13. Oktober 2025, 4:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Nach einer Party oder einem geselligen Weinabend bleiben häufig die Korken übrig. Die müssen keineswegs im Müll landen, clever im Blumentopf platziert, können sie noch wertvolle Dienste leisten. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, warum Korken und Blumentöpfe eine sehr gute Kombination sein können.
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Diese Möglichkeiten gibt es Korken im Blumentopf zu verwenden
Ob einfach in die Erde gesteckt oder am Topfboden platziert, Korken können eine wertvolle Ergänzung im Blumentopf sein und helfen auf vielseitige Weise.
1. Korken als Drainage im Blumentopf
Je nach Größe des Topfes kann man am Topfboden Korken verteilen. Somit gibt man den Korken ein zweites Leben und spart sich zudem das Geld für Blähton. Die Korken sorgen für einen reibungslosen Wasserablauf und verhindern Staunässe. Außerdem können sie isolierend wirken. Gerade bei Balkonpflanzen kann so Kälte von den Wurzeln ferngehalten werden. Korken sind zudem sehr leicht, der Blumentopf wird durch die Korken also nicht so schwer wie mit Blähton oder Kies.
Hinweis: Man sollte sich nur auf Naturkork beschränken. Kunststoff- oder Presskork enthält meist Kleber oder Kunstharze. Auch ist es wichtig zu wissen, dass sich Naturkork mit der Zeit zersetzt, es ist also kein Produkt für die Ewigkeit.
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2. Mit Korken die Erde auflockern
Viele Pflanzen gedeihen am besten, wenn ihre Wurzeln in einer lockeren, luftigen Erde wachsen können. Ein stark verdichteter Boden hält zu viel Wasser fest, wodurch Sauerstoffmangel entsteht. Das führt oft dazu, dass die Wurzeln schlechter wachsen oder sogar faulen. Besonders empfindlich reagieren darauf Kräuter, Sukkulenten, mediterrane Pflanzen oder Gewächse mit feinen Wurzeln.
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Hier können zerschnittene Weinkorken auf einfache und natürliche Weise helfen. Wenn man Naturkork in kleine Stücke schneidet und diese unter die Blumenerde mischt, entsteht eine aufgelockerte Struktur. Die Korkstücke wirken wie winzige Abstandshalter im Erdreich – sie schaffen Lufträume zwischen den Erdpartikeln.
Korken sind nicht als Wasserspeicher geeignet
Wer denkt, dass man Korken im Blumentopf nutzen kann, um Wasser zu speichern, täuscht sich. Ganz im Gegenteil. Weinkorken eignen sich nicht als Wasserspeicher, weil ihr Material von Natur aus wasserabweisend ist. Kork besteht aus der Rinde der Korkeiche und setzt sich aus vielen winzigen, geschlossenen Luftzellen zusammen, die mit einer wachsartigen Substanz namens Suberin überzogen sind. Dieses Suberin sorgt dafür, dass Kork weder Wasser aufnimmt noch es weiterleitet – genau deshalb wird er auch als Flaschenverschluss verwendet.