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Von warmweiß bis tageslichtweiß

Wie findet man das richtige Leuchtmittel?

Energiesparend und schick: LED-Lampen
Energiesparend und schick: LEDs gibt es in zahlreichen VariantenFoto: Getty Images

Lumen, Kelvin, Effizienzklasse, Halogen, LED – wenn man heutzutage eine Lampe kaufen möchte, muss man erstmal den Fachjargon beherrschen. In der großen myHOMEBOOK-Übersicht erfahren Sie alles, was man über Leuchtmittel wissen muss.

Dass die herkömmliche Glühbirne schon seit geraumer Zeit nicht mehr verkauft werden darf, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Doch auch die Halogen-Lampe ist schon wieder Geschichte: Nach einer EU-Verordnung wurde sie Ende 2018 vom Markt genommen. Wenn man noch welche im Geschäft ergattert, handelt es sich um Restbestände oder Speziallampen, für die es noch keinen LED-Ersatz gibt, zum Beispiel Lampen für den Backofen. Früher war es einfacher – die Watt-Zahl hat eindeutig die Helligkeit angegeben: 100 Watt bedeutet ziemlich hell, 30 Watt eher dunkel. Heute gelten andere Regeln – und LEDs dominieren den Leuchtmittel-Markt.

Das sind die Vorteile von LED-Leuchtmitteln

LED-Leuchten (kurz für „lichtemittierende Diode“) sind in der Anschaffung zwar etwas teurer als die gute alte Glühbirne oder Halogen-Lampe, verbrauchen jedoch bis zu 90 Prozent weniger Energie. Außerdem halten sie länger und sind zudem stoß- und vibrationsfest. Trotz des höheren Einkaufspreises spart man dadurch also bares Geld. LED-Lampen werden in Effizienzklassen unterteilt. Diese reichen von A++ (sehr effizient) bis E (wenig effizient).

Passend dazu: Fünf Tipps für den Lampenkauf

Passen LED-Leuchten in die alten Fassungen?

Auch die neuen LED-Leuchtmittel lassen sich in die konventionellen Lampenfassungen eindrehen. Für jede Halogen-Lampe gibt es prinzipiell mittlerweile auch ein entsprechendes LED-Modell mit der gleichen Fassung. Was viele verwirrt, ist die Fülle an unterschiedlichen Bauformen. Generell lassen sie sich in Schraub- und Steckfassungen unterteilen. Die Zahlen der entsprechenden Sockelbezeichnungen stehen entweder für den Durchmesser bei Schraubfassungen oder die Abstände der Stifte bei Steckfassungen.

Mit der E-Kennung wird das passende Schraubgewinde angegeben:

  • E14: Eine LED-Lampe mit dieser Bezeichnung passt in eine kleine Fassung von 14 Millimeter, umgangssprachlich wird diese auch Kerzenfassung genannt.
  • E27: Hier handelt es sich um eine große Fassung mit 27 Millimeter, vergleichbar mit dem Lampensockel einer herkömmlichen Glühbirne, auch Allgebrauchslampe genannt. Sie passen üblicherweise in die Fassung eines gängigen Lampenschirms.
  • E40: Hierbei handelt es sich um überdimensionale Fassungen mit einem Durchmesser von 40 Millimeter. Im Haushalt kommen diese Halterungen kaum zum Einsatz.

Leuchtmittel mit einer Steckfassung – auch Stiftsockel genannt – erkennt man hingegen an der G-Kennung:

  • GU10: Bei diesem Sockel werden zwei Stifte in die entsprechende Fassung gesteckt und leicht gedreht. Deshalb heißt sie auch Bajonettverschluss. Oft kommen diese bei Deckenleuchten und LED-Spots zum Einsatz.
  • G5.3: Diese Steckfassung mit zwei Pins im Abstand von 5,33 Millimeter kennzeichnet LED-Spots mit Niedervolt-Spannung und vorgeschaltetem Trafo. Nicht verwechseln mit der wesentlich größeren Fassung G53!
  • G13: Hier geht es um Leuchtstoffröhren – auch Neonröhren genannt – für 230 Volt. Deshalb werden sie auch Röhrensockel genannt.
  • G9: Diese Sockel sind meist bei kleinen Lampen zu finden und stammen ebenso von den früheren Hochvolt-Halogenlampen. Sie haben keine Stifte, sondern U-förmig gebogene Drahtschlaufen.

Wie wird die Helligkeit bei LEDs gemessen?

Mit der Watt-Zahl wurde bei den alten Glühbirnen die Helligkeit angegeben. Bei den LEDs müssen Sie stattdessen auf die Lumen-Einheit auf der Verpackung achten. Die Einheit gibt an, wie stark die Lampe Licht abstrahlt. Hier sehen Sie, wie Watt und Lumen korrelieren:

  • 400 Lumen entsprechen einer 40-Watt Glühlampe
  • 800 Lumen entsprechen einer 60-Watt-Lampe
  • 900 Lumen sind in etwa so hell wie eine 75 Watt-Birne

Lichtfarbe – spenden LEDs kälteres Licht?

LED verbinden viele mit kaltem Licht – das muss heutzutage aber nicht mehr zwingend so sein. Um die richtige Farbtemperatur oder Lichtfarbe zu wählen, sollte man auf die Kelvin-Zahl achten. Zum Vergleich: Eine normale Kerzenflamme hat rund 1500 Kelvin, die Morgensonne in etwa 5000 Kelvin.

  • Warmweiße Lichtfarbe (unter 3300 Kelvin): Eine warm-weiße Lichtfarbe sorgt für eine gemütliche Stimmung, beispielsweise im Wohn- und Schlafzimmer.
  • Universalweiße Lichtfarbe (3300 bis 5300 Kelvin): Ein neutralweißes oder auch kaltweißes Licht ist beispielsweise ideal fürs Badezimmer.
  • Tageslichtweiße Lichtfarbe (über 5300 Kelvin): Diese helle Lichtstärke passt sehr gut für das Arbeitszimmer oder Büro.

Kann ich bei LEDs das Licht dimmen?

Im Handel gibt es stufenlos dimmbare LEDs mit entsprechender Elektronik, viele Modelle können sogar die Farbe wechseln. Die richtige Licht-Stimmung lässt sich auch in viele Smart-Home-Systeme integrieren und so beispielsweise über das Smartphone oder per Sprachsteuerung regeln.

Ob eine LED-Lampe dimmbar ist, wird in der Regel auf der Verpackung angegeben. Aber Achtung: Nicht alle Modelle funktionieren problemlos, vor allem, wenn am Lichtsystem ein Trafo zum Einsatz kommt. Entweder geht die Dimm-Funktion nicht oder nur eingeschränkt mit einem penetranten Brumm-Geräusch.

Tipp: Suchen Sie Rat bei einem Fachhändler, falls Sie unsicher sind, und fragen Sie nach, ob die Lampe mit Ihrem Licht-System kompatibel ist.

Auch interessant: Warum Sie alte Glühbirnen nicht mehr nutzen sollten

Wie entsorge ich die alten Leuchtmittel?

Sie können verbrauchte Glühbirnen im Hausmüll entsorgen. Alte LEDs und Energiesparlampen haben da jedoch nichts zu suchen – diese sollten Sie bei einer Sammelstelle zurückgeben. Das ist in der Regel das Geschäft, in dem Sie die Lampen gekauft haben. Sie können die alten Lampen aber auch bei einem Werkstoffhof entsorgen. Zwar enthalten LED-Leuchten kein Quecksilber wie beispielsweise Energiesparlampen, ihre Bestandteile sind jedoch so wertvoll, dass sie wiederverwertet werden sollten.