19. August 2025, 12:53 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die Minze ist ein beliebtes Küchenkraut. Ihre Blätter kann man für Tee, Limonaden oder auch zum Kochen verwenden. Doch was passiert, wenn sie blüht? Sind ihre Blätter dann noch genießbar oder können sie sogar giftig werden? myHOMEBOOK hat bei Experten nachgefragt.
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Das passiert, wenn Minze blüht
Keine Sorge, es gibt direkt Entwarnung! „Minze wird nicht giftig, wenn sie blüht“, erklärt Wildkräuter-Expertin Christine Rauch von Wildrausch myHOMEBOOK. Allerdings geht die Blütezeit auch nicht spurlos an der Pflanze vorbei. „Alle Kraft steckt dann in den Blüten und die Blätter sind nicht mehr allzu aromatisch“, so Rauch weiter.
Essen kann man sie aber dennoch. „Die Blüten der Minzenarten sind lecker und schön anzusehen, eignen sich also hervorragend zur essbaren Dekoration von Speisen. Vanilleeis mit kandierten Minzblüten sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern auch sehr lecker. Auch in aromatisierten Getränken sehen die Blüten sehr schön aus“, verrät Biologe und Survival-Trainer Manuel Larbig von Waldsamkeit myHOMEBOOK.
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Warum häufig gedacht wird, dass Kräuter giftig werden könnten, wenn sie blühen, kann der Wildkräuter-Experte auch nicht erklären: „In Deutschland kommen von fast 10.000 Arten lediglich zwei Arten vor, die man nach der Blüte besser nicht mehr verwenden sollte, da bestimmte unerwünschte Inhaltsstoffe in der Blütezeit zunehmen: das Scharbockskraut und der Waldmeister“, so Larbig.
Um den vollen Geschmack der Minze herauszukitzeln, solle man sie am besten vor der Blüte ernten, so der Experte. Aber auch nach der Blüte könne man sie ernten und verwenden – sie bleibe auch weiterhin ein leckeres und gesundes Kraut.
Wann Minze blüht
Minze blüht meist zweimal im Jahr – in der Regel fällt die Blütezeit ungefähr zwischen Mai und Oktober. Für Insekten wie Schmetterlinge oder Bienen bietet sie dann eine wunderbare Nahrungsquelle. Deshalb wird häufig empfohlen, die zweite Blüte im Herbst stehenzulassen. Nach der ersten Blüte kann man die Minze stark herunterschneiden. Alte Triebe sind dann nämlich kaum noch verwendbar und untere Blätter häufig schon welk.