Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Richtig putzen

Hier lauern in der Küche die meisten Bakterien

An diesen 4 Stellen in der Küche sind die größten Keimherde
Einige Stellen in der Küche werden beim Putzen vergessen – oder einfach falsch gesäubertFoto: Getty Images

In einem Haushalt lauern die meisten Keime nicht etwa im Badezimmer, sondern in der Küche. Arbeitsmaterialien und Oberflächen werden nicht richtig oder häufig genug gereinigt, Feuchtigkeit bedingt zudem die Vermehrung der Bakterien. myHOMEBOOK erklärt, wie man richtig putzen sollte – und welche Stellen man dabei besser nicht vernachlässigt.

Oberflächliches Putzen reicht in der Küche nicht aus, um gegen Bakterien vorzugehen. Vor allem im Ungang mit Lebensmitteln ist Hygiene besonders wichtig. Doch dabei gibt es viele Fehlerquellen. So wischen die meisten zwar regelmäßig über Oberflächen und spülen und trocknen Schneidebretter, Messer und Geschirr ab, allerdings nutzen sie dafür die falschen oder bereits mit Bakterien verseuchte Utensilien. Ein anderer Fehler: Einige Stellen in der Küche werden schlichtweg vergessen zu putzen. Am schlimmsten ist es allerdings, wenn man falsch mit rohen Lebensmitteln umgeht.

Bakterienherde durch falschen Umgang mit rohen Lebensmitteln

Auf myHOMEBOOK-Nachfrage erläuterte das Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene diesbezüglich: „Die Reinigung ist eigentlich relativ sekundär. Das heißt, der Hauptfehler ist zu denken, dass die Reinigung das Entscheidende wäre.“ Wichtig sei es vor allem, Utensilien, die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, beiseite zu legen und nicht ebenfalls für die Zubereitung von Salaten oder Desserts zu nutzen. Ein Fehler wäre auch, die Hände zu vergessen, wenn man beispielsweise die Schneidebretter reinigt.

Generell gilt es, in der Küche folgende Kardinalfehler zu vermeiden:

  • rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilch nicht ausreichend garen
  • besagte Lebensmittel kommen während der Verarbeitung in direkten Kontakt mit anderen Lebensmitteln oder Utensilien, die für andere Lebensmittel verwendet werden
  • die Handhygiene vernachlässigen

Wie oft muss man die Küche reinigen, um Bakterien zu vermeiden?

Um gegen Bakterien vorzugehen brauche man im Haushalt weder für Hände noch für Geschirr oder Flächen Desinfektionsmittel: „Höchste mikrobiologische Sicherheit beim Geschirr bietet eine Spülmaschine (aufgrund der hohen Waschmechanik, der wirksamen Reinigungschemie, der Temperaturen und der Trocknung).“ Hinweis: Allerdings muss – um dies zu gewährleisten – auch die Spülmaschine regelmäßig und gründlich gereinigt werden.

Beim manuellen Reinigen genügt Handspülmittel. Die Reinigung muss aber gründlich sein – es darf also kein sichtbarer Schmutz mehr übrig sein. Es muss außerdem mit klarem Wasser nachgespült werden und alles muss vor der Weiterverwendung trocknen. Auch hier noch mal der Hinweis: Hände abwaschen und trocknen darf man nicht vergessen.

Wenn man Fleischsaft oder Rohei wegwischen möchte, nimmt man am besten Einmaltücher aus Zellstoff, oder einen Mehrweg-Spülschwamm/ein Mehrweg-Wischtuch, das man gleich danach in die Wäsche gibt.

Wo lauern in der Küche die meisten Bakterien?

1. Im Bereich der Küchenspüle

Dort herrschen aufgrund der hohen Feuchtigkeit perfekte Bedingungen für die Vermehrung.

Putz-Tipp:
Anstatt Putzschwämme oder Lappen ständig auszutauschen, sollte man diese lieber richtig reinigen. Die Verbraucher Initiative rät, sie einmal die Woche bei 60 Grad Celsius zu waschen. Mehr dazu erfahren Sie hier:

2. Auf Griffen von Küchengeräten

Genauso wie Oberflächen und Geschirr muss man auch den Kühlschrank regelmäßig von innen wie von außen putzen. Die wenigsten denken dabei daran, auch den Griff ordentlich zu putzen. Ähnlich wie beim Griff der Klobürste lauern an ihm besonders viele Bakterien. Das Gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Gerätegriffe in der Küche.

Putz-Tipp:
Hier reicht es, die Griffe regelmäßig mit etwas Reinigungsmittel abzuwischen.

3. Im Inneren der Spülmaschine

Die Spülmaschine kann zwar, wie oben erwähnt, für sauberes Geschirr sorgen, allerdings nur, wenn sie selbst ausreichend gereinigt wird. Fälschlicherweise werden in ihr wenige Bakterien erwartet. Untersuchungen fanden allerdings heraus, dass in 96 Prozent aller Spülmaschinen MRSA-Keime lauern. Das sind gefährliche Krankheitserreger, die darüber hinaus unempfindlich gegenüber Antibiotika sind.

Putz-Tipp:
Roxanna Pelka, eine Reinigungsexpertin der Putzhilfenvermittlung Helpling, empfiehlt gegenüber myHOMEBOOK: „Wischen Sie einmal im Monat das Innere der Maschine aus – vor allem in der Nähe der Gummidichtungen. Füllen Sie anschließend eine Tasse Essig in das Pulverfach und lassen Sie die Maschine auf höchster Stufe einen Leerlauf spülen.” 

4. Auf Geschirrtüchern

Laut einer Studie lauern in vielen Haushalten in den Geschirrtüchern 89 Prozent E.Coli-Bakterien. Die können beim Menschen schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen.

Putz-Tipp:
Die Reinigungsexpertin empfiehlt: „Lassen Sie Ihr Geschirr bei geöffnetem Spüler eine Stunde trocknen. Wenn es schnell gehen soll und Sie trotzdem zum Handtuch greifen müssen, achten Sie darauf, dass Sie es alle drei Tage austauschen.“

Mit welchen Mitteln sollte man die Küche putzen?

Entweder verwendet man für die Reinigung herkömmliche Reinigungssprays. Die sind allerdings oft mit Chemikalien versehen. Daher empfiehlt es sich, auf Hausmittel zurückzugreifen. Wenn Sie doch chemische Mittel bevorzugen, sollten Sie diese keinesfalls miteinander mischen. Es könnten gefährliche Gase entstehen.

Unabhängig vom Mittel sollten Sie zudem darauf achten, es einwirken zu lassen, damit es seine Wirkung erzielen kann. Anschließend muss man es gründlich mit Wasser abspülen. Mehr dazu erfahren Sie hier: