13. März 2026, 10:55 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Eine Wohnung kann noch so stilvoll eingerichtet, lichtdurchflutet und geräumig sein – wenn gewisse Aspekte nicht stimmen, kann sie trotzdem unruhig und unaufgeräumt wirken. Meistens sind nicht fehlende Stauraumlösungen dafür verantwortlich, sondern Details, die sich negativ auf das Gesamtbild auswirken. Wir verraten, auf welche fünf Dinge man am meisten achten sollte.
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1. Zu viele Deko-Objekte
Weniger ist manchmal mehr – das gilt auch für das Interior-Design. Leider ist das in der Praxis nicht so leicht umsetzbar. Denn je länger wir an einem Ort leben, desto mehr persönliche Gegenstände sammeln sich mit der Zeit an. Kommen ständig neue Wohnaccessoires aus unterschiedlichen Kollektionen hinzu, verliert das Gesamtbild seine Linie. Dann wird es Zeit für einen Realitätscheck, um die „Unruheherde“ ausfindig zu machen. Viele kleine Produkte – insbesondere auf der Fensterbank, in offenen Regalen oder auf dem Sideboard – wirken selten kuratiert, sondern eher zufällig zusammengewürfelt. Man hat weniger das Gefühl, vor einer schönen Sammlung zu stehen, als vor einem großen Durcheinander.
Tipp: Ein überladendes Gefühl lässt sich mit einfachen Regeln verhindern. So sollte beim Arrangement immer darauf geachtet werden, Produkte in Gruppen zu arrangieren. Am besten in einer ungeraden Anzahl. Dieser einfache Gestaltungshack schafft sofort mehr Ruhe fürs Auge. Darüber hinaus könnten persönliche Vereinbarungen helfen, Überladung zu verhindern. Als Beispiel: Für jeden Dekoartikel, der neu gekauft wird, muss ein anderer weichen. Großzügige Einzelstücke wirken außerdem viel ruhiger und hochwertiger, als viele kleine Miniaturen.
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2. Kabelsalat
Ganz egal ob am Fernseher, auf der Küchenzeile oder am Bett: Nichts wirkt unprofessioneller und unaufgeräumter als offen herumliegende Ladekabel und Mehrfachsteckdosen. Ein Kabelsalat stört die Ästhetik und zieht ungewollt Aufmerksamkeit auf sich. Jedes noch so hochwertige Design rückt damit ganz automatisch in den Hintergrund.
Tipp: Mithilfe von Kabelkanälen an der Wand können unschöne Stromkabel ganz dezent versteckt werden. Auch Möbelstücke mit integrierter Kabelführung (zum Beispiel bei TV-Schränken) können das Problem lösen und für eine sauberere Optik sorgen. Wenn Mehrfachsteckdosen greifbar sein müssen, weil Kabel stetig ein- und ausgesteckt werden, können spezielle Kabelboxen mit Deckel eine stilvolle Abhilfe schaffen. Feste Ladeorte, die in den eigenen vier Wänden definiert werden, können außerdem verhindern, dass Handys und Co. einfach an jede Steckdose gehängt werden.
3. Sichtbare Verpackungen
Warum Badezimmer in Hotels häufig clean und stilvoll aussehen? Weil Dusche und Waschbecken nicht mit unterschiedlichen Shampoo-, Seife- und Duschgelverpackungen überladen sind. Die vielen Farbkleckse und Motive auf den Flaschen erzeugen visuelle Unruhe und wirken unaufgeräumt. Das Gleiche gilt übrigens für Gewürze auf der Küchenzeile oder im Küchenregal.
Tipp: Um sofort für eine hochwertige Optik zu sorgen, können Flüssigkeiten, Gewürze und Co., die sichtbar und nicht im Schrank versteckt sind, in schlichte Spender oder Gläser umgefüllt werden. Einheitliche Behälter sorgen für ein ruhiges und professionelles Gefühl.
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4. Uneinheitliche Textilien
Textilien wie Kissen, Decken oder Teppiche sorgen für Gemütlichkeit und unterbrechen das cleane Raumbild durch Farbe und Haptik. Wenn die Auswahl allerdings zu bunt, uneinheitlich und unterschiedlich in der Materialauswahl ist, entsteht ein Bild, das nicht gerade Harmonie ausstrahlt. Farb- und Materialmixe sind erlaubt, allerdings in Maßen und nur so, dass ein stimmiges Bild entsteht.
Tipp: Eine klare Farbpalette kann helfen, bei den Nuancen nicht über die Stränge zu schlagen. Texturen sollte man bewusst kombinieren, etwa Leinen, Wolle und Baumwolle in abgestimmten Tönen.
5. Herumliegende Alltagsgegenstände
Schlüssel, Sonnenbrillen, Schuhe, Taschen, Schmuck – die Liste an Accessoires und funktionalen Gegenständen, mit denen wir den Alltag bestreiten, ist lang. Wenn man alles ohne Konzept in der Wohnung verteilt, entsteht Chaos. Denn kleine Dinge summieren sich und nehmen dem Raum seine Klarheit. Insbesondere die Menge an Kleidungsstücken wie Jacken, Schals und Mützen lässt in den kälteren Monaten häufig schmale Flure dunkel und vollgestellt wirken.
Tipp: Ein kleines Tablett im Eingangsbereich, eine Box auf dem Sideboard oder ein Schälchen auf dem Couchtisch – um Dinge nicht zu verlegen, sollten feste Plätze definiert und in Szene gesetzt werden. Accessoires wie Mützen und Schals können in einem großen Korb an der Garderobe platziert werden, überflüssige Jacken verschwinden im Kleiderschrank. Für Schuhe eignet sich ein Schuhschrank oder eine kleine Kommode mit Unterteilungen.