Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Bäume News Alle Themen
Von Experten gekürt

Die Zitterpappel ist der Baum des Jahres 2026

Baum des Jahres 2026
Die Zitterpappel gilt als Pionier-Baumart Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Artikel teilen
09.01.2024, Berlin, Bild Headshot Mitarbeiter,
Team, Impressum 
Im Foto Mareike Schmidt

© Wolf Lux
@wolf_lux_photography
Redakteurin

5. November 2025, 16:45 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Für das Jahr 2026 wurde die Zitterpappel zum Baum des Jahres gewählt. Mit dieser Entscheidung rückt eine oft übersehene Baumart in den Mittelpunkt, die allerdings eine enorme Bedeutung für unsere Landschaft, die Artenvielfalt und den Klimaschutz hat.

Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe genannt, wurde von der „Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ zum Baum des Jahres 2026 gekürt. Sie ist in ganz Mitteleuropa heimisch, erreicht meist eine Höhe von 15 bis 25 Metern und bildet eine schlanke und lichtdurchlässige Krone. Die Blätter des Baumes sind rundlich bis herzförmig und haben einen leicht gezähnten Rand. Im Frühjahr leuchten sie frischgrün, im Herbst strahlen sie in warmen Gelb- und Goldtönen.

Typisch für die Zitterpappel ist das zarte Rascheln ihrer Blätter – wie ein leises, unaufhörliches Flüstern, das schon bei leichtem Wind zu hören ist und dem sie ihren Namen verdankt. Das charakteristische „Zittern“ entsteht durch ihre seitlich abgeflachten Blattstiele, die die Blätter selbst bei geringster Bewegung in Schwingung versetzen.

Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp

Der Baum des Jahres 2026 ist Pionierin und Hoffnungsträgerin

Die Zitterpappel gilt als sogenannte Pionier-Baumart, da sie zu den ersten Bäumen gehört, die sich nach Störungen wie Sturm, Feuer oder Kahlschlag auf freigewordenen Flächen ansiedeln. Sie wächst schnell, bildet über ihre weitverzweigten Wurzeln neue Triebe und kann ganze Haine bilden.

Daher spielt sie eine wichtige Rolle für die Wiederbewaldung: Auf kargen, trockenen oder verbrannten Flächen fasst sie schnell wieder Fuß und trägt damit entscheidend dazu bei, geschädigte Wälder zu stabilisieren und die Artenvielfalt zu fördern. Ein Aspekt, der im Zuge des Klimawandels immer wichtiger wird.

Außerdem bietet sie Lebensraum für unzählige Insekten, Vögel und Pilze. So wurden besonders viele Schwebfliegenarten in den Beständen der Zitterpappel festgestellt. Spechte finden zudem im weichen Holz der Bäume ideale Nistmöglichkeiten und zahlreiche Käferlarven entwickeln sich im Totholz der Baumart.

Ein Baum mit Botschaft

Die Wahl der Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 ist mehr als eine symbolische Geste. Sie erinnert daran, wie wichtig Vielfalt, Anpassungsfähigkeit und Erneuerung in der Natur sind. Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen wir solche Pionierarten, die auf veränderte Bedingungen reagieren und Lebensräume neu erschließen können. Die Zitterpappel zeigt, dass selbst die unscheinbaren Bäume eine unverzichtbare Rolle im Kreislauf der Natur spielen.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.