13. Februar 2026, 13:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wirkt ein Zuhause ungemütlich, liegen die Ursachen oft in bestimmten Einrichtungsfehlern. myHOMEBOOK-Autorin und Interior Designerin Odett Schumann erklärt, welche typischen Missgriffe dafür verantwortlich sind und wie man sie vermeiden oder beheben kann.
Übersicht
1. Fehler: Zu viel Chaos und Unordnung
Ein unordentliches Zuhause wirkt schnell ungemütlich. Die perfekte Ordnung wirkt aber ebenso wenig wohnlich. Der Königsweg besteht also darin, eine Balance aus beiden Extremen zu schaffen. Ein wenig Chaos zeigt, dass gelebt wird. Regelmäßiges, nicht übertriebenes Aufräumen braucht es jedoch zum Ausgleich, um ein ungemütliches Zuhause in eine wohnliche Wohlfühloase zu verwandeln.
2. Fehler: Keine ausgewogenen Verhältnisse
Wände sollten keinesfalls vollgestellt sein, aber auch nicht komplett leerbleiben. Denn sonst wirkt es entweder erdrückend oder einsam. Auch Möbelstücke dürfen gern ein wenig „atmen“. Ein Bücherregal, das über ein, zwei leere Fächer verfügt, wirkt deutlich weniger streng. Und wenn man gar nicht mehr weiß, wohin mit seinem ganzen Besitz, sollte man vielleicht über dessen grundsätzliche Notwendigkeit nachdenken.
Allerdings sollte man nicht rigoros alles eliminieren, denn sonst kann ein Zuhause kahl und damit schnell ungemütlich wirken. Mal eine Wand nahezu freizuhalten, ist okay, dafür dürfen die angrenzenden Wände dann wiederum gefüllt(er) sein.
3. Fehler: Zu wenig Textilien
Textilien bieten sich wunderbar an, um ein Zuhause gemütlich zu machen. Allerdings sollten diese wohldosiert zum Einsatz kommen, damit die Räume nicht an Stoff „ersticken“. Beginnen kann man beispielsweise mit einem Läufer im Eingangsbereich oder im Flur. Vorhänge an den Fenstern erfüllen nicht nur eine wohnliche Komponente, sondern als Sicht- und Sonnenschutz auch eine funktionale. Schlaf- und Wohnzimmer brauchen eine kleine Auswahl an Kissen und Decken. Weitere, vor allem eher dekorative Textilien wären etwa Felle, Makramees sowie Wandteppiche oder -tücher.
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4. Fehler: Keine Pflanzen in der Wohnung
Als lebende Organismen bringen Pflanzen eine gewisse Dynamik in den Raum. Nicht nur, dass sich einige von ihnen permanent optisch verändern, schon allein ihr Grünton hat einen belebenden Charakter. Ein Zuhause kann mit diesen natürlichen Accessoires nur schwerlich ungemütlich wirken.
Außerdem sorgen Pflanzen für ein verbessertes Raumklima. Und bekannte Ausreden bezüglich des fehlenden grünen Daumens gelten nur begrenzt, denn Kakteen, Aloe vera oder der Drachenbaum sind äußerst pflegeleicht.
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5. Fehler: Mangel an Persönlichkeit
Das Interior Design ist gewissermaßen der Kleidungsstil der eigenen vier Wände. Daher sollte auch unsere Einrichtung eine persönliche Note tragen. Private Aufnahmen an der Wand oder Souvenirs von vergangenen Reisen auf der Kommode drücken sehr viel über uns aus. Aber vor allem lassen diese persönlichen Dinge ein Wohlgefühl entstehen und verschaffen einem Gast einen besseren Eindruck. Statt also unbeholfen nur zu Accessoires aus dem Einrichtungsladen zu greifen, die das Zuhause oft „verkünsteln“, darf man auch mal auf den eigenen Geschmack vertrauen.
6. Fehler: Keine ausreichende Beleuchtung
Damit ein Zuhause nicht ungemütlich wirkt, ist ausreichend Licht besonders wichtig. Zu beachten sind hierbei die verschiedenen Beleuchtungsarten, denn es bedarf nicht nur einer Grundausleuchtung durch eine Deckenleuchte, sondern auch Funktions- sowie Stimmungsleuchten in einem Raum.
Eine Schreibtischlampe oder Unterbaustrahler an Küchenschränken sind wichtig für das Auge. Eine Wand-, Tisch- oder auch Bodenleuchte hingegen für das Gemüt. Die Hauptsache ist in jedem Fall, dass genügend warmes Licht, auch in Form von Kerzen, die Räume flutet, damit ein gemütliches Ambiente entstehen kann.