25. Juli 2025, 6:32 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Nach der Erdbeerernte ist vor der nächsten Saison! Wer jetzt beim Pflegen der Erdbeeren nach der Ernte alles richtig macht, sorgt für viele süße Früchte im nächsten Jahr. myHOMEBOOK-Autorin Katharina Petzholdt verrät, was zu tun ist.
Die letzten Erdbeeren sind gepflückt und auf dem Beet breitet sich ein wilder Blätterdschungel aus, teils noch frisch grün, teils schon bräunlich und erschöpft. Viele Gärtner denken nun, dass jetzt erstmal Ruhe ist. Doch genau jetzt nach der Ernte entscheidet sich, wie reich die Pflanzen im nächsten Jahr tragen. Denn die Erdbeerpflanzen beginnen bereits in den kommenden Wochen mit der Vorbereitung auf die nächste Runde. Wer sie dabei unterstützt, wird mit gesunden Pflanzen und vollen Erntekörben belohnt.
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1. Runter mit dem alten Laub!
Wenn die letzten Früchte geerntet sind oder spätestens im August, beginnt der erste Pflegeschritt bei einmaltragenden Erdbeeren: das Entfernen des alten Laubs. Schneiden Sie alle Blätter, auch die scheinbar gesunden, etwa fünf Zentimeter über dem Boden ab. Achten Sie aber unbedingt darauf, die Herzen der Pflanzen nicht zu beschädigen. Dieser radikale Schnitt macht es möglich, dass neue Blätter unbelastet von Krankheiten, die sich an dem alten Laub ausgebreitet haben, wachsen können.
Hinweis: Mehrmals tragende Erdbeeren werden nicht radikal zurückgeschnitten, sondern nur regelmäßig ausgeputzt.
2. Mulch entfernen
Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um möglicherweise vorhandenes Unkraut und unbedingt auch das Mulchmaterial zu entfernen. Vor allem im Mulchmaterial können sich Krankheitserreger halten und den gesunden Wuchs der neuen Blätter ungünstig beeinflussen. Entsorgen Sie den Mulch besser nicht auf dem Komposthaufen, weil sich sonst mögliche Erreger weiter im Garten verteilen können.
3. Düngen
Erdbeeren sind hungrig! Nach der Ernte benötigen sie eine Portion Dünger, damit sie wieder zu Kräften kommen und Blütenanlagen fürs nächste Jahr bilden können. Ideal ist ein organischer Beerendünger. Wichtig zu beachten: Nicht übertreiben mit dem Dünger! Denn eine zu hohe Stickstoffgabe führt zu üppigem Blattwuchs auf Kosten des Fruchtansatzes.
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4. Jungpflanzen gewinnen oder entfernen
Erdbeerpflanzen sind sehr vermehrungsfreudig. Sie bilden Ranken, an deren Enden der Erdbeernachwuchs entsteht. Bei guten Bedingungen können die Jungpflanzen ihrerseits weitere Ranken bilden, sodass eine Jungpflanze hinter der anderen wächst, aufgereiht wie auf einer Perlenkette.
Wer sein Erdbeerbeet erweitern möchte, kann jetzt Jungpflanzen gewinnen. Am besten eignen sich die Pflänzchen, die der Mutterpflanze am nächsten stehen, denn sie sind meist am stärksten. Man lässt sie an der Mutterpflanze, bis sie eigene Wurzeln gebildet haben. Damit die kleinen Pflänzchen guten Bodenkontakt behalten und leichter anwachsen, kann man sie vorsichtig mit einem Erdanker am Boden fixieren. Haben sie ein kräftiges Wurzelwerk gebildet, können sie abgetrennt und an einem neuen Standort eingepflanzt werden.
Jungpflanzen, für die man keine Verwendung hat, sollten konsequent entfernt werden. Sie rauben der Mutterpflanze Kraft, die sie besser für die Vorbereitung auf die nächste Saison gebrauchen könnte.
5. Neuen Mulch ausbringen
Die heißen Tage des Jahres stehen vermutlich noch bevor. Damit das frisch geschnittene und gedüngte Erdbeerbeet nicht so schnell austrocknet, kann jetzt neues Mulchmaterial ausgebracht werden.
Streitfrage Kompost
„Beim Kompost als Dünger für Erdbeeren scheiden sich die Geister. Während manche eine Kompostgabe für sehr hilfreich halten, raten andere eher davon ab. Probieren Sie es doch einfach mal aus. In meinem Garten funktioniert ein bisschen Kompost im Erdbeerbeet sehr gut.“

