4. Februar 2026, 9:57 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Die Fangemeinde um die Kultserie „Friends” findet längst nicht nur Gefallen an der Handlung und den witzigen Dialogen. Die einzelnen Serienfiguren gelten zudem stilistisch für viele als Vorbild. In puncto Einrichtung sticht insbesondere die farbenfrohe Wohnung der Serienfigur Monica Geller hervor. Um den Flair der Filmwohnung in den eigenen vier Wänden umzusetzen, sollte man ein paar Punkte beachten.
Inspiration, um die eigene Wohnung einzurichten, findet man an den unterschiedlichsten Orten. Serien und Filme sind ganz vorn mit dabei. Besonders ikonisch und einprägsam sind die Filmsets aus der Sitcom „Friends“. Was man bei der Einrichtung der eigenen Wohnung beherzigen kann, damit sie einen ähnlichen Charme erhält, verrät myHOMEBOOK in diesem Artikel.
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Die Basics: gewollt unperfekt
Die Wohnung von Monica Geller aus der Serie „Friends“ ist ein großzügig geschnittenes New Yorker Loft mit offengelegten Backsteinwänden in der Küche. Da die Serie in den 1990er-Jahren produziert wurde, spiegelt auch das Setdesign den Stil dieser Epoche wider.
So ikonisch der Look ist, nicht jeder möchte – oder kann – in einer Wohnung mit starkem 90er-Jahre-Charme und ausgeprägtem New-York-Vibe leben. Die gute Nachricht: Der Stil lässt sich zeitgemäß interpretieren, auch ohne offene Küche mit Backsteinwand. Monicas Wohnung ist ein Sammelsurium und ein Ort, an dem nicht nur die Freunde, sondern auch unterschiedliche Einrichtungsstile zusammenkommen.
Mut zur Farbe
Besonders einprägsam ist die Farbpalette der Friends-Wohnung. Ein kühles Violett dominiert das Bild, da sowohl die Wände als auch die Eingangstür in der Farbe gestrichen sind. Mutige können sich daran ein direktes Vorbild nehmen und ebenfalls die Wände in einem elektrisierenden Ton streichen. Wenn farbige Wände nicht möglich sind, kann man Lila – oder andere Farben – durch Bilderrahmen, Vorhänge oder Kissen in der Wohnung integrieren.
Im Kontrast zum knalligen Violett der Wände ist das restliche Wohnzimmer in Creme, Weiß und warmen Beigetönen gehalten. Die ruhige Farbpalette sorgt dafür, dass der Raum trotz der auffälligen Wandfarbe harmonisch wirkt und nicht überladen erscheint.
Tipp: Keine Angst vor Farbe! Ob violettfarbene Wände, eine strahlend blaue Küche oder ein gelber Küchenschrank: Farbe ist ein Ausdruck von Lebensfreude. Und genau diesen Spaß sollte man sich nicht nehmen, schließlich lassen sich Wände jederzeit wieder streichen. Die exakte Farbe von Monicas Wänden ist übrigens Persian Violet 1419 von Benjamin Moore, wie der Friends-Produktionsdesigner John Shaffner Architectural Digest verrät.
Möbel-Mix verleiht Charakter
Besonders charmant und gemütlich wird die Wohnung von Monica durch den vorhandenen bewussten Stilbruch durch Möbel und Dekoration. Um im eigenen Wohnzimmer eine ähnliche Stimmung zu kreieren, sollte man als Grundstein ein großes, gemütliches Sofa wählen. Dieses sollte in hellen, warmen Farben gehalten sein und darf zarte Muster aufweisen. Hölzerne Tische, ob als Sofa- oder Beistelltisch, und ein ebenso gemütlicher Sessel runden das Bild ab.
Monicas Möbel scheinen über die Jahre zusammengetragen worden zu sein. Gerade diese Mischung aus Alt und Neu, Elegantem und Alltäglichem macht die Wohnung lebendig und authentisch. Um interessante Möbelstücke zu finden, die Charakter haben, ist es ratsam, in Vintage-Möbelhäusern oder auf Flohmärkten auf die Suche zu gehen. Das Ziel ist dabei nicht, exakte Replikationen aus der Serie zu finden, sondern eigene Schätze ausfindig zu machen.
Übrigens: Die Stühle um Monicas Küchentisch wurden im Laufe der Serie immer wieder ausgetauscht. Jeder Stuhl ist ein Unikat, was ganz im Sinne von Secondhand-Shopping ist.
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Deko mit Herz
Monicas Apartment war eigentlich die Wohnung ihrer Großmutter, bevor diese nach Florida zog. Spuren der Vormieterin findet man in der Einrichtung und Dekoration: Stuckleisten, antik anmutende Konsolen oder klassische Holzoberflächen bilden die stilistische Grundlage der Wohnung. Sie sorgen für Ruhe und Eleganz.
Einen direkten Kontrast stellen die verspielten und farbenfrohen Details dar. Florale Muster und kitschige Dekoobjekte bringen Leichtigkeit und Persönlichkeit in den Raum. Für die eigenen vier Wände sollte man sich merken: nicht zu streng kombinieren. Erlaubt ist, was einem gefällt und gute Laune macht.
Gemusterte Textilien für Gemütlichkeit
Teppiche, Vorhänge, Kissen, Decken und Tischdecken sorgen in Monicas Wohnung für Wohnlichkeit. Es gibt kaum eine kahle Fläche. Für die eigene Wohnung gilt das Gleiche: Unterschiedliche Stoffe und Muster dürfen nebeneinander existieren und schaffen eine einladende Atmosphäre.
Damit ein Raum trotz Mustermix harmonisch wirkt, ist es sinnvoll, auf die Farben zu achten. Das wurde auch in dem Friends-Apartment umgesetzt. Durch verschiedene Musterungen auf Teppichen, Kissen und Vorhängen ist optisch zunächst viel los. Doch es wirkt nicht überfordernd, sondern ausgewogen und damit einladend. Schaut man genauer hin, erkennt man, dass ähnliche Farben gewählt wurden. Die verschiedenen Textilien weisen primär Rot-, Gelb- und Blautöne auf, die sich in der Wohnung mehrmals wiederfinden.