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Möbel-Onlineshop Made.com insolvent: Wie geht es weiter?

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Großer Möbel-Onlineshop ist insolvent – was Kunden jetzt wissen müssen

Made.com ist pleite
Made.com hatte neben dem Onlineshop auch einige Showrooms – unter anderem in London, Berlin und HamburgFoto: picture alliance / empics | Yui Mok

Der Onlineshop Made.com ist vor allem für ausgewählte designorientierte Möbel und Accessoires bekannt. Jetzt musste das britische Unternehmen allerdings Insolvenz anmelden.

Fans von zeitlosem und klassischem Möbel-Design werden enttäuscht sein: Der Möbel-Onlineshop Made.com musste Insolvenz anmelden. Das Unternehmen ist pleite und hat die Annahme von Neubestellungen eingestellt. Inzwischen hat die britische Modegruppe Next Made.com aus der Insolvenz gekauft. Was jetzt mit bereits getätigten Bestellungen passiert und was die Übernahme für Kunden und Mitarbeiter bedeutet.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Wie es für Kunden von Made.com jetzt weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Die Insolvenzverwalter erklären, dass sich etwa 4.500 Bestellungen aus Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Spediteuren befinden. Sie sollen wie geplant ausgeliefert werden – wohl bis zum 25. November. Befinden sich Bestellungen allerdings noch in der Produktion oder sind noch nicht versandbereit, dann werden sie auch nicht mehr versendet.

Außerdem empfehlen die Insolvenzverwalter Kunden, die ihre Bestellung nicht erhalten haben, ihren Anspruch geltend zu machen, da sie nun Gläubiger seien. Wie Kunden dabei genau vorgehen sollen, wird allerdings nicht näher erklärt. Rücksendungen, Rückerstattungen oder Umtausch sind nicht mehr möglich, heißt es zudem. Auch fehlerhafte Ware wird nicht mehr zurückgenommen – auch in diesem Fall sollen Kunden ihren Anspruch geltend machen. Ob sie aber am Ende an ihr Geld kommen, ist ungewiss.  

Noch lässt sich die Website aufrufen – allerdings sind alle Möbel und Accessoires als ausverkauft markiert. Außerdem enden viele Klicks in Fehlermeldungen. Beim Bereich Kundenservice und FAQ gibt es keine Informationen mehr. Auf der Startseite erscheint lediglich die Information, dass Made.com geschlossen werden musste.

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Modegruppe kauft Made.com aus der Insolvenz

Die britische Modegruppe Next ist eigentlich für günstigere Mode für Damen, Herren und Kinder bekannt. Aber auch Möbel und Deko werden inzwischen angeboten – mit der Übernahme von Made.com verstärkt das Unternehmen sein Angebot im Bereich Home. Für welche Summe der Möbel-Onlineshop aus der Insolvenz gekauft wurde, ist nicht bekannt.

Mitgeteilt wurde lediglich, dass die Insolvenzverwalter den Verkauf der Marke, der Website und des geistigen Eigentums von Made.com an Next auf den Weg gebracht haben. Diese Transaktion sei die bestmögliche Option, schnell Erträge für die Gläubiger zu erzielen.  

Die Mitarbeiter von Made.com werden laut den Insolvenzverwaltern nicht übernommen – der Kauf durch Next umfasse nicht die Mitarbeitenden. Mehr als 300 wurden entlassen, knapp 80, die bereits gekündigt hatten, wurden freigestellt.

Warum Made.com Insolvenz anmeldete

Als Grund für die Insolvenz werden wirtschaftliche Probleme angegeben. Auf der Website des Insolvenzverwalters heißt es, dass Einzelhändler, insbesondere die mit hochpreisigen Produkten, stark von einem erheblichen Rückgang der Verbraucherausgaben beeinträchtigt sind. Auch steigende Importkosten sowie anhaltender Druck in der Lieferkette werden als Gründe benannt.

Erst im vergangenen Jahr ist der Möbel-Onlineshop Made.com an die Börse gegangen. Dabei wurde das Unternehmen mit 775 Millionen Pfund (891 Millionen Euro) bewertet. Zuletzt war es laut der „Textilwirtschaft“ nur noch rund 2,1 Millionen Pfund wert, bis der Handel der Aktien suspendiert wurde.

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