Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Strom Alle Themen
Laut Bundesnetzagentur

Wie oft es im Jahr 2024 wirklich zu einem Blackout gekommen ist

Taschenlampe
Eine Taschenlampe kann bei einem Blackout hilfreich sein. Aber ist die Sorge vor einem großflächigen Stromausfall wirklich begründet? Foto: Getty Images / shironagasukujira
Artikel teilen
Felix Mildner
Redaktionsleiter

14. Oktober 2025, 8:13 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Angst vor einem großflächigen Stromausfall – einem sogenannten „Blackout“ – scheint in der Bevölkerung zu steigen. Doch ist diese Angst begründet? Wie oft kam es im Jahr 2024 wirklich zu einem Blackout?

Im Jahr 2024 zeigte sich Deutschlands Stromversorgung äußerst stabil – das stellen zumindest aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur dar. Trotz leicht gestiegener Störungsmeldungen gibt die Behörde Entwarnung: Die durchschnittliche Stromunterbrechung war sogar kürzer als im Vorjahr. Allerdings wurde in Summe eine größere Anzahl an Störungen verzeichnet.

Bundesnetzagentur über Blackouts 2024

Im Oktober 2025 hat die Bundesnetzagentur ihre aktuelle Statistik zur Stromversorgungsqualität veröffentlicht. Demnach lag die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit von Elektrizität je Letztverbraucher im Jahr 2024 bei 11,7 Minuten – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert von 12,8 Minuten.

„Die Stromversorgungsqualität in Deutschland ist weiterhin sehr zuverlässig. Die Energiewende kommt voran ohne Einbußen bei der sicheren Stromversorgung“, erklärte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, in der Pressemitteilung.

Die Kennzahlen würden laut Bundesnetzagentur keine Anzeichen für eine Verschlechterung darstellen. Selbst unter Berücksichtigung der Herausforderungen durch die Energiewende würde die Versorgungsqualität konstant bleiben. Der aktuelle Wert liegt sogar unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 12,7 Minuten pro Letztverbraucher. Auch im europäischen Vergleich zählt das deutsche Stromnetz weiterhin zu den zuverlässigsten, erklärt die Behörde.

Auch interessant: Diese Dinge sollte man zur Blackout-Vorsorge zu Hause haben

Mehr zum Thema

Kürzere Ausfälle, aber mehr gemeldete Störungen

Auch wenn die Dauer der Stromausfälle zurückgegangen ist, so sind dennoch die Meldungen über Störungen gestiegen. Laut Bundesnetzagentur haben im Jahr 2024 insgesamt 830 Netzbetreiber deutschlandweit 164.645 Versorgungsunterbrechungen im Nieder- und Mittelspannungsnetz gemeldet. Das sind etwa 6300 Vorfälle mehr als im Jahr zuvor. Für viele Unternehmen bedeutet dies eine steigende Belastung, da die Systeme dann öfter neu gestartet werden müssen.

Passend dazu (via Computer BILD): Ihre Stromreserve für dunkle Tage: Powerstations im Test

Die Energieversorgungsunternehmen müssen jährlich alle Unterbrechungen melden, die länger als drei Minuten andauern. Diese Berichte enthalten Angaben zu Zeitpunkt, Dauer, Ausmaß und Ursache der jeweiligen Störung.

Was ist eigentlich ein Blackout?

Unter einem echten Blackout versteht man einen großflächigen und lang anhaltenden Stromausfall, der ganze Regionen oder sogar Länder lahmlegen kann. Dabei sind nicht nur Privathaushalte betroffen, sondern auch kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Verkehrssysteme oder Unternehmen.

„Es handelt sich um ein hochkomplexes Gesamtsystem, das durch technisches und menschliches Versagen und zunehmende Gefahren wie zum Beispiel Extremwetterereignisse, Sabotageakte oder Cyberangriffe gestört werden kann“, erklärt ein Sprecher des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf Anfrage von myHOMEBOOK.

Felix Mildner
Redaktionsleiter

Weniger Blackouts, aber mehr Stromausfälle

„Blackouts entstehen meist durch extreme Wetterbedingungen – etwa Stürme, Gewitter oder Schneefall. Auch ein übermäßiger Stromverbrauch in bestimmten Regionen, etwa durch die gleichzeitige Nutzung vieler Elektroheizungen, kann die Netze belasten. Ein echter und lang anhaltender Blackout ist in Deutschland eher unwahrscheinlich – auch wenn die steigende Zahl der Störungen für viele Unternehmen ein Problem darstellen dürfte.“

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.