balkon im Angebot hat. 700 Euro kostet dort ein komplettes und steckerfertiges Set. Doch es gibt einen Haken.

Was kann die Solaranlage von Netto?

Das Balkonkraftwerk der Marke Juskys gibt es bereits für 699,99 Euro, der Normalpreis liegt bei 1199 Euro. Es besteht aus zwei Solarmodulen und diversen Zubehörteilen, die eine einfache Installation und Bedienung ermöglichen sollen. Es hat außerdem eine Ausgangsleistung von maximal 600 Watt. Das Set ermöglicht, Strom zu erzeugen und direkt in das Hausnetz einzuspeisen. Die Module sind mit der sogenannten PERC-Technik ausgestattet. Diese soll die Stromerzeugung auch bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen. Der im Set enthaltene Mikro-Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in den für das Hausnetz erforderlichen Wechselstrom um. Die Anlage hat einen integrierten WLAN-Anschluss, dieser bietet die Möglichkeit jederzeit den Überblick über die Solaranlage zu behalten. Eine passende App soll für Android und iOS erhältlich sein.

Dazu passend: Mit einer Solaranlage auf dem Balkon Strom erzeugen

Wo ist der Haken bei der Solaranlage?

Die Solaranlage von Netto wird mit einem sogenannten Schuko-Stecker angeboten, dieser entspricht laut dem VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. aber nicht der Norm: „Anlagen mit dem typischen Schutzkontaktstecker sind in Deutschland nicht zulässig“. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Set ohne Montage-/Aufstellsystem verkauft wird. Des Weiteren gibt der Discounter den Hinweis, dass für sämtliche elektrische Arbeiten am Hausnetz Elektrofachkräfte einzubeziehen sind. Außerdem muss man eine Solaranlage für den Balkon beim örtlichen Netzbetreiber anmelden, der VDE hat dazu ein normkonformes Formular als PDF zum Download bereitgestellt.

Grundsätzlich ist es jedem selbst überlassen, ob man die Solaranlage für den Balkon vom Discounter Netto erwerben möchte. Man muss allerdings die Anschaffungskosten und den Aufwand berücksichtigen. Andere Anbieter haben ähnlich gute Angebote, teils mit inbegriffenem Montage-/Aufstellsystem.

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