8. September 2025, 10:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Orchideen (Orchidaceae) werden oft auf der Fensterbank platziert. Doch nicht immer ist das Fenster ein geeigneter Standort. Pflanzenfreunde sollten allerdings unbedingt darauf achten, dass es ihren Orchideen an nichts fehlt. Unwohlsein zeigt die Pflanze durch den Verlust von Blüten an. Im schlimmsten Fall kann die Pflanze sogar eingehen. Worauf es beim Standort von Orchideen zu achten gilt, erfahren Sie hier.
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Standorte, die Orchideen lieben
Weltweit gibt es tausende verschiedene Orchideenarten. Bei einer solch großen Artenzahl kommen Unterschiede vor – auch wenn es um die Ansprüche an den Standort geht. Es lohnt sich also, die Art der Orchidee im Blick zu haben, wenn man einen geeigneten Platz sucht. Die verschiedenen Arten haben teilweise sehr verschiedene Ansprüche. Ist man sich unsicher, als welche Art die eigene Orchidee klassifiziert wird, kann man sich an diese grundlegenden Hinweise richten:
- Helles, indirektes Licht: Um Fotosynthese zu betreiben, benötigen Orchideen einen hellen Standort. Ost- und Westfenster sind hierfür ideal.
- Hohe Luftfeuchtigkeit: Viele Arten, die in Töpfen kultiviert werden, sind tropische Pflanzen. Sie lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent. Gerade deswegen kann ein Badezimmer – mit Fenster – ideal sein, um Orchideen zu platzieren. Auch Wintergärten können sich eignen.
- Konstante, hohe Temperatur: Es hängt stark von der Art ab, wie warm der Standort sein sollte. Generell ist eine Temperatur zwischen 18 und 25 Grad Celsius zu empfehlen. Wichtig ist: Große Temperaturschwankungen gilt es zu vermeiden.
Zusammengefasst: Orchideen fühlen sich an einem geschützten Standort wohl. Ideal sind indirektes Licht, eine hohe Luftfeuchtigkeit und sommerliche Temperaturen ohne große Schwankungen.
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Standortansprüche der häufigsten Orchideenarten
Kann man die Art einer Orchidee richtig bestimmen, gilt es, den Standort nach den artspezifischen Ansprüchen auszusuchen.
- Phalaenopsis (Schmetterlingsorchideen): heller Standort mit indirektem Sonnenlicht, ganzjährig warm zwischen 18 und 25 Grad Celsius
- Cymbidium: vertragen auch etwas Sonne, benötigen kühlere Nächte (10 bis 15 Grad Celsius) und können im Sommer draußen stehen
- Dendrobium: vertragen auch etwas Sonne, Temperaturansprüche können je nach Unterart variieren
- Vanda: sehr heller Standort, warm, hohe Luftfeuchtigkeit
- Cattleya: verträgt direkte Sonne (außer in der Mittagszeit), nachts darf es kühler sein als tagsüber
Diese Standorte sollte man vermeiden
Zeigt die eigene Orchidee an, dass es ihr nicht gut geht – etwa weil sie ihre Blüten während der Wachstumsphase verliert –, kann das mit einem ungeeigneten Standort zusammenhängen. Steht die Pflanze direkt in der prallen Sonne, insbesondere in der Mittagszeit, kann das zu Blattverbrennungen führen. Südfenster sind aus diesem Grund nicht immer für Orchideen geeignet. Nur mit einem geeigneten Sonnenschutz kann man die Pflanzen auf der Fensterbank platzieren. Zu dunkel sollte der Standort aber auch nicht sein. Bei zu wenig Licht bilden Orchideen weniger oder sogar keine Blüten aus.
Fenster stellen aus einem weiteren Grund nicht immer einen geeigneten Standort für Orchideen dar: Nutzt man die Fenster häufig zum Lüften, stresst der zugige Platz die Pflanzen. Ebenfalls ist von einem Standort neben Heizkörpern abzuraten. Die warme, trockene Luft schadet den Pflanzen. Vornehmlich können die Wurzeln darunter leiden.

