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Die 3 häufigsten Fehler bei der Badbeleuchtung

Fehler Badbeleuchtung
Die richtige Beleuchtung im Bad kann Stress reduzieren und Wohlbefinden steigern Foto: Getty Images/CG Tan
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Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

5. Dezember 2025, 10:54 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Das Badezimmer gilt als hauseigener Wellnessbereich – eine besondere Wohlfühlzone, die durchdacht sein sollte. Vor allem lichttechnisch darf sie Atmosphäre ausstrahlen, gleichzeitig aber funktional und sicher sein. In Sachen Badbeleuchtung gilt es bei der Einrichtung drei wichtige Fehler zu vermeiden.

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Fehler 1: Deckenleuchte statt Mehrzonenlicht

Haarstyling, Körperpflege, Make-up – wenn es einen Raum gibt, in dem Selbstfürsorge großgeschrieben wird, dann ist es das Badezimmer. Hygiene und Schönheit stehen hier im Vordergrund; beides erfordert eine gute Sicht und ausreichende Beleuchtung. Nur weil eine Lampe zum Haareföhnen ideal ist, bedeutet das nicht, dass sie sich auch für die Schminkroutine oder die Rasur gut eignet. Es ist deshalb keine gute Idee, nur auf eine einzige Deckenleuchte zu setzen. Denn: Diese wirft harte Schatten im Raum und lässt das Gesicht im Spiegel fahl und blass wirken, weil es nicht richtig ausgeleuchtet wird. Licht, das von oben kommt, verstärkt ganz grundsätzlich Schatten unter den Augen.

Wie man den Fehler umgeht

Besser als mit einer einzigen Deckenleuchte ist man mit einer Mehrzonenlösung beraten. Neben dem Hauptlicht sorgen Spiegelleuchten und ausrichtbare Strahler für eine gute Sicht auf Haut, Haare und Unebenheiten. Diese werden am besten vertikal rechts und links vom Spiegel angebracht. Im Trend liegen zudem rundum leuchtende LED-Spiegel, die eine schattenfreie und gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichtes ermöglichen. Optimal ist es, wenn sich die Lichtstimmung und -farbe anpassen lassen.

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Fehler 2: Die falsche Lichtstimmung

Die Funktion eines Badezimmers hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verändert – vom klassischen Waschraum hin zu einem Ort für Erholung und Entspannung. In einer Zeit, in der der Alltag zunehmend von permanenten Reizen, Zeitdruck und Stress geprägt ist, gewinnt das Bad an Bedeutung. Und genau dort setzt das Stimmungslicht an. Denn ein großer Fehler bei der Badbeleuchtung ist, die falsche Lichtstimmung zu wählen. Das kann den Körper zusätzlich stressen und hat maßgeblich Einfluss auf den Biorhythmus und das Müdigkeitslevel.

Helles Funktionslicht ist zwar essentiell, aber mindestens genauso wichtig sind Leuchten, die flexibel anpassbar sind. Während morgens bei der ersten Wäsche des Tages aktivierendes, helles, neutralweißes Licht gebraucht wird, wollen wir abends beim Zähneputzen nicht geblendet werden. Nach einem anstrengenden Tag sollte es unbedingt vermieden werden, mit grellem Licht weitere Reize zu setzen – insbesondere kurz vor dem Schlafengehen. Eine indirekte und warme Beleuchtung reduziert Stresshormone, sorgt für Geborgenheit und hilft beim Herunterfahren des Nervensystems. So kann auf Dauer sogar die Schlafqualität verbessert werden und man startet morgens fitter in den Tag.

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Wie man den Fehler umgeht

Stimmungslichter helfen bei der mentalen Umstellung zwischen „Tagmodus“ und „Nachtmodus“ und sorgen für Momente echter Beruhigung. Das Bad wird so zu einem Reset-Raum im eigenen Zuhause. Ideal sind Leuchten, die sich dimmen oder nach Bedarf einstellen lassen, zum Beispiel per Klick in einer App oder Sprachsteuerung. Smart-Home-Lösungen werden immer beliebter und sind auch im Bad eine geeignete Lösung.

Fehler 3: Kein Schutz

Nasszonen bedürfen immer einer besonderen Vorsicht, insbesondere, wenn mit Strom hantiert wird. In kaum einem anderen Raum ist der Schutz von Lampen so wichtig wie im Badezimmer. Viele machen den Fehler, LED-Spots oder Leuchten ohne ausreichende IP-Schutzart zu installieren. IP steht für International Protection und gibt an, wie gut ein elektronisches Gerät für die Umgebungsbedingungen geeignet, also vor Feuchtigkeit und Staub geschützt ist. Dafür wurden verschiedene Codes entwickelt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sind in gewissen Teilen der Wohnung  bestimmte IP-Schutzarten vorgeschrieben, die zwingend eingehalten werden müssen. So zum Beispiel im Badezimmer. In Duschen und Badewannen ist Schutzart IP67 (wasserdicht bei zeitweiligem Untertauchen) Pflicht, in anderen Bereichen je nach Entfernung zu Wasserhähnen IP44 (spritzwassergeschützt) oder IP65 (strahlwassergeschützt).

Ähnliches gilt übrigens für Outdoorlampen, die Wind und Wetter ausgesetzt sind. Eine Leuchte mit zu niedriger IP-Schutzklasse kann Wasser ziehen, Kurzschlüsse verursachen oder schlimmer noch, brandgefährlich werden. Wenn falsche Lampen installiert sind, die nicht den Vorgaben entsprechen, kann zudem der Versicherungsschutz erlöschen.

Wie man den Fehler umgeht

Im besten Fall lässt man sich vor der Planung und dem Einbau von Badezimmerlampen im Baumarkt oder Fachhandel umfassend beraten. So kann sichergestellt werden, dass für jede Raumecke die passende Leuchte ausgewählt wird und alle Vorgaben beachtet sind. In trockenen Zonen dürfen auch herkömmliche Wohnraumleuchten angebracht werden.

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