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Räume mit hohen Decken einrichten – Tipps von Interior Designerin

Raum mit hoher Decke
Bei Räumen mit hohen Decken ist es wichtig, eine Verbindung zwischen Decke und Boden zu schaffenFoto: Getty Images

Räume mit hohen Decken haben etwas charismatisches und können doch schnell ungemütlich wirken. Woran das liegt und mit welchen Tricks man die enorme Höhe eines Raumes kaschieren kann, verrät myHOMEBOOK-Redakteurin und Interior Designerin Odett Schumann.

Räume mit hohen Decken, wie man sie häufig in einem Altbau sieht, haben dank einer gewissen Großzügigkeit so ihren Charme, aber eben auch so ihre Tücken beim Einrichten. Damit nicht der Eindruck entsteht, in einer ungemütlich wirkenden Bahnhofshalle zu wohnen, gilt es, hohe Decken optisch in Richtung Boden zu ziehen und so das meiste Gewicht des Raumes in den unteren Ebenen zu sammeln. Mit welchen Tricks kann man Räume mit hohen Decken sinnvoll einrichten?

Dunkle Farben einsetzen

Damit die große optische Distanz zwischen hoher Decke und Boden überwunden werden kann, bedarf es eines dunklen Farbanstrichs, und zwar dunkler als der Anstrich der umliegenden Wände. Denn eine dunkle Farbe wirkt drückend, was die Decke gen Bodenfläche streben lässt. Wiederholt man die dunkle Deckenfarbe noch dazu mehrmals vereinzelt im Raum, beispielsweise als Streifenmuster an der Wand, schafft man so eine Verbindung zum Boden und die Deckenfläche wird optisch verankert.

Auch im restlichen Teil des Raums können kräftige Farbtöne in Form von Accessoires oder Kleinmöbeln im Raum auftauchen.

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Decke mit Muster

Statt einer vollflächig farbigen Decke kann diese auch mit einem imposanten Muster versehen werden. Bei einem eher quadratischen Raumschnitt bietet es sich beispielsweise an, mittig um den Deckenlampenanschluss ein farbenreiches Mandala aufzutragen. Das symmetrische Muster wird trotz seiner zahlreichen Details und Farbnuancen eine gewisse Ruhe in den Raum bringen. Wem das zu aufwendig ist oder wessen Raumschnitt eher recht- bzw. vieleckig geschnitten ist, der kann auch mit leichten Tüchern arbeiten. An ihren Endpunkten verspannt, wölben auch sie sich an verschiedenen Punkten zum Boden hin. Das Abhängen von Tüchern hat zugleich auch den positiven Effekt, dass für eine verbesserte Akustik gesorgt wird.

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Möbel in unterschiedlichen Höhen wählen

In einem Raum mit einer hohen Decke dürfen auch hohe Möbel nicht fehlen. Allerdings sollte der Raum nicht nur aus hohen Möbelstücken bestehen, da so die stark ausgeprägte vertikale Linie des Raums zu sehr betont wird. Hier bedarf es eines ausgeglichenen Wechselspiels aus Möbeln mit verschiedenen Höhen.

Hoher Raum
Hängeleuchte, Regal, Topfpflanze, Beistelltisch: In Räumen mit hohen Decken ist es hilfreich, die verschiedenen Ebenen im Raum zu bespielenFoto: Getty Images

Ebenfalls ist es zu vermeiden, den Raum nur mit flachen Möbelstücken wie Side- oder Lowboards einzurichten. Die große Distanz zwischen Decke und Boden fällt dann besonders ins Auge, wodurch eine besonders ungemütliche Wirkung im Raum entsteht.

Unter eine hohe Decke passt viel (textile) Gemütlichkeit

Weil ein Raum mit hoher Decke aufgrund seiner besonderen Innenarchitektur nur wenig komfortabel wirkt, bedarf es ausgleichender Komponenten. Diese sollen für Gemütlichkeit und ein entsprechendes Gleichgewicht im Raum sorgen. Polstermöbel, die üppig mit Kissen und Decken verziert sind, aber auch schwere, breit gefächerte Vorhänge aus Samt am Fenster ziehen das Gewicht nach unten und haben dank ihrer Haptik zudem eine softe Wirkung. Auch ein großer, flauschiger Teppich am Boden sorgt für solch einen positiven Effekt.

Hoher Raum
Fließende, lange Vorhänge sorgen für einen sanften Übergang zwischen Decke und BodenFoto: Getty Images

Hängeleuchten schlagen eine Brücke zum Boden

Insbesondere Räume mit hohen Decken bieten sich an, sie mit großen, opulenten, extravaganten Hängeleuchten auszustatten. Kein anderer Einrichtungsgegenstand ist in der Lage die Brücke zwischen Decke und Boden so gut zu schlagen. Gern darf diese entsprechend tief im Raum hängen. Und keinesfalls muss man sich auch nur auf ein Exemplar allein beschränken. Die Wirkung könnte noch eindrucksvoller sein, wenn mehrere Hängeleuchten in einer Art Traubenform gemeinsam von der Decke hängen. Das Spiel mit den verschiedenen Höhen zieht hierbei einmal mehr das Gewicht nach unten Richtung Boden.

Hohe Raum mit Deckenlampe
Große, extravagente Hängeleuchten, die zudem tief hängen, eignen sich perfekt für Räume mit hohen DeckenFoto: Getty Images

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Da ein solcher Raum mit hoher Decke generell über viel Volumen verfügt, können außerdem viele Lichtpunkte auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Ecken gesetzt werden. Mittels Steh-, Wand-, Tisch- oder auch Bodenleuchten entsteht eine homogene Lichtwelle, die für eine ausgewogene, gemütliche Atmosphäre sorgt.

Breite der Wandflächen betonen

Bei hohen Decken ist es ratsam, sich in der Gestaltung auf eine andere Dimension im Raum zu konzentrieren: die Breite. Betont man diese bei den Wandflächen, werden der Höhe in der optischen Wahrnehmung einmal mehr ein paar Zentimeter genommen. Der einfachste Trick ist es, auf große Querstreifen an den Wänden zu setzen. Wem das aber nicht zusagt, für den empfehlen sich alternativ Wandregale oder -accessoires und zwar in verschiedenen Längen und auf unterschiedlichen Höhen. Das Anbringen im Stufenprinzip einer Treppe bringt die Deckenhöhe dem Boden erneut näher.

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