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Problemzone im Haus

Interior-Tipps, um die richtige Wandfarbe für den Flur finden

Heller Flurbereich mit dunklen Kontrasten
Ist weiß wirklich die beste Wandfarbe für den Flur? Foto: iStock/onurdongel

In den meisten Fällen ist der Eingangsbereich eines Zuhauses alles andere als einfach geschnitten. Daher braucht es beim Einrichten häufig so einige Kompromisse. Hilfreich kann hier allerdings der geschickte Einsatz von Farben sein. Welche Wandfarben eignen sich also für welchen Flurtyp?

Oftmals erweist sich der Flur beim Einrichten als besonders herausfordernd. Entweder handelt es sich hierbei um einen innenliegenden Raum, der entsprechend über keinerlei Fenster und Tageslicht verfügt, oder aber er fällt ausgesprochen klein und verwinkelt aus. Wie kann man solch einem Flur nun eine willkommene Wirkung, mehr noch, ein Gefühl der Behaglichkeit verleihen? Ein Trick kann die Wahl der richtigen Wandfarbe im Flur sein. Dafür ist es hilfreich zu wissen, welche Farben sich für welchen Raumschnitt eignen.

Die richtige Wandfarbe für den Flur finden

Weil der Eingangsbereich aufgrund zahlreicher Kleidungsstücke, Accessoires und Schuhe ohnehin anfällig für Unordnung und leider auch Schmutz ist, sollte man farblich nicht allzu wild experimentieren. Andernfalls fällt der erste Eindruck beim Betreten des Raums wohl eher überfordernd aus. Und da ein Flur im Grunde nichts anderes als ein Durchgangszimmer ist, sollte auch der Aufwand in Sachen Gestaltung nicht übermäßig intensiv, aber dennoch effizient ausfallen.

Schmaler Flur

Ein schmaler Flur braucht vorwiegend eines, um wohnlicher zu wirken: einen stretchenden Effekt. Dafür sollte man die langen Seitenwände hell, bestenfalls weiß halten. Das viele künstliche Licht, was in einem fensterlosen Raum zum Einsatz kommt, sorgt entsprechend für Reflektion und damit für mehr Weite.

Ein heller Flur ohne Fenster
Ein schmaler Flur wirkt weniger beengend, wenn man ihn mit hellen Farben streichtFoto: Getty Images

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Der Fokus auf Helligkeit entlarvt allerdings schnell auch die Problemzone eines Flurs: Helle Bereiche sind sehr empfindlich und schmutzanfällig. Wie lässt sich nun also Wandfarbe in einen schmalen Flur integrieren? Es empfiehlt sich, auf Akzente zu setzen, wie beispielsweise in Form von bunten Accessoires wie einer farbigen Vase oder einem Hocker. Als zweite Lösung bietet sich eine einzelne Wand an, die wie ein Solist im Orchester besonders hervorgehoben wird. Am besten eignet sich hierfür die Frontseite, sprich die fensterlose Wand am Ende eines schmalen Flurs.

Kleiner Flur

Auch in einem kleinen Flur gilt es Helligkeit zu wahren. Dafür müssen nicht zwingend alle Wände weiß sein, sollten aber maximal im Farbspektrum von hellen Natur- oder auch Pastelltönen liegen. So lässt sich das nicht vorhandene Tageslicht am besten ausgleichen. Für ein freundliches Ambiente im Flur eignen sich Wandfarben wie Sand, Hellgrau, Mint oder auch ein zartes Zitronengelb. Die Naturfarben wirken dabei gemütlich und einladend, die Pastelltöne hingegen strahlen eine fröhliche bis poppige Note aus.

Wem Pastellfarben allerdings zu kühl und künstlich erscheinen, der kann alternativ auch auf warme, pudrige Töne wie Koralle oder Marsala setzen. Doch gilt bei kleinen Fluren stets die Prämisse: je dunkler der Farbton, desto geringer sein Einsatz. Umso heller eine Farbe also ist, desto mehr Wände können mit ihr gestrichen werden.

Großer Flur

Große Flure bieten die Chance, in puncto Farbe etwas mutiger zu sein. Hier dürfen vor allem dunkle Wandfarben, aber auch Kontraste großzügig zum Einsatz kommen. Kombiniert kommen beide Aspekte bestens zur Geltung, wenn Türblatt und -rahmen sowie Sockelleisten und Decke – eventuell versehen mit Stuckelementen – gänzlich Weiß bleiben. So entsteht ein ausgesprochen eleganter wie auch charismatischer Eintritt ins eigene Zuhause mit fast schon dramatischer Wirkung.

Großer Flur mit Wand in Weinrot
Dunkle Farben gehören in große Flure, wo ihre Wirkung am besten zur Geltung kommen kannFoto: iStock/Aleksandra Zlatkovic

Auch andere, extremere Farbduos wie ein Schwarz-Weiß-Kontrast oder mehrere bunte Farben haben hier genügend Raum, ohne dabei ungemütlich zu wirken. Dunkle Farben mögen in kleinen oder schmalen Fluren düster wie auch beengend erscheinen, in großen können sie hingegen ihr ganzes Potenzial ausspielen. Mithilfe indirekter Beleuchtung ist schnell für eine gemütliche Atmosphäre gesorgt.

Verwinkelter Flur

Räume mit kompliziertem Schnitt, wie etwa ein verwinkelter Flur, bedeuten einrichtungstechnisch häufig eine besondere Hürde. Wenn aber auch hier die Wände nicht ohne Farbe bleiben sollen, gibt es verschiedene Lösungen. Eine davon ist es, sich auf die zentralste Wand im Flur zu konzentrieren. Das muss nicht zwangsläufig die größte Wandfläche im Raum sein, sondern lediglich die, die spürbar im Fokus liegt. Bleiben alle anderen Wände neutral, sticht diese eine Wand besonders schön hervor.

Alternativ kann für eine ausgefallene Farboffensive im Flur auch die Imitation einer Wandvertäfelung gewählt werden. Hierbei werden sämtliche Wände im Raum nur bis auf halbe Höhe gestrichen. Auf diese Weise erhält der verwinkelte Flur so einen nostalgischen wie auch eleganten Charme.

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