30. September 2025, 13:45 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Rosen sind eine Zierde für jeden Garten – wenn man sie entsprechend pflegt. Eine wichtige Pflegemaßnahme dabei ist der richtige Schnitt. Geht man richtig vor, hat man auch noch im Herbst etwas von den Rosen.
Warum ein später Rückschnitt sinnvoll ist
Wer seine Rosen bis in den Herbst hinein zur Blüte bringen möchte, sollte auch im Spätsommer regelmäßig zur Schere greifen. Vor allem im August und September fördert das Entfernen verwelkter Blüten, dass die Pflanzen ihre Blütezeit verlängern.
„Rosen wachsen je nach Temperatur teilweise bis in den November hinein und können bis dahin noch blühen“, erklärt Jörg Korfhage, Gärtner und Trainer bei der DIY Academy in Köln. Ein regelmäßiger Rückschnitt der verblühten Blüten fördert dabei das Wachstum neuer Knospen. Der Gartenexperte empfiehlt, den Blütenzweig oberhalb des letzten fünfzähligen Blattes abzuschneiden.
Tipp: Ein einfacher Test zeigt, ob es Zeit für den Schnitt ist. Wenn man den Blütenzweig leicht schüttelt und die Blütenblätter bereits abfallen, ist der richtige Moment gekommen.
Ist ein radikaler Rückschnitt im Herbst zu empfehlen?
Im Herbst ist ein starker Rückschnitt laut Korfhage nicht erforderlich. Die beste Zeit dafür ist vielmehr das Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Wer jedoch Wert auf einen gepflegten Garten legt, kann die Rosen vor dem Winter leicht in Form schneiden. „Lange Triebe etwas zurücknehmen, sodass die Rosen insgesamt kompakter aussehen“, rät Korfhage.
Ein zu starker Rückschnitt vor dem Winter kann riskant sein. Die Rosen könnten in strengen Wintern erfrieren, was einen erneuten Rückschnitt im Frühjahr notwendig macht. In diesem Fall könnten die Pflanzen deutlich kleiner ausfallen.
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Rosen im Herbst pflanzen und umsetzen
Ab September beginnt die ideale Zeit, um neue Rosen zu pflanzen. Der Boden ist noch warm genug, sodass die Pflanzen vor dem Winter gut einwurzeln können. Für die Pflanzung sollte ein relativ großes Loch ausgehoben werden. „Es sollte doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen“, so Korfhage. Zusätzlich empfiehlt er, den Aushub mit 25 Prozent Humus zu mischen.
Übrigens: Auch das Umpflanzen von Rosen ist im Herbst möglich. Die beste Zeit dafür ist Oktober oder November, aber auch im Februar oder März können Rosen noch umgepflanzt werden.
Sollte man im Herbst noch düngen?
Rosen sollte man im Herbst nicht mehr düngen. Der letzte geeignete Zeitpunkt dafür ist Anfang August. Wird später gedüngt, treiben die Rosen bei warmem Wetter im Herbst erneut aus. „Das sieht im Garten vielleicht schön aus, aber die neuen Triebe können nicht mehr ausreichend ausreifen und bis zum Winter abhärten“, warnt Korfhage. Diese weichen Triebe sind besonders anfällig für Frostschäden und könnten im Winter leicht erfrieren.
Mit Material der dpa

