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Expertin warnt

Darum sollte man Altpapier nicht in die Tonne pressen

Papiertonne voll
Kein seltener Anblick: Papier und Kartons quellen aus der übervollen Papiertonne Foto: Getty Images
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

19. Januar 2026, 10:53 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Was auf den ersten Blick praktisch erscheint, kann bei der Entsorgung für Ärger sorgen: Viele Menschen pressen ihr Altpapier in der Papiertonne zusammen, um mehr Platz zu schaffen. Doch genau das kann zu erheblichen Problemen führen. Was dabei schieflaufen kann und wie man Altpapier richtig entsorgt, erklärt eine Expertin gegenüber myHOMEBOOK.

Welche Folgen hat das Quetschen von Altpapier in der Tonne?

Wird Altpapier zu fest in die Tonne gestampft oder stark verdichtet, kann es sich im Inneren verklemmen. Der Grund: Kartonagen entfalten sich nach dem Zusammendrücken häufig wieder und blockieren dann den verfügbaren Raum. „Das erschwert die Arbeit der Müllabfuhr erheblich und führt dazu, dass Tonnen nicht vollständig geleert werden“, warnt eine Sprecherin vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf Anfrage von myHOMEBOOK.

Hinzu kommt: Große, gepresste Papier- oder Kartonblöcke lassen sich in den Sortieranlagen schlechter voneinander trennen. Das beeinträchtigt die Effizienz der gesamten Abfallverarbeitung und macht die Entsorgung insgesamt aufwendiger.

Wann eine Papiertonne ungeleert stehen bleibt

Besonders problematisch wird es, wenn das Material zu fest zusammengedrückt ist. „Wenn der Inhalt so fest sitzt, dass er sich beim Kippen nicht löst, oder wenn die Tonne überfüllt ist, kann die Müllabfuhr die Tonne teilweise oder vollständig ungeleert stehen lassen“, erklärt der VKU. In solchen Fällen sei es zulässig, dass die Tonne nicht geleert werde. Die Verantwortung liege dann nicht beim Entsorgungsunternehmen, sondern bei denjenigen, die die Tonne falsch befüllt haben.

Dazu passend: Vorsicht bei der Mülltrennung! 5 Fehler, die teuer werden können

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So gelingt eine platzsparende und korrekte Entsorgung

Wer Platz in der Papiertonne sparen möchte, sollte Verpackungen und Kartons vorbereiten, ohne sie zu verdichten. Am besten werden Kartonagen aufgeschnitten und flach zusammengefaltet. So vermeiden Nutzer, dass sich das Material in der Tonne verkeilt. Auch Papier sollte stets locker eingeworfen werden – nur so kann es beim Entleeren problemlos herausfallen.

Ein häufiger Fehler: überfüllte Tonnen mit offenem Deckel. Das kann dazu führen, dass die Müllabfuhr die Tonne nicht oder nur teilweise leert. Die VKU-Sprecherin erklärt: „Eine überfüllte Tonne sollte vermieden werden, da ein nicht schließender Deckel oder festgestopftes Material dazu führen kann, dass die Müllabfuhr die Tonne nicht vollständig leert.“

Und wenn der Platz trotzdem nicht reicht?

Reicht der Platz trotz richtiger Falttechnik nicht aus, ist es vielerorts erlaubt, sauber gebündelte Kartons neben die Tonne zu stellen. Bei dauerhaftem Platzmangel kann eine größere oder zusätzliche Papiertonne beantragt werden. Wer einmalig besonders viel Altpapier zu entsorgen hat – etwa nach einem Umzug oder durch umfangreiche Online-Bestellungen – sollte die örtlichen Recyclinghöfe nutzen. Dort lassen sich Papier und Karton in der Regel unkompliziert und kostenlos abgeben.

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