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Ikone der 60er

Diese Designerleuchte hängt in vielen modernen Wohnungen

Flowerpot
Die Flowerpot gibt es in vielen verschiedenen Modellen und Farben Foto: Getty Images
Mareike Schmidt

Berlin, 18.5.2026
(c) Niels Starnick / BILD
Redakteurin

14. Oktober 2026, 6:06 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Die Flowerpot von &Tradition ist mit ihren zwei gegenüberliegenden Halbkugeln, ihrer unverwechselbaren Silhouette und einer Farbpalette, die von dezent bis ausdrucksstark reicht, weit mehr als eine Lichtquelle. Sie ist ein Stück Designgeschichte, ein Symbol für gestalterische Freiheit und ein Beweis dafür, dass gutes Design keine Frage kurzlebiger Trends ist.

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Ein Entwurf aus einer Zeit des Aufbruchs

Das Jahr 1968 war geprägt von gesellschaftlichen Veränderungen, neuen Lebensentwürfen und dem Wunsch, überkommene Vorstellungen zu hinterfragen. Die Jugendkultur entwickelte eigene Ausdrucksformen, die Flower-Power-Bewegung stand für Frieden, Liebe und ein offeneres Miteinander, während die Begeisterung für technische Innovationen und die Raumfahrt neue Zukunftsbilder entstehen ließ. Auch das Design löste sich zunehmend von traditionellen Konventionen und suchte nach einer Sprache, die moderner, mutiger und experimentierfreudiger war.

Genau in diesem Umfeld entstand die Flowerpot. Verner Panton, 1926 in Dänemark geboren, gehörte zu den Gestaltern, die sich bewusst von der zurückhaltenden Ästhetik des klassischen skandinavischen Modernismus entfernten. Während viele seiner Zeitgenossen auf natürliche Materialien, gedeckte Farben und eine eher sachliche Formensprache setzten, begeisterte er sich für intensive Farbtöne, ungewöhnliche Materialien, geometrische Formen und futuristische Raumkonzepte. Für Panton war Design nicht allein eine Frage der Funktion. Es sollte Menschen emotional ansprechen, ihre Fantasie anregen und den Alltag lebendiger machen. Die Flowerpot verkörpert diese Haltung auf besondere Weise: Sie wirkt unkompliziert und spielerisch, ist zugleich aber bis ins Detail durchdacht. Ihr Entwurf spiegelt den Optimismus einer Zeit wider, in der sich die Zukunft nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch neu erfinden ließ.

Die Flowerpot gehört seit 2011 zum Portfolio der dänischen Designmarke &Tradition. Zuvor wurde sie unter anderem von Louis Poulsen produziert. Mit der heutigen Kollektion ist die ursprüngliche Idee weit über die klassische Pendelleuchte hinausgewachsen. Neue Formate, zusätzliche Einsatzmöglichkeiten und veränderte Farbwelten ermöglichen es, den Entwurf an moderne Wohn- und Arbeitsumgebungen anzupassen.

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Von der ersten Pendelleuchte zur vielseitigen Kollektion

Ursprünglich wurde die Flowerpot als Pendelleuchte bekannt. Seit ihrem Entwurf im Jahr 1968 hat sich die Serie jedoch kontinuierlich weiterentwickelt. Heute umfasst sie zahlreiche Modelle, die unterschiedliche Anforderungen an Beleuchtung und Raumgestaltung erfüllen. Dabei bleibt die charakteristische Formensprache von Verner Panton stets erhalten.

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Die Flowerpot als Pendelleuchte gibt es in den Ausführungen VP1, VP2, VP6, VP7 und VP10. Die Ausführungen unterscheiden sich in der Größe und eignen sich daher für unterschiedliche Wohnbereiche wie den Esstisch, die Kücheninsel, größere Räume oder offene Wohnbereiche.

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Wer die Flowerpot lieber auf einer Kommode, einem Sideboard oder einem Schreibtisch platzieren möchte, setzt am besten auf die Modelle VP3, VP4 und VP9. Sie eignen sich sowohl als dekorative Akzentbeleuchtung als auch für gemütliche Lichtinseln im Wohnbereich.

Mit der VP8 hält die charakteristische Flowerpot-Form auch Einzug in die Wandbeleuchtung. Sie bietet sich beispielsweise für Flure, für den Platz neben dem Bett oder als zusätzliche Lichtquelle in einer Leseecke an. Wer Gefallen an dem Design gefunden hat, aber eine Stehlampe bevorzugt, wird bei dem Modell VP12 fündig.

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Ein besonderes Beispiel des Flowerpot-Sortiments ist der Flowerpot-Chandelier, bei dem mehrere Schirme zu einer Installation zusammengeführt werden. So wird aus dem einzelnen Designklassiker eine Komposition, die an einen modernen, geometrisch interpretierten Blumenstrauß erinnert.

Zwei Halbkugeln, eine unverwechselbare Form

Das gestalterische Prinzip der Flowerpot ist bemerkenswert einfach: Zwei einander zugewandte, halbkugelförmige Metallschirme bilden den Leuchtenkörper. Die obere Schale ist deutlich größer als die untere und überdeckt sie teilweise. Gemeinsam ergeben sie eine harmonische, beinahe schwebende Komposition, die an eine abstrakte Blüte oder einen stilisierten Pilz erinnert.

Der Name Flowerpot – auf Deutsch Blumentopf – verweist auf die runde, organisch anmutende Form. Tatsächlich erinnert die Leuchte an eine Blüte, ohne diese naturalistisch nachzubilden. Gerade diese Abstraktion macht ihren Reiz aus. Panton übersetzt eine vertraute Assoziation in eine moderne, geometrische Form, die gleichermaßen weich und präzise wirkt.

Doch die Konstruktion ist nicht nur ästhetisch motiviert. Der untere Schirm verdeckt das Leuchtmittel und trägt dazu bei, das Licht gezielt zu lenken. Die nach innen gerichteten Flächen reflektieren das Licht, während die offene, kompakte Gestaltung der Leuchte ihren charakteristischen Ausdruck bewahrt. Die Schirme werden aus geformtem Metall gefertigt und erhalten je nach Ausführung eine lackierte oder veredelte Oberfläche. Das Ergebnis ist ein Entwurf, der mit wenigen Elementen auskommt und gerade deshalb überzeugt. Es gibt keine überflüssigen Verzierungen, keine modischen Details und keine komplizierte Konstruktion, die von der Grundidee ablenkt. Die Form selbst ist das Gestaltungselement – und zugleich das Wiedererkennungsmerkmal der gesamten Serie.

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Ein Spiel mit Farben und Oberflächen

Farbe spielt bei der Flowerpot eine zentrale Rolle und gehört zu den wichtigsten Gestaltungselementen von Verner Panton. Die Leuchte ist heute in zahlreichen Varianten erhältlich, von dezenten Farben wie Weiß, Schwarz oder Beige bis hin zu kräftigen Tönen wie Rot, Blau oder Orange sowie verschiedenen Metallausführungen. Dadurch kann sie je nach Farbwahl zurückhaltend wirken oder gezielt Akzente setzen.

Besonders spannend ist das Zusammenspiel mit unterschiedlichen Materialien und Einrichtungsstilen. Während helle Farben die markante Form betonen, sorgen kräftige Nuancen für einen stärkeren Blickfang. Anlässlich des 100. Geburtstags von Verner Panton im Jahr 2026 hat &Tradition zudem neue Farbvarianten vorgestellt, darunter Steel Blue, Ivory und Zesty Orange. Sie greifen die ursprüngliche Farbwelt des Designers auf und zeigen, wie sich der Klassiker mit neuen Nuancen weiterdenken lässt. Die Farbgestaltung ist damit weit mehr als eine kosmetische Ergänzung: Sie ist Teil der gestalterischen Identität der Flowerpot.

Ein Stück Designgeschichte

Die Flowerpot gilt als Designklassiker, weil sie eine markante Form mit durchdachter Funktion verbindet. Die charakteristische Silhouette macht sie sofort erkennbar, während die Schirme gleichzeitig für eine gezielte Lichtführung sorgen. Zudem überzeugt der Entwurf durch seine klare, reduzierte Gestaltung, die ohne überflüssige Details auskommt. Dass die Leuchte von Verner Panton stammt, in den 1960er-Jahren entstand und bis heute beliebt ist, unterstreicht ihren zeitlosen Charakter.

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