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Was ist eigentlich eine Pantryküche?

KLEIN UND KOMPAKT

Was ist eigentlich eine Pantryküche?

Moderne Pantryküche in Weiß
Aktuell sind Pantryküchen Teil minimalistischer, moderner EinrichtungenFoto: iStock/vicnt

Mit Sicherheit begegnet man der Pantryküche häufiger als man ihren Namen hört. Klein und kompakt erfüllt sie sämtliche Mindestanforderungen an eine Küche, was sie seit einiger Zeit eher attraktiv als abschreckend erscheinen lässt. Woran das liegt und was die Pantryküche auszeichnet, lesen Sie hier.

Hierzulande kennt man die Pantryküche eher unter Namen wie Mini-Küche, Single-Küche, Kompaktküche oder auch Schrankküche. Bei all diesen Bezeichnungen wird schnell klar, hierbei handelt es sich um keine normale Küche, sondern um eine Variante im XS-Format. Was sich zunächst eher unpraktisch und wenig lebensnah anhört, rückt zunehmend mehr in den Fokus. Nicht ohne Grund, in der Pantryküche stecken jede Menge Vorteile. myHOMEBOOK verrät, was sich genau unter dieser Küchenart versteht und was sie so interessant fürs Einrichten macht.

Was ist eine Pantryküche?

Das englische Wort „pantry“ meint übersetzt eine Vorrats- oder auch Speisekammer. Aus Sicht der Größenverhältnisse ist diese Bezeichnung mehr als zutreffend, denn mit einer Breite von gerade einmal 90 bis 150 cm lässt sich diese Küchenart durchaus als klein und kompakt bezeichnen. Entsprechend beschränken sich bei einem solch geringen Volumen auch die Funktionen auf ein Minimum.

Moderne Pantryküche in Schwarz
Komfortable Versionen der Pantryküche verfügen zusätzlich noch über Oberschränke, Backofen oder auch (Tisch-)GeschirrspülerFoto: iStock/itchySan

Für gewöhnlich gehören gerade einmal zwei Herdplatten, ein Kühlschrank sowie ein Spülbecken zur Grundausstattung der Pantryküche. Im Unterschrank werden meist sämtliche Kochutensilien, Geschirr, Besteck und Co. aufbewahrt. Komfortablere Versionen verfügen zusätzlich noch über Oberschränke, einen Mini-Backofen oder einen Tischgeschirrspüler. Außerdem gibt es Pantryküchen, die in einen Wandschrank eingebaut sind und entsprechend mittels Türen „verschwinden“ können.

Hinweis: Gibt es – etwa in einem Einfamilienhaus – mehrere Küchen, so kann man eine davon zur Pantryküche umfunktionieren. Alternativ kann auch eine große Vorratskammer dafür herhalten. Hier bietet sich die Möglichkeit an, die eher unschönen Küchengeräte zu „verstecken“, die man zudem auch nicht oft im Einsatz hat.

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Für wen eignet sich die Pantryküche?

Tendenziell findet sich eine kleine Küche auch in eher kleinen Wohnungen, insbesondere dann, wenn Wohnraum immer kleiner und teurer wird. Weil ein Ende dieser Entwicklung momentan nicht in Sicht scheint, könnte die Pantryküche künftig immer mehr zur echten Option werden. Heute sieht man sie bereits in Single-Apartments, Ferien- oder auch Pendlerwohnungen. Andere wiederum kennen die Mini-Küche vor allem noch aus ihrer Studentenzeit, in der sie Teil des Wohnheimzimmers war.

Aber auch auf Hotelzimmern oder Büroetagen gehört die Pantryküche meist mit zur Ausstattung. Nicht zuletzt wächst das Interesse an der Mini-Küche auch aufgrund der anhaltenden Minimalismusbewegung. Klar, wo wenig Besitz, da braucht es auch nicht viel Möbel. Ebenso trifft dies auf moderne, aber vor allem mobile Lebensstile wie dem „Vanlife“ oder dem Wohnen auf einem Hausboot zu. Auch hier begegnet man der Mini-Küche immer wieder.

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Vor- und Nachteile einer Pantryküche

Vorteile

Gerade in der geringen Größe der Pantryküche stecken jede Menge Vorteile. Sie ist nicht nur kompakt und platzsparend, sondern eignet sich außerdem auch noch ideal für Nischen. Auf diese Weise geht in Zeiten, in denen Wohnraum sehr wertvoll ist, keinerlei wichtige Fläche verloren. Noch dazu besteht die Pantryküche aus deutlich weniger Einzelteilen als ein herkömmliches Modell. Entsprechend lässt sich mit ihr deutlich besser umziehen, da ihr Aufbau wesentlich einfacher und schneller von der Hand geht.

Im Vergleich dazu müssen bei Küchen von normaler Größe im neuen Zuhause meist noch zeit- und kostenintensive Anpassungen vorgenommen werden. Der Faktor Geld macht sich auch in der Anschaffung einer Pantryküche positiv bemerkbar. Einige Modelle sind bereits für wenige hundert Euro erhältlich. Allerdings muss man hier meist Abstriche in puncto Qualität, Design und Funktion machen. Hochwertigere Modelle liegen preislich dagegen etwa im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich.

Weiße Pantryküche im Flur
Weil Wohnraum immer kleiner und teurer wird, sind Pantryküchen häufig Teil anderer Räume und befinden sich beispielsweise auf dem FlurFoto: iStock/Torsakarin

Nachteile

Natürlich ist die Pantryküche auch nicht für jeden Geschmack etwas. Denn auch wenn der Preis für eine voll funktionsfähige Küche vergleichsweise gering ist, bedarf es beim Kochen und Backen dafür umso mehr Flexibilität und Kreativität.

Wenig Arbeits- und Stellfläche zum Aufbewahren, Schneiden und Vorbereiten von Speisen, sowie die geringe Anzahl an verfügbaren Herdplatten können schnell zur Herausforderung werden. Hier ist schnell mal eine große Portion Improvisation gefragt. Noch dazu befindet sich die Pantryküche häufig nicht in einem separaten Raum, sondern ist Teil anderer Räume wie dem Wohnzimmer oder dem Flur. Entsprechend schweben Essensgerüche gern mal länger als beabsichtigt durch den gesamten Wohnraum.

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