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Corona-Lockdown – welche Regeln gelten jetzt bei Besuchen?

Darf man während der Corona-Pandemie noch Besuch zu Hause empfangen?
Viele sehnen sich in Zeiten der Coronapandemie nach einem Besuch von Freunden oder FamilieFoto: Getty Images

Neue Corona-Regelungen wurden am 5. Januar von Bund und Ländern beschlossen. Dabei wurde auch für bestimmte Gebiete der Bewegungsradius auf 15 Kilometer eingeschränkt. Zudem darf man sich nur noch mit einer einzigen Person treffen. Die Regeln der Bundesländer in der Übersicht.

Der Corona-Lockdown und die damit geltenden Kontaktbeschränkungen wurden bis Ende Januar verlängert. Neu ist allerdings, dass nun in bestimmten Regionen auch der Bewegungsradius auf 15 Kilometer beschränkt ist und man sich nicht mehr mit insgesamt zwei Haushalten, sondern nur einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt treffen darf. Welche Besuche sind von Familie, Freunden oder Bekannten trotz Corona möglich?

Bewegungsradius wegen Corona beschränkt – was bedeutet das für Besuche?

Bei der Verlängerung des Lockdowns gilt nun auch eine Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer – und zwar in allen Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 200. Ursprünglich war sogar die Rede von einem Inzidenz-Wert von 100, womit jedoch fast ganz Deutschland von der 15-Kilometer-Regel betroffen wäre.

Die 15-Kilometer-Regel darf nur mit einem triftigen Grund übergangen werden. Dazu zählen jedoch keine Besuche von Freunden oder auch der Familie. Soziale Kontakte sollen dadurch auf ein absolutes Minimum reduziert werden. „Triftige Gründe“ sind laut der Bundeskanzlerin beispielsweise der Weg zur Arbeit oder ein Arztbesuch.

Bei unseren Kollegen von TRAVELBOOK erfahren Sie mehr darüber, was die 15-Kilometer-Regel für Tagesausflüge bedeutet.

Private Treffen nur noch mit einer Person erlaubt

Doch die Einschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern ist nicht alles, was neu ist. Auch die Anzahl von Personen, die sich privat treffen dürfen, wurde neu definiert. Wie schon während des Lockdowns im Frühjahr darf man sich zu privaten Zusammenkünften nur noch mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes treffen.

Das bedeutet konkret, dass sich beispielsweise nicht mehr zwei Paare zusammen treffen dürfen. Pflegebedürfte Eltern dürfen nur Besuch von einem einzelnen Angehörigen bekommen, der nicht zum Haushalt gehört. Zudem dürfen sich auch nur maximal zwei Kinder zusammen zum Spielen treffen, wie aus dem Beschlusspapier hervorgeht. Diese Ein-Personen-Regel ist nicht an einen bestimmten Inzidenz-Wert geknüpft. Zudem sollen angeblich auch Kinder unter 14 davon betroffen sein, anders als zuvor.

Corona – welche Besuche zu Hause sind erlaubt?

Die Corona-Lage und die entsprechenden Maßnahmen haben sich bisher teilweise erheblich zwischen den einzelnen Bundesländern unterschieden. Mittlerweile sind sich die Bundesländer aufgrund der allgemein hohen Inzidenz-Werte jedoch größtenteils einig. Mittlerweile haben die meisten Bundesländer dazu eigene Landesverordnungen verabschiedet.

Hinweis: Alle Bundesländer empfehlen außerdem ausdrücklich, die Kontakte zu anderen so weit wie möglich zu reduzieren und auf einen kleinen Kreis immer gleich bleibender Personen zu beschränken.

Besuch zu Hause während Corona – Lockdown-Regeln der Bundesländer

Baden-Württemberg

Update vom 11. Januar: In Baden-Württemberg darf man sich ab heute nur noch mit dem eigenen Hausstand oder höchstens einer weiteren Person treffen, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. Allerdings sollen Kinder unter 14 Jahren davon ausgenommen sein. Die 15-Kilometer-Regel wird erst noch auf Kontrollierbarkeit überprüft und zunächst nicht umgesetzt.

Bayern

Update vom 11. Januar: Die Ausgangsbeschränkung gilt auch in Bayern. Private Treffen sind auch hier nur innerhalb des eigenen Hausstands und mit einer weiteren Person möglich. Zudem darf man die eigene Wohnung nur aus „triftigen Gründen“ verlassen, wie beispielsweise zur körperlichen Bewegung, zur Arbeit oder für Arztbesuche. Allerdings zählen dazu auch die Besuche von Freunden. Diese Gründe sind jedoch zwischen 21 und 5 Uhr reduziert. In Bayern sind Kinder unter drei Jahren sowie die Kinder von Alleinerziehenden davon ausgenommen.

Seit dem 11. Januar gilt in Bayern auch die 15-Kilometer-Regel für alle Regionen mit einem Inzidenz-Wert über 200. Dann gilt dort: Man darf sich nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort herum bewegen. Familienbesuche, Einkäufe und die Ausübung des Berufs sind davon nicht betroffen.

Berlin

Die Regelung, dass man sich nur noch mit maximal einer weiteren Person treffen darf, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, gilt in Berlin seit dem 10. Januar. Die bereits bestehenden Ausgangsbeschränkungen gelten auch weiterhin. Man darf also die Wohnung nur verlassen für den Weg zur Arbeit oder Ehrenamt, für Sport und zum Einkaufen.

Update vom 12. Januar: Die 15-Kilometer-Beschränkung bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 200 ist nun auch in Berlin beschlossen. Die Regelung soll ab Samstag, 16. Januar gelten. Aktuell befindet sich der Inzidenz-Wert nur knapp unter 200.

Brandenburg

Update vom 11. Januar: Auch in Brandenburg greift die Verlängerung der Beschränkungen, und zwar bereits seit dem 9. Januar. Allerdings wird die nächtliche Ausgangssperre wieder zurückgenommen. Private Treffen sind nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt sowie einer weiteren Person erlaubt. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit dazu. Zudem soll in Brandenburg auch die 15-Kilometer-Regel gelten, ausgenommen sind der Weg zur Arbeit sowie Arztbesuche.

Bremen

Update vom 11. Januar: Wie in einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, gelten die neuen Regeln auch in Bremen – allerdings in abgeschwächter Form. Demnach sind nur noch Treffen mit dem eigenen Hausstand sowie einer weiteren Person möglich, zuzüglich Kinder unter 12 Jahren. Aufgrund der geringen Sieben-Tages-Inzidenz sieht man vorerst von der 15-Kilometer-Regelung ab, sie könnte ab er nich eingeführt werden.

Hamburg

Update vom 11. Januar: Die neuen Regeln gelten auch in Hamburg, und zwar bereits seit Freitag, 8. Januar. Auch hier darf man sich nun nur noch mit Personen aus dem eigenen Haushalt sowie einer weiteren haushaltsfremden Person treffen. Ob die 15-Kilometer-Regel eingeführt wird, ist noch nicht bekannt, da die Inzidenz-Werte aktuell unter 200 sind, und die Kontrolle aufgrund der vielen Pendler schwer umzusetzen sei.

Hessen

Update vom 11. Januar: Die neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern werden auch in Hessen übernommen. Demnach dürfen sich seit dem 11. Januar dort nur noch Personen mit dem eigenen Haushalt oder einer weiteren Person zusammenfinden. Für Kinder gibt es keine Ausnahme. Steigt die Sieben-Tages-Inzidenz über 200, gilt auch dort die 15-Kilometer-Regel. Dann ist es verboten, sich außerhalb von diesem Radius um den Wohnort zu bewegen.

Mecklenburg-Vorpommern

Update vom 11. Januar: In Mecklenburg-Vorpommern sind Treffen nur noch mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes sowie einer weiteren Person möglich. Auch die 15-Kilometer-Regel greift, wenn in Gebieten die 7-Tages-Inzidenz über 200 steigt.

Niedersachsen

Update vom 11. Januar: Seit Sonntag, 10. Januar gilt in Niedersachsen die neue Kontaktbeschränkung, nach der sich Personen nur mit dem eigenen Haushalt oder einer weiteren Person treffen dürfen. Kinder unter drei Jahren zählen nicht dazu. Zudem dürfen sich laut der Verordnung Menschen aus Gebieten mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort weg bewegen. Damit ist – anders als in anderen Bundesländern – auch die tatsächliche Adresse gemeint.

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Nordrhein-Westfalen

Update vom 11. Januar: Die neue Verordnung wurde auch in NRW eingeführt. Dabei gilt, dass man sich nur innerhalb des eigenen Haushaltes sowie mit einer weiteren Person zusammenfinden darf. Zu betreuende Kinder sind davon ausgenommen. Allerdings wurde die 15-Kilometer-Regel bislang noch nicht eingeführt. Betroffene Kreise mit einer Inzidenz über 200 sollen die Einschränkung zusammen mit der Landesregierung selbst definieren können.

Rheinland-Pfalz

Update vom 11. Januar: Die neuen Regelung gelten auch in Rheinland-Pfalz. Demnach dürfen sich auch in Rheinland-Pfalz nur noch Menschen aus einem Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder im Kita-Alter sind davon ausgenommen. Kommt es in einzelnen Kreisen zu vielen Neuinfektionen, kann die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.

Saarland

Update vom 11. Januar: Auch im Saarland gelten seit Montag, 11. Januar, die neuen Corona-Regeln. Dann darf sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen – und zwar egal, wo. Das gilt auch für Kinder. Auch die 15-Kilometer-Regel wurde eingeführt, allerdings nur bei tagestouristischen Ausflügen.

Sachsen

Update vom 11. Januar: Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens in Sachsen werden auch hier die Regelungen von Bund und Ländern und die Kontaktbeschränkung übernommen. Demnach darf sich ein Hausstand nur noch mit einer weiteren Person treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren sind davon nicht betroffen. Auch die 15-Kilometer-Regel gilt in Sachsen.

Sachsen-Anhalt

Update vom 11. Januar: Auch in Sachsen-Anhalt gilt eine neue Landesverordnung. Seit Montag, 11. Januar sind nur noch Treffen eines Hausstandes mit einer weiteren Person möglich. Kinder sind davon nicht ausgenommen. Zudem wird auch die 15-Kilometer-Regel eingeführt. Ausnahmen sind die Fahrten zum Arzt, zur Arbeit und zum Einkaufen.

Schleswig-Holstein

Update vom 11. Januar: Die Landesverordnung in Schleswig-Holstein orientiert sich an den allgemeinen Beschränkungen. Demnach sind Treffen nur mit dem eigenen Hausstand sowie einer weiteren Person erlaubt, die nicht zum Haushalt zählt. Auch die Beschränkung mit den 15 Kilometern rund um den Wohnort gilt bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200. Davon sind die Wege zur Arbeit und zum Arzt ausgenommen.

Thüringen

Update vom 11. Januar: In Thüringen wurde die neue Verordnung bereits verabschiedet, die am 11. Januar in Kraft getreten ist. Personen aus einem Haushalt dürfen sich demnach nur mit einer weiteren Person treffen, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. Den Bürgern wird in Thüringen empfohlen, sich nicht weiter als 15 Kilometer vom eigenen Wohnort weg zu bewegen, wenn die 7-Tages-Inzidenz über 200 steigt. Eine Verpflichtung dazu gibt es jedoch nicht.