21. September 2020, 21:11 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Mutter Natur bringt so manche bizarre Phänomene hervor. Viviparie beispielsweise. Dann wachsen aus Früchten oder Pflanzen kleine Keimlinge.
Ist Ihnen das auch schon einmal passiert? Tomate aufgeschnitten und von innen ist die Frucht völlig verkeimt? Die Überraschung kann für einen ordentlich Schrecken sorgen. So fremd und bizarr sieht das aus, wenn es aus der Tomate sprießt. Biologen nennen das Phänomen „Viviparie“, was so viel wie „Lebendgeburt“ bedeutet. Prinzipiell kann Viviparie bei allen Pflanzen auftreten, die Früchte bilden.
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Butternut-Kürbis mit Keimlingen
Warum weiß eine Pflanze, wann sie keimen muss?
Wenn die Zeit reif ist, bilden Pflanzen Keimlinge. Daran beteiligt ist ein Enzym, das eine vorzeitige Keimung verhindern soll. Manchmal entwickeln Pflanzen zu wenig von diesem wachstumssteuernden Enzym oder gar keins, das kann erblich bedingt sein. Folge: Die Pflanzen und Früchte scheinen verrückt zu spielen und keimen zu früh los.
Kann man Früchte, die durch Viviparie entstellt sind, noch essen?
Im Prinzip schon. Die Keimlinge sollte man jedoch entfernen, das sieht nicht nur besser aus. Keimlinge können Solanin enthalten. Dieser schwach giftige Stoff kann beim Verzehr Magen-Darm-Beschwerden wie zum Beispiel Bauchschmerzen verursachen.
Man kann die durch Viviparie veränderten Früchte aber auch noch weiterverarbeiten. Beispielsweise zu Saucen, Pürees, Brühen oder Fonds.
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Wem beim Anblick von innen keimenden Früchten jedoch der Appetit vergeht, muss diese nicht gleich im Müll entsorgen. Tomaten können beispielsweise hervorragend ausgepflanzt werden. Dazu einfach die Früchte halbieren und jeweils eine Hälfte in ein Anzucht-Töpfchen verteilen. Samen, Keimlinge und Jungpflanzen brauchen spezielle Anzucht-Erde, um gut zu gedeihen. Tipp: Ausreichend gießen nicht vergessen!
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Nicht wirklich. Man sieht die Viviparie meist ja auch erst, sobald man die Früchte aufschneidet. Wer sich an dem Vorgang gestört fühlt, der sei getröstet. Viviparie kommt nur sehr selten vor.
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