Wenn Sommerblumen langsam verblühen und viele Beete an Farbe verlieren, muss der Garten oder der Balkon noch lange nicht grau wirken. Wer jetzt die richtigen Pflanzen setzt, kann sich sogar über eine doppelte Blütezeit freuen – und genau darin liegt der besondere Vorteil von Stiefmütterchen.
Herbstpflanzung sorgt für frühe Blüten im Frühjahr
Der Herbst ist ein günstiger Zeitpunkt, um Stiefmütterchen ins Beet, in Balkonkästen oder Kübel zu setzen. In Gartencentern und Baumärkten sind derzeit zahlreiche vorgezogene Jungpflanzen erhältlich. Werden sie jetzt gepflanzt, können sie vor dem Winter noch ausreichend Wurzeln bilden.
Die Pflanzen blühen nach dem Einsetzen zunächst weiter und bringen je nach Sorte und Witterung bis in die kalte Jahreszeit hinein Farbe in den Garten. Während Frostperioden legen sie eine Blühpause ein. Steigen die Temperaturen im Frühjahr wieder an, erscheinen die Blüten erneut.
Für Beete und Pflanzgefäße eignen sich vor allem Garten-Stiefmütterchen, Hornveilchen und Wilde Stiefmütterchen. Die Auswahl reicht von unterschiedlichen Blütenfarben über verschiedene Größen bis hin zu zahlreichen Blütenformen.
Am wohlsten fühlen sich Stiefmütterchen an sonnigen bis halbschattigen Plätzen. Ideal ist ein lockerer, nährstoffreicher Boden, durch den überschüssiges Wasser gut abfließen kann. In Balkonkästen und Töpfen sollten daher Abzugslöcher vorhanden sein, um Staunässe zu vermeiden.
Beim Pflanzen wird der Wurzelballen in derselben Tiefe eingesetzt, in der die Pflanze zuvor im Topf stand. Zwischen den einzelnen Exemplaren empfiehlt sich ein Abstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern.
Nach dem Pflanzen sollten die Blumen gründlich angegossen werden. In den ersten Wochen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte wichtig, damit sie gut anwachsen können. Verblühte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, um die Pflanzen gepflegt zu halten.
Diese Pflanzen passen zu Stiefmütterchen
Für Kästen und Kübel eignen sich neben klassischen Stiefmütterchen auch kleinere Sorten sowie Varianten mit überhängendem Wuchs. Dadurch lassen sich unterschiedliche Formen und Farben attraktiv miteinander kombinieren.
Darüber hinaus harmonieren Stiefmütterchen mit zahlreichen anderen Herbstpflanzen. Der ndustrieverband Agrar (IVA) empfiehlt unter anderem Astern, Chrysanthemen, Ziergräser, Heidepflanzen und kleinwüchsige Herbststauden als Begleiter. Auch Zierkohl und andere Arten mit dekorativem Laub sorgen für zusätzliche Struktur und Abwechslung in Töpfen und Balkonkästen.
Mit Material der dpa
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