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Nicht nur als Lager

11 geniale Ideen, um den Keller sinnvoll zu nutzen

Ein Keller eignet sich, um seinen Hobbys nachzugehen
Ein Keller eignet sich, um seinen Hobbys nachzugehenFoto: Getty Images

Ebenso wie ein Dachboden wird ein Keller in erster Linie zum Abstellen und Lagern von allerlei Dingen genutzt. Neben der Winter- und Sommerkleidung liegt altes Kinderspielzeug, hinter alten Möbeln versteckt sich manch vergessenes Gartengerät. Dabei kann man den Platz im Keller wesentlich sinnvoller nutzen.

Insbesondere alte Häuser besitzen in der Regel einen geräumigen Keller. Aufgrund schauriger Geschichten, kühlen Temperaturen und feuchter Luft halten sich die meisten aber eher ungern in der untersten Etage des Hauses auf. Dabei kann man die Kellerräume auch gemütlich und einladend gestalten. 11 Ideen, wie man die Räume im Keller sinnvoll nutzen kann.

Arbeitszimmer

Von zu Hause zu arbeiten hat viele Vorteile. Dennoch ist es ratsam, seinen Arbeitsbereich vom restlichen Wohnraum klar zu trennen. Um ein Arbeitszimmer einzurichten, in dem man produktiv sein kann, ist der Keller ideal – denn hier hat man seine Ruhe. Wichtig ist, dass man dekorative Elemente nicht vernachlässigt. Verschiedene Sitzmöglichkeiten sorgen für Abwechslung.

Hobbyraum

Ein Ideen-Klassiker, um den Keller sinnvoll zu nutzen, ist der Hobbyraum. Unter der Erde stören umherwirbelnde Holzspäne, laute Musik, knatternde Nähmaschinen oder gelagertes Werkzeug kaum – oder auch gar nicht. Im Hobbyraum kann man seiner kreativen Seele freien Lauf lassen. Auch ein heruntergefallener Farbpinsel ist nicht so schmerzhaft wie auf dem teuren Teppich im Wohnzimmer. Wichtig ist, dass man an ausreichend Licht denkt. Neben einem Deckenlicht sorgen verschiedene, kleinere Lichtquellen für eine helle und angenehme Atmosphäre.

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Spa und Wellness

Schwimmbecken, Sauna und Ruhebereich – der Traum vom eigenen Spa wird mit dem Umbau des Kellers wahr. Nachteil dieses Vorhabens: Den Keller in eine Wellness-Oase zu verwandelt, ist in der Regel von kostspieliger Natur. Aus dem Baumarkt bekommt man eine Sauna bereits für etwa 1.500 Euro – jedoch kann man diese nicht individuell Gestalten.

Ankleidezimmer

Wer im Sommer und Winter die saisonale Kleidung im Kleiderschrank austauscht, kann auf das Hin und Her durch ein Ankleidezimmer im Keller verzichten. Stars wie Kendall Jenner machen es mit anschließendem Beauty-Bereich im Keller vor. Neben Kleiderschrank dürfen dabei Spiegel sowie das richtige Licht nicht fehlen. Eine Sitzbank und ein großer Teppich runden das Bild ab. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Luft nicht zu feucht und zu kalt ist. Andernfalls kann die Kleidung muffig riechen.

Kino

Eine große Leinwand, ein Filmprojektor, verschiedene gemütliche Sitzmöglichkeiten und als abrundende Spielerei eine Candybar: So gestaltet man sein eigenes Heimkino im Keller.

Gaming Room

Wer den Keller als Kino nutzen möchte, kann gleichzeitig die Leinwand auch hervorragend für Videospiele nutzen. Durch den großen Bildschirm wird das Spielerlebnis intensiver und der Gaming-Abend mit Freunden umso lustiger.

Weinkeller

Bereits einen kleinen Teil des Kellers kann man nutzen, um so manchen edlen Tropfen zu lagern. Der Kellerraum hat den Vorteil, dass es dort in der Regel kühl und dunkel ist. Bei zu hohen Temperaturen würde der Wein reifen und seine Frische verlieren.

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Gästezimmer

Sind die Räume in den oberen Etagen des Hauses bereits durch Schlafzimmer und Kinderzimmer besetzt, kann man seine Gäste im Keller unterbringen. Im Gästezimmer kann man sich bei der Einrichtung und Dekoration ebenso austoben wie in der restlichen Wohnfläche. Oder wie wäre es mit einem alternativen Einrichtungsstil?

Waschküche und Hauswirtschaftsraum

Eine naheliegende Idee, den Keller sinnvoll zu nutzen, ist, ihn in einen Hauswirtschaftsraum zu verwandeln. Oft wird er als solcher bereits genutzt. Um die Waschküche etwas einladender zu gestalten, empfiehlt es sich, helle Farben zu verwenden. Bereits vorhandene Fliesen kann man entweder mit einer speziellen Folie überkleben oder mit Fliesenfarbe streichen. Auch ein Teppich und eine Bank mit Kissen kann die Stimmung des eher düsteren Raums aufhellen. Durch ein cleanes Design und natürliche Materialien wirkt der Raum einladend – auch trotz Waschmaschine, Trockner und Heizungsanlage.

Spielzimmer

Möchte man seinen Kindern eine Freude bereiten, kann man den Keller in ein fantastisches Spielzimmer verwandeln. Hier kann man nicht nur große Kissenburgen errichten, sondern auch die Modelleisenbahn aufbauen. Das beste an einem Spielzimmer im Keller: Werden die Kinder mit dem Bauen, Puzzeln und Spielen nicht fertig, muss nicht aufgeräumt werden. So kann am nächsten Tag ohne Verzögerung weitergespielt werden. Ideal für ein Spielzimmer im untersten Stockwerk sind dicke Teppiche oder Korkböden.

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Fitnessstudio

Fitnessgeräte sind in der Regel alles andere als ansehnlich und fügen sich nur schwer in die restliche Einrichtung der Wohnung ein. Im Keller hingegen sind sie aus dem Blickfeld – aber nicht aus dem Sinn! Zudem kann man hier auch ungestört seine Übungen machen, ohne ungewollte Blicke oder spielende Kindern.

Wie können Mieter ihren Keller nutzen?

Nicht jedem steht eine komplette untere Kelleretage zur Verfügung. Hauseigentümer haben zudem den Vorteil, dass sie ihren Keller so umbauen und nutzen können, wie sie es wollen und es nicht dem Gesetz widerspricht. Mietern steht in der Regel nur ein kleiner Teil des Kellers zur Verfügung, wenn das Haus über einen verfügt und sie diesen nutzen dürfen. Dabei gibt es Regeln, an die sich die Mieter bei der Nutzung halten müssen. Eine Sauna dürfen Mieter zum Beispiel nicht einfach einbauen. Jedoch kann auch der Keller eines Miethauses auf verschiedenste Art und Weise genutzt werden.

Auch Mieter dürfen ihren Keller als Werkstatt nutzen. Ebenfalls kann man die vorhandene Fläche als Arbeitszimmer einrichten und nutzen oder im Keller Sport treiben. „Ausnahmen können bestehen, wenn im Keller Produkte gelagert werden, die für die Gesundheit gefährliche Stoffe enthalten“, erklärt Anja Franz vom Münchner Mieterverein. Dazu zählen unter anderem Reinigungs-, Wasch- und Putzmittel, Kraftstoffe, Heizöl, Farben, Lacke und Lösungsmittel.

Auch im Keller gilt, dass man auf seine Mitmenschen Rücksicht nehmen sollte. „Im Mietvertrag und in der Hausordnung ist grundsätzlich geregelt, wofür der Keller genutzt werden kann“, so die Expertin. Dazu zählt zum Beispiel, dass man sich an die Ruhezeiten hält. Das bedeutet, dass laute und störende Geräusche zwischen 22 und 6 Uhr unterlassen werden sollten. Franz ergänzt: „Wichtig ist auch, dass Mieter nicht alles im Keller lagern dürfen, was sie wollen. Gefährliche Güter oder verderbliche Lebensmittel sollten dort nicht aufbewahrt werden.“

Quellen:
Münchner Mieterverein e. V.
Houzz
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