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Von Aarhus in die Welt

Warum Jysk in Deutschland lange Dänisches Bettenlager hieß

Jysk
Jysk steht für einfache und zugängliche Einrichtungslösungen für Haus und Garten mit einem Fokus auf skandinavisches Design Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE | Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE
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Redakteurin

20. November 2025, 6:21 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Jysk, oder wie es bis 2020 noch hieß – nämlich Dänisches Bettenlager – ist vielen ein Begriff. Das international tätige Einzelhandelsunternehmen ist auf Produkte für Schlafen, Wohnen und Einrichten spezialisiert und ist in mehr als 50 Ländern vertreten. myHOMEBOOK stellt vor, wer genau hinter der Marke steckt und wie sich Jysk etablieren konnte.

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Von Aarhus in die Welt

Die Erfolgsgeschichte von Jysk begann 1979 in der dänischen Stadt Aarhus. Firmengründer Lars Larsen eröffnete damals den ersten Store unter dem Namen „Jysk Sengetøjslage“, zu Deutsch „Jütländisches Bettwäschelager“. Der Begriff „Jysk“ verweist auf die Halbinsel Jütland, deren Bewohner als fleißig, bodenständig und zuverlässig gelten. Eigenschaften, die auch das Unternehmen prägen sollten.

Bereits 1984 wagte Jysk den Schritt ins Ausland: Der erste Store außerhalb Dänemarks eröffnete in Flensburg. Um den Namen für deutsche und österreichische Kunden verständlicher zu machen, wurde dort aus dem „Jütländischen Bettwäschelager“ das „Dänische Bettenlager“. In allen anderen Ländern etablierte sich der Name Jysk.

2021 entschied sich das Unternehmen, weltweit einheitlich unter einem Markennamen aufzutreten. „Ab 2021 sollten alle Stores denselben Namen tragen, um zu zeigen, dass wir ein Unternehmen sind. So kam es zur Umbenennung“, erklärt Pressesprecherin Julia Rojahn. Die Reaktionen der Kunden waren überwiegend positiv: „Zunächst gab es einige Schmunzler bei der Aussprache. Aber nach gut vier Jahren zeigt sich, dass sich die Menschen daran gewöhnt haben.“ Im September 2024, also drei Jahre nach dem Rebranding, lag die Markenbekanntheit in Deutschland bereits bei 82 Prozent.

Ein Familienunternehmen mit starken Marken

Jysk ist bis heute ein Familienbetrieb. Es gehört zur Lars Larsen Group, die sich zu 99 Prozent im Besitz der Familie Brunsborg befindet. Vorsitzender der Gruppe ist Jacob Brunsborg, Sohn des Unternehmensgründers. Neben Jysk gehören auch Marken wie Bolia, Ilva und Sofacompany zur Gruppe.

Trotz internationaler Ausrichtung bleiben die Produktionswege bei Jysk vergleichsweise kurz: Kernprodukte wie Matratzen, Oberbetten und Kopfkissen werden größtenteils in Deutschland und Polen hergestellt.

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Bestseller und Sortimentserweiterungen

Das Angebot von Jysk ist breit, die Schwerpunkte aber klar: „Möbel, Schlafsysteme sowie Deko sind unsere verkaufsstärksten Gruppen. In den warmen Monaten sind unsere Gartenmöbel ebenfalls Topseller“, so Rojahn. Das Sortiment ist dynamisch. Zweimal jährlich werden in allen Produktgruppen Wechsel vollzogen. In diesem Jahr allein kommen 1447 neue Produkte hinzu.

Bekannt ist Jysk vor allem für seinen Scandi-Chic: ein klarer, heller und funktionaler Stil mit skandinavischen Wurzeln. Dennoch richtet sich das Unternehmen nicht ausschließlich nach Traditionen. „Trends spielen bei JYSK eine große Rolle. Unser Team rund um die Range and Design Managerin Rikke Blæsild ist weltweit unterwegs, um sich von Trends inspirieren zu lassen und diese auf skandinavisch ‚zu übersetzen‘.“

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Königlicher Glanz und ein Ende der Tradition

Über viele Jahre war Jysk eng mit dem dänischen Königshaus verbunden. Von 2010 bis 2025 trug das Unternehmen den Titel „Durch Ernennung zum königlich dänischen Hof“. Dieser Titel wurde an Firmen verliehen, die das Königshaus beliefern und sich durch ihren Ruf auszeichnen. Seit April 2025 führt Jysk diesen Ehrentitel jedoch nicht mehr. Das liegt aber nicht daran, dass dem Unternehmen der Titel entzogen wurde, sondern lediglich daran, dass die Bezeichnung abgeschafft wurde.

Aufräumen mit Gerüchten

Immer wieder kursiert das Gerücht, Jysk gehöre zu Ikea. Das Unternehmen weist diese Behauptung jedoch zurück. „Nein, an diesem Gerücht ist zu 100 Prozent nichts dran. Vielleicht liegt es an unseren skandinavischen Wurzeln“, so die Sprecherin.

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