16. Oktober 2026, 6:16 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Ein warmer Holzboden, ein massiver Esstisch oder das antike Sideboard: Möbel aus Holz verleihen einem Raum eine besondere Natürlichkeit und Gemütlichkeit. Wenn jedoch verschiedene Holzarten aufeinandertreffen, kommt es auf die richtige Kombination an.
Wenn man seinem Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer einen neuen Touch verleihen will, sind Möbelstücke und Beläge aus Holz immer eine gute Wahl. Das Material gibt es in unzähligen Ausführungen, Farbtönen und Maserungen. myHOMEBOOK zeigt, worauf es beim Kombinieren verschiedener Holzarten ankommt.
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Welche Holzarten gibt es?
Holzarten unterscheiden sich vor allem in ihrer Farbgebung und lassen sich grob in helle und dunkle Töne einteilen. Zu den häufig verwendeten hellen Holzarten zählen beispielsweise Esche, Ahorn und Birke. Ihre helle Farbgebung lässt Räume freundlich und natürlich wirken. Sie eignen sich daher gut für größere Flächen wie Böden. Besonders Räume mit wenig Tageslicht können mit einem Eschen- oder Birkenboden heller und offener erscheinen.
Nussbaum, Ebenholz oder dunklere Varianten der Eiche gehören zu den dunklen Holzarten. Sie setzen hingegen kräftigere Akzente und können einem Raum mehr Tiefe verleihen. Große Möbel wie Schränke oder Sideboards aus dunklen Hölzern werden dadurch schnell zum Blickfang. Neben der Helligkeit spielt der Unterton des Holzes eine wichtige Rolle. Dieser kann warm oder eher kühl ausfallen. Gelbliche, goldene oder rötliche Nuancen lassen ein Holz häufig wärmer wirken, wie es etwa bei Kiefer- und Mahagoniholz der Fall ist. Gräuliche Nuancen, wie sie etwa bei Eschenholz auftreten können, wirken dagegen kühler.
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Ähnliche Farbtöne kombinieren
Bevor es ans Kombinieren geht, hilft ein Blick auf die größten bereits vorhandenen Holzflächen im Raum. Ein Parkettboden, eine Holztreppe oder große Schränke prägen die Wirkung stärker als kleinere Möbel und Accessoires. Weitere Holzarten können anschließend passend zu diesen dominierenden Flächen ausgewählt werden.
Am einfachsten lassen sich verschiedene Holzarten miteinander kombinieren, wenn ihre Farbtöne ähnlich sind. Ein heller Holzboden aus Eiche lässt sich beispielsweise mit Möbelstücken aus hellbraunem oder goldbraunem Teakholz kombinieren. Der Übergang wirkt dadurch meist weniger kontrastreich als bei sehr dunklen Hölzern.
Dabei müssen die Holzarten nicht exakt den gleichen Farbton aufweisen. Entscheidend ist vielmehr, dass ihre Farbwirkung nicht gegeneinanderarbeitet. Auch ähnliche warme oder kühle Untertöne können unterschiedliche Holzarten optisch miteinander verbinden. So lässt sich beispielsweise ein Boden aus warm-braunem Eichenholz mit einem Sideboard aus dunklerem Nussbaum kombinieren.
Kontraste schaffen
Damit ein Raum lebendig wirkt, können helle und dunkle Holztöne gezielt miteinander kombiniert werden. Für ein harmonisches Gesamtbild hilft es auch hier, ihre Untertöne aufeinander abzustimmen. So erschaffen etwa Möbel aus dunkler Eiche neben Elementen aus hellem Ahorn spannende Gegensätze.
Wer besondere Akzente setzen möchte, kann zu Mahagoni greifen. Der satte Rotbraunton wirkt edel und warm und kommt etwa bei einem Esstisch, einer Kommode oder einem Sideboard gut zur Geltung. Für einen Kontrast lässt sich Mahagoni gut mit Kiefer- oder Eichenholz kombinieren, die ebenfalls einen warmen Unterton haben.
Damit das Gesamtbild harmonisch bleibt, sollten sich einzelne Holztöne an mehreren Stellen wiederfinden. Regale, Bilderrahmen oder Dekorationselemente bieten dafür eine gute Möglichkeit. Auf diese Weise entsteht ein stimmiges Zusammenspiel, ohne dass der Raum eintönig wirkt.
Besonders schön wirken Möbelstücke mit ausgeprägten Maserungen. Je nach Holzart treten sie unterschiedlich stark hervor und sollten beim Kombinieren entsprechend ausgewogen eingesetzt werden. Ein Sideboard aus dunklem Nussbaumholz mit markanter Maserung kann beispielsweise gut mit einem hellen Eschenholzboden und schlichten Möbeln kombiniert werden. So entsteht ein bewusster Kontrast, ohne dass die unterschiedlichen Holzoberflächen miteinander konkurrieren.
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Müssen Esstisch und Stühle aus derselben Holzart sein?
Obwohl der Esstisch und die Stühle zu einer Einheit gehören, müssen sie nicht immer im selben Holzton erscheinen. Ein dunkler Tisch aus elegantem Räuchereichenholz kann sich bewusst von Stühlen aus helleren Holzarten absetzen und so stärker in den Mittelpunkt des Raumes rücken.
Wer seinen Essbereich dennoch Ton in Ton gestalten möchte, sollte darauf achten, Tisch und Stühle möglichst passend zu kombinieren. Holztöne, die auch nur leicht farblich voneinander abweichen, können schnell wie ein missglückter Versuch wirken, beide Möbelteile zwangsweise abzustimmen. Bei der Frage, ob der Essbereich optisch zusammenpassen soll, gilt daher als Orientierung: Entweder mit einem Kontrast arbeiten oder möglichst ähnliche Holztöne auswählen.
Diese Fehler sollte man beim Kombinieren beachten
Natürlich sind der Einrichtung keine Grenzen gesetzt. Dennoch gibt es einige Aspekte, die beim Kombinieren von Holzarten zu beachten sind. Bei der Gestaltung kann es helfen, sich auf wenige unterschiedliche Holztöne zu beschränken. Je mehr Farben zusammentreffen, desto schwieriger wird es, ein harmonisches Raumbild zu erzeugen.
Auch bei Maserungen ist eher Zurückhaltung gefragt. Ein einzelnes Möbelstück mit kräftiger Holzmaserung kommt in einem dezenten Raum toll zur Geltung. Viele verschiedene Oberflächen können jedoch unruhig wirken.
Beim Kombinieren ist es grundsätzlich wichtig, den Raum immer als Ganzes im Blick zu behalten. Dazu gehört, Holzarten immer im Hinblick auf bereits vorhandene Wandfarben einzusetzen. Auch hier ist der Unterton der Farben entscheidend. Warme Beige-, Creme- oder Erdtöne lassen sich häufig gut mit warmen Holznuancen kombinieren, wohingegen kühlere Wandfarben auch mit kühleren Holztönen harmonieren.