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Stiftung Warentest

Nur mit teuren Saugrobotern wird die Wohnung wirklich sauber

Ein Saugroboter saugt den Boden
Saugroboter gibt es in allen Preisklassen. Wer Qualität will, muss wohl mehr bezahlenFoto: iStock/diego_cervo

Saug-Roboter werden immer beliebter. Kein Wunder – die kleinen Maschinen übernehmen das Putzen. Die Stiftung Warentest hat nun erneut zwölf dieser Geräte getestet. Diesmal sind auch Modelle dabei, die sowohl saugen als auch wischen. Das Ergebnis zeigt: hier hat Qualität noch seinen Preis.

Sie fahren in jede Ecke, unter Sofas oder über Teppiche. Und saugen dabei Staub, Fussel oder Tierhaare auf: Saug-Roboter. Im Handel sind nun auch mehr und mehr Geräte erhältlich, die zusätzlich eine Wischfunktion integriert haben. Ob Saug- oder Saug-Wisch-Roboter, die Geräte sollen leise sein und ihrem Besitzer Zeit und Arbeit sparen. Aber sind die flinken Maschinen wirklich so effizient, wie es die Hersteller versprechen? Acht Saug-Wisch-Roboter und vier reine Saug-Roboter haben die Experten der Stiftung Warentest nun in einem großen Test genauer unter die Lupe genommen.

Saugroboter im Test – auf Teppich und Hartboden

Die Tester waren streng, die Bedingungen im Prüflabor hart. So mussten alle Test-Geräte sowohl auf Teppich wie auch auf Hartboden beweisen, was sie können. Dafür verteilten die Experten Mineralstaub, Fasern, lange Haare oder kleine Hutmuttern. Kabel oder Teppichkanten sind typische Hindernisse, an denen so mancher Saug- und Wischroboter schnell ins Straucheln kommt. Auch hier untersuchten die Experten, wie die Geräte mit den Hürden zurechtkamen. Zudem wurden Stromverbrauch, Lautstärke und Akkulaufzeit gecheckt. Schließlich wollten die Tester wissen, wie umweltverträglich die Geräte sind und wie es um die Sicherheit und den Datenverbrauch bestellt ist.

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Wie auch schon im letzten Jahr ist das Ergebnis, das die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „test“ (Ausgabe 11/2021) veröffentlichte, eher ernüchternd. Ein „sehr gut“ wurde nicht vergeben. Nur drei Geräte wurden mit „gut“ beurteilt.

Reine Saugroboter im Test

Als bester reiner Saug-Roboter wurde das Modell „Roomba i3+“ von „iRobot“ mit der Bewertung „gut“ und der Note 2,4 gekürt. Hier stimmen Saugleistung und Handhabung. Besonderheit: Der Staubbehälter mit 0,4 Litern Fassungsvermögen wird automatisch in einen Auffangbehälter geleert. Nach Angaben der Experten der Stiftung Warentest beträgt der mittlere Onlinepreis 610,00 Euro (Stand 19.10.2021).

Auf Platz zwei der reinen Saugroboter landete das Modell von AEG mit einem „befriedigend (3,2)“. Allerdings zeigte das Modell seine Stärke auf Teppichböden. Hierfür vergaben die Tester die Teilnote „gut (2,5)“. Der AEG-Sauger kam dank seiner breiten Bürsten zudem gut mit Tierhaaren zurecht. Ein weiterer Pluspunkt: die kurze Ladezeit des Akkus von rund 1,5 Stunden. Für das Modell mit dem sperrigen Namen „RX9-2-4ANM“ muss man durchschnittlich 665,00 Euro berappen.

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Saugroboter mit Wischfunktion im Test

Ein Roboter, der saugt und wischt – für viele Menschen geht damit ein Traum in Erfüllung. Vor allem zwei getestete Modelle versprechen, dass dieser Traum nicht platzt. So landete der Saugroboter mit Wischfunktion von Rowenta mit der Gesamtnote „gut (2,4)“ auf dem zweiten Platz im Ranking. Neben der starken Saugleistung kommt das Modell dank zusätzlicher Seitenbürsten gut in Ecken und an Kanten zurecht. Und auch Tierhaare sind wegen seiner speziellen Tier-Wischer und Tier-Bürsten kein Problem. Der Rowenta-Sauger ist mit seiner geringen Lautstärke von 60 Dezibel zudem für Geräuschempfindliche attraktiv. Nach rund 120 Minuten muss der Akku wieder aufgeladen werden. Dafür benötigt das Modell drei Stunden. Eine Schnellladefunktion verkürzt die Ladezeit. Der mittlere Onlinepreis für den Rowenta Saug- und Wischroboter aus der X-Plorer Serie 95 (RR7987) beträgt 765,00 Euro.

Was zeichnet den Testsieger aus?

Als Testsieger mit „gut (2,3)“ küren die Experten der „Stiftung Warentest“ den Saug-Wisch-Roboter von Roborock. Hier stimmen neben der guten Handhabung vor allem die starke Saugleistung (2,1) und die Wischfunktion. Das Gerät verfügt über Sensoren und eine Dualkamera mit unterstützender KI-Funktion, was die Reinigung großer Flächen bis zu 200 Quadratmeter erleichtert. Der Aktionsradius umfasst zudem 240 Quadratmeter. Über eine App hat man Zugriff auf die Kamera und kann das Ergebnis überprüfen, falls man nicht vor Ort ist. Anschließend werden laut Herstellerangabe alle Aufnahmen gelöscht.

Die Lautstärke ist mit 67 Dezibel etwas höher als beim zweitplatzierten Saug-Wisch-Roboter. Ist der Akku nach der langen Laufzeit von 180 Minuten erschöpft, fährt der Roboter eigenständig auf die Ladestation. Was es bis dahin nicht geschafft hat, saugt und wischt das Gerät nach erneutem Aufladen eigenständig fort. Der Roborock S6 MaxV kostet online durchschnittlich 495,00 Euro.

Den gesamten Test mit ausführlichen Produkt-Details kann man auch als kostenpflichtiges PDF online erwerben.